Unerklärlich und trotzdem da - haben wir eine Seele?




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Beitragvon der narr » 27.11.2008, 17:47

Wir sind ja nicht einmal imstand, dem Bettler auf der Straße diese allumfassende Liebe nahe zu bringen bzw. ihn daran teilhaben zu lassen, weder in Gedanken noch mit Taten...

die "allumfassende liebe" kannst du niemandem beibringen, aber - wie der einzige echte priester, den ich kenne, mal gemeint hat - das leben sollte eine aneinanderreihung von "taten der liebe" sein. dem bettler geld in die büchse zu werfen ist aber noch keine solche tat. erst wenn es mir ein bedürfnis ist und ich dabei das wohlgefühl verspüre, das ich jetzt einfach mal als "liebe" bezeichnen möchte, dann ist es eine solche tat.
im grunde ist alles, was man aus liebe für jemanden tut sehr eigennützig (zumindest empfinde ich es so), weil es einem selbst freude verschafft und es einem in dem moment egal ist, dass sich der andere natürlich auch darüber freut.

Und dann dieses Loslassen! Ich persönlich würde zu gerne den sehen, der wirklich so gut loslassen kann, wie er jetzt hier von sich gibt, wenn es dann wirklich einmal ernst wird. Ich sage das immer wieder, weil ich es kaum einem abnehme, dass er dazu im Stande ist. Sorry. Die Realität, meine Guten, sieht anders, ganz anders aus.

deine "realität" sieht anders aus. du kannst dir nicht vorstellen, dass das geht und auch noch befriedigend ist - weil du es noch nicht erlebt hast.

Aber Loslassen mit Schmerzen und im Siechtum bei wachem Verstand und in Todesangst, das soll mir mal einer zeigen, wie das bei auch nur fünfzig Prozent in Würde und Liebe und Gelassenheit funktioniert. Ja klar, wir arbeiten ja drauf hin, dass dem dann eines Tages so ist, jetzt schon. Wir üben uns ja jetzt schon in klugen Reden. Aber letztendlich sind wir eben doch wirklich nur Menschen und keine spirituellen Wesen,

tja, liebe donna, da muss ich dich enttäuschen. wir sind spirituelle wesen und machen hier zwar körperliche erfahrungen, aber wirklich wichtig ist das alles nicht. ich meine, natürlich ist es wichtig, sonst wären wir nicht hier, aber die realität, die wahrheit schaut anders aus und wer "bei wachem verstand und in todesangst" siecht, der hat die lektion nicht gelernt...
du kannst dir nicht vorstellen, dass man sich auf den moment des sterbens freuen kann, gell?
du würdest dich wundern, wie dir die freude darauf das leben versüßen kann, wie endgeil dieses dasein plötzlich ist, wenn man mal eine ahnung davon bekommen hat, wer wir wirklich sind...

soll heißen, ich sauge seitdem jeden moment so richtig in mich auf, ob ich in die arbeit fahre, meinen kleinen im schlaf beobachte, mit einem menschen in die kiste steige oder mein frühstücksei esse.
ich möchte all die (körperlichen) erfahrungen machen, die ich hier machen kann und mich dann zufrieden und befriedigt dorthin zurück begeben, wo ich hergekommen bin.

und falls das alles nur hokuspokus ist und wir nach dem sterben einfach nur tot sind, dann hab ich wenigstens bewusst gelebt und was davon gehabt, anstatt mir andauernd sorgen und ängste übers leben und sterben zu machen.... hehehehee

in diesem sinne. viel spaß beim fürchten und alles liebe,

der narr
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von Anzeige » 27.11.2008, 17:47

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Beitragvon Starlight » 27.11.2008, 22:06

Hallo Donna, Harlekin, Meer, Narr und alle anderen.....


.....also nun eine ausführlichere Antwort.

Dass ich eine Seele habe, davon bin ich überzeugt. Interessant ist die Unterscheidung zwischen haben und bin. Ich hab es bisher immer so gesehen. Ich habe Körper, Geist und Seele. Also diese Dreieinigkeit, obwohl die sich bei mir seltenst einig sind.

