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BeitragVerfasst: 28.12.2012, 11:55
von Starlight
Hallo Ihr Lieben,

ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein schönes Neues Jahr!!!!!

LG Starlight :t291:

Verfasst: 28.12.2012, 11:55
von Anzeige

BeitragVerfasst: 28.12.2012, 15:18
von miljas
Hallo,

Gott sei Dank, ist Weihnachten vorbei (zumindest in diesem Jahr).
Warum?
Oooch, ich weiß nicht. Irgendwie ist das doch immer leicht stressig,
wenn die Leute - fast alle - so krampfhaft um das Erreichen und Begehen
dieses Ereignisses kämpfen. Und man bekommt ja fast ein schlechtes Gewissen, wenn
man nicht mitkrampft.
Weihnachten... ja, wenn man bemuttert oder bevatert wird (oder begroßmuttert
oder begroßvatert)... das mag noch gehen. Wenn Frau Merkel, Herr Gauck oder
der Landespapa am 24. persönlich vor meiner Tür ständen und ein Geschenk
abgeben würden (egal ob dick oder originell) - dann würde ich mich wieder
weihnachtskindlich fühlen...
Aber so...
Und Feste finde ich überhaupt nur gut, wenn sie einem wirklich nahe stehen.
Zum Beispiel könnte das ein Fest in Verbindung mit der Natur sein. Ostern kommt dem
schon recht nahe. Wenn es sich um das "Sonnensteig"-Fest und nicht um
das "Weih" - nachts- Fest handeln würde, wäre ich eher mit "großem Körpereinsatz"
dabei.
Aber so... Der liebe Jesus...
Respekt vor seinem Lebensweg! Gegen Hinrichtungen bin ich generell. Und wenn es
sich um einen Justizmord an einem poltischen Gefangenen
handelt, dann erst recht. Aber wenn das nun in jedem Jahr ein halbes Jahr lang
so geht, von der Geburt bis zur Wiederbelebung... Das ist doch purer Personenkult!
(Übrigens, weiß man in der Sache "Lenin" ja sehr genau, daß die Bedenkmalung
ganz Rußlands und der gesamten Sowjetunion nach seinem Tode ein Werk seiner
Erben war...)
Und wenn man nicht so richtig dabei ist, dann kommen die ernsten Mahner
und erinnern einen an die so wichtige Bedeutung des W.-Festes.
Symbole sind ja ganz schön und gut. Aber wenn auf einem Bildschirm immer das
gleiche Bild steht (bei den modernen nicht mehr oder nicht mehr so stark), dann
wird das Bild eingebrannt und der Bildschirm wird unbrauchbar.

Nun hat in diesem Jahr unser Zweitausendundzwölftes Fernsehen (ZDF) eine
interessante Sendung gebracht. Wie das so ist mit diesem Sender - er bemüht sich,
den Privatsendern Konkurrenz zu machen und das kommt deshalb in einem Stil zum
Ausdruck, der etwas dichter am Boulevard liegt. Abgesehen davon, war die Sendung
jedoch sehr ansprechend. Petra Gerster moderierte es - das gab schon einmal
von mir: *****.
Und nun zum Inhalt. Gefragt wurde allgemein, wie wahr die Weihnachstgeschichte ist.
Die konkreten Fragen wurden im Film deutlich gestellt und einzeln beantwortet. Auf der
Homepage des ZDF gibt es weiterhin ein Quiz dazu. Das half mir, die Fragen und
Antworten hier bringen zu können:

ZDF hat geschrieben:War Maria Jungfrau?
- Die Jungfrau Maria war eine junge Frau.

War Josef der leibliche Vater?
- Wir wissen nicht, wer der Vater von Jesus war.

Wurde Jesus in einem Stall geboren?
- Der weihnachtliche Stall war weder auf dem Feld noch in einer Höhle,
sondern in einem Haus. Am wahrscheinlichsten ist, dass das Jesuskind in
einem einfachen dunklen Untergeschoss bei Ochs und Esel das Licht der Welt
erblickte.

Wie kam Jesus auf die Welt?
- Die Geburt verlief sicher so, wie jede andere Geburt in antiken Zeiten auch.

Wie wurde Jesu Geburt gefeiert?
- Jesu wurde wie alle jüdischen Jungen nach der Geburt beschnitten.
Er war zeitlebens Jude.