Also den Körper habe ich. Den kann ich „beweisen“. Sehe ihn und kann ihn anfassen.
Geist habe ich auch (soll jetzt bloß keiner was anderes sagen, lach).
Immerhin kann ich hier mit Euch diskutieren, das ist der Beweis und 1+1 kann ich auch zusammenzählen (na, vielleicht auch noch etwas mehr).
Die Seele habe ich auch, die kann ich zwar so nicht beweisen, aber ich bin trotzdem überzeugt, dass ich sie habe.
Und alles drei zusammen, nun das BIN dann ich!! OK, einverstanden.


Geborgenheit/Sicherheit ist etwas sehr wichtiges, schönes und vertrautes. Und da kann ich mitreden, weil ich die nämlich lange nicht hatte. Dann gibt es da aber noch die seelisch/spirituelle Seite. Falls ich nun so einen Menschen treffe bei dem alles zusammentrifft und mit ihm zusammen sein kann, dann ist es wohl „die Erfüllung“. Und wohl ist es schon so, dass ein Mensch allein das gar nicht „erfüllen“ kann, dass ich dann wieder suche (Sehnsucht) bis ich diese Seele gefunden habe die mit mir ein Ganzes gibt.
Ob ich meiner Seele trauen kann?? Nun ich denke schon, aber trotzdem ist die Realität außen rum oft anders, als es meine Seele spürt, sehnt, erhofft, Erfüllung findet. Und dann nützt es mir auch nichts, wenn meine Seele "weiß" was sie will, es aber doch nicht bekommen kann.

Wir sind aus Sternenstaub, das klingt schön. Wie in dem Lied, wir alle sind aus Sternenstaub....lala, ich glaube von ICH und ICH. Ah ja, ich hab’s.......

http://ca.youtube.com/watch?v=njv6b3Wg7Pk

Liebe leben, also nicht nur die partnerschaftliche, sondern auch die soziale. Sprich Nachbarn helfen und anderen bedürftigen Menschen, das ist ein sehr schöner Zug. Für die geholfenen Menschen kommt das u.U. dann schon Engeln gleich. Engeln auf Erden. So kann man die Welt auch zum Himmel machen.

Loslassen uiih, den Schalter hab ich auch noch nicht gefunden. Wohl dem, der ihn hat.

Und nun diese allumfassende Liebe. Tja, da hab ich so meine Schwierigkeiten damit. Bei manchen ist sie da, mit und um sie. Aber sagt mir mal, was ein Kind, das taub, krank oder sonst was auf die Welt kommt von der allumfassenden Liebe halten soll, wenn sie ausgerechnet „ihm“ enthalten wird. Gibt davon genug Beispiele auf der Welt. Kinder die in der Mülltonne landen, weil die Mutter nicht fähig ist es anzunehmen. Kranke Menschen. Menschen die in Kriegsgebieten wohnen. Hier die allumfassende Liebe zu sehen, dass Gott das so gewollt hat, das fällt mir ziemlich schwer.

Nee, beibringen kann man sie dem Bettler auch nicht, aber wie soll er selbst dran glauben, wenn er im Dreck sitzt, sich abfriert und nichts zu essen hat?
Naja, das sind alles so Dinge, bei denen ich mit meiner Weisheit am Ende bin und dann eben keinen übergeordneten Plan oder einen Sinn darin erkennen kann.

In manchen Büchern steht, das man nur mit den „Gesetzen des Lebens“ im Einklang sein muss. Nur frage ich mich, wenn ein neugeborenes, unschuldiges, unbeschriebenes Kind die Welt erblickt, wie dieses schon gegen die Gesetze des Lebens verstoßen hat, wenn es krank auf die Welt kommt oder von seiner Mutter gleich wieder umgebracht wird, weil sie es nicht annehmen kann??

Hallo Ihr, Donner und Blitze hatten wir schon, darf ich dann der Regenbogen sein???



Liebe Grüße

Starlight :t291:


Uii Toggele, da hast Du ja ein Thema gestartet, hättest Du gedacht dass wir damit den Forenrekord brechen????
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Beitragvon toggle bis 12. Jan. 2012 » 27.11.2008, 23:15

Ok, Du lieber Regenbogen;-) Du! Was, Forenrekord? Klasse!
Kriegst auch gleich das entsprechende Bild, © by toggle:
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Wie ein Philosoph, dessen Name mir gerade nicht einfällt, gesagt haben soll, ist es wichtig, nicht in Stillstand zu verfallen. Oder, anders ausgedrückt, hinfallen darf man, so oft man will, nur nicht liegenbleiben. Daß ich selbst manchen Stillstand in meiner eigenen persönlichen Geschichte zu verzeichnen habe, das zuzugeben habe ich kein Problem. Ich hatte großes Glück, immer wieder Menschen gefunden zu haben, die mir im Zweifel aufhalfen, oder ich fand, wie dieser Tage wieder einmal, selbst einen neuen Weg.

Liebe Starlight, wir haben uns oft schon über die Art einer selbstlosen Liebe ausgetauscht - sie ist mir in den Fällen, in denen sie mir eigen ist, auch nicht einfach so zugeflogen, und der Weg dorthin war mit manchen Enttäuschungen und Rückschlägen gepflastert. Drum verliere nicht den Mut!

Diese selbstlose Liebe kann aber nicht beliebig anderen Menschen gegenüber sein, sie ist demnach auch nicht allumfassend, und kann es m.E. auch nicht sein in einem Sinn, daß ich den gesamten Weltschmerz, den des Bettlers am Eingang des Parkhauses (wohl plaziert neben der Parkscheinkasse) oder am Einkaufswagenabstellplatz des Supermarkts wie den der Millionen hungernen Menschen, der gepeinigten und gequälten auf mich nehme. Im Sinn, daß mich dieses Elend dauert, allerdings schon. Aber auch nicht in dem Sinn, daß ich den Menschen, die mir übel wollen, nach dem Schlag auf die linke auch noch die rechte Backe hinhalte - jedoch, daß ich zumindest noch Mitgefühl für letztere zeigen kann, nachdem ich mich erfolgreich von ihnen abgegrenzt habe. Bei aller Liebe zur Welt darf ich nicht vergessen, daß ich mich zuerst um mich selbst kümmern muß, wenn ich etwas für andere übrighaben möchte. Die Unterstützung, die ich gebe, muß sich den eigenen Ressourcen anpassen.

Ein ganz spezielles Thema ist natürlich die Liebe zwischen Mann und Frau - doch davon fange ich jetzt besser gar nicht erst an *grins*, das wäre abendfüllend - oder auch nur ganz kurz und knackig, je nachdem. So wie ich mich kenne (blaablaa gutt?), wohl eher das erstere. Das, wovon ich Dir mal erzählt habe, liebe Starlight, dieses eine Beispiel (was ich hier im Offenen nicht weiter ausführen will und werde), das ist mir ja auch nicht von heut auf morgen zugewachsen, sondern stand am Ende eines längeren Prozesses.

Tja, und die Seelendiskussion, mit der werden wir wohl noch lange nicht am Ende sein: ich habe da noch ein wenig in der Schublade, von dem ich jetzt schon androhe, es bei Gelegenheit loswerden zu möchten ;-)

Euch allen einen wunderschönen Abend!
toggle
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Beitragvon Starlight » 28.11.2008, 00:30

Oh, der ist aber schön!!!! Danke!!!! :t004:

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Beitragvon Harlekin » 28.11.2008, 09:56

[align=center]:-) :-) :-)
Interessantes Phänomen, wenn "Sternen-Licht" am Tageshimmel auftaucht
oder
Hilfe, ich seh doppelt!?!

Ich mal wieder :-)[/align]
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Re: @Harlekin

Beitragvon Harlekin » 28.11.2008, 10:05

Coco hat geschrieben:Hallo Harlekinchen,

Du gefällst mir, aber Euer Problem habe ich irgendwie nicht richtig geschnallt.
Wenn man sich angetriggert fühlt, muss man das klarstellen.
Es wird ja wohl niemand bestreiten, dass wir