Gab es den Stern von Betlehem?
- Für Astronomen gibt es den Stern von Betlehem nicht. Es hat
viele Versuche gegeben, den Stern von Betlehem astronomisch
zu erklären. Das Ergebnis: Es gab ihn nicht.

Gab es die Heiligen Drei Könige?
- Fast alles, was die Heiligen Drei Könige auszeichnet, ist eine
schöne Erfindung aus späterer Zeit. Die Bedeutung der Könige:
Auch Heiden huldigen dem neugeborenen Messias.

Was hat es mit den Hirten auf sich?
- Die Hirten gehörten zu den Ärmsten der Armen. Schon in der
Geburtsgeschichte ist das spätere Wirken Jesu eingetragen worden:
Nicht den Herrschenden wird diese Botschaft verkündet, sondern den Armen.

Sollte Jesus ermordet werden?
- Die Erzählung vom Kindermord Herodes ist historisch nicht haltbar.
Den Kindermord des Herodes gab es nicht.

Wurde Jesus in Betlehem geboren?
- Jesus stammt sehr wahrscheinlich aus Nazareth. Der Evangelist Lukas
hat die Krippe nach Bethlehem verschoben. Er wollte Jesus aus Nazareth
in einer besseren Gegend zur Welt kommen lassen.

War Jesus ein Einzelkind?
- Damals war die Großfamilie die Regel. Jesus wird da sicher keine
Einzelkind-Ausnahme gewesen sein.

War Jesus hochbegabt?
- Ja. Auf jeden Fall war er tatsächlich eine Ausnahmeerscheinung.


Hier der Link zum Film:
Das Geheimnis der Geburt Jesu (ZDF) ca. 43:28 min

Soweit zur Weihnachstgeschichte...
Dieses Jahr jährte sich die Herausgabe der Märchensammlung der
Brüder Grimm zum 200. Male.
(Nichts gegen diese Geschichten. Aber dort steht auch deutlich als
Überschrift "Märchen..." - so sollte und muß es sein, mit Märchen.)

Noch eine kleine Sache am Rande, die mir bei der Gelegenheit auffiel.
Im Film kommt ein netter Mensch zu Worte - ein Professor für
ältere Kirchengeschichte: Chistoph Markschies. Er hat einen
ungewöhnlichen deutschen Dialekt und ich warf einen Blick
ins Wikipedia. Geboren ist der Mann in Berlin. Am 3.10.1962.
Und wie spricht er? Zufällig kenne ich einen anderen Mann,
der so ähnlich spricht. Es ist Richard Schröder (SPD, Bundestagsabgeordneter).
Das war schon klar und ein Nachschlagen brachte Gewißheit -
der Dialekt stammt aus Sachsen. Nun kommt das Interessante
(zumindest für mich). Bei dem Herrn Markschies wird als
Geburtsort nicht nur einfach "Berlin" angegeben, sondern
"Berlin-Zehlendorf". Der Herr Markschies hat noch einen
Bruder, der auch in Berlin geboren wurde, und zwar am 26. Februar 1969
in Berlin-Nikolassee (Alexander Markschies).
Tja, das scheint schon etwas ungünstig zu sein, wenn man zur
falschen Zeit am falschen Ort geboren ist, bzw. es ist günstig,
wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort geboren ist.
Wie auch immer das nun konkret gemeint ist an dieser Stelle.
Es kann sein, daß der Geborene Wert darauf legt, festzustellen, wo genau
er geboren wurde, es kann aber auch sein, daß der Artikelautor Wert darauf
legt. Ist schon irgendwie kurios, welche Früchte die deutsch-deutsch Teilung
immer noch trägt... :-)
(Es kann natürlich auch sein, daß das jetzt eine allgemein normale
Verfahrensweise wird, es anzugeben, daß man in Frankfurt-Unterschenkel
oder in Hamburg-Oberwasser oder direkt in der Bronx geboren wurde...
vielleicht demnächst auch noch der Name der Hebamme... :-)
Aber es kann ja wirklich auch wichtige Vorteile bringen, daß zukünftig
zweifelsfrei feststeht, ob jemand in Bethlehem oder in Nazareth
geboren wurde. :-)
Ja, wenn Städte zusammenwachsen, fusionieren, wird es auch wieder
einfacher... :-)
Im konkreten Falle von B. und N. wahrscheinlich fast unmöglich, abgesehen
von der räumlichen Distanz, weil die eine Stadt palästinensisch ist, die
andere israelisch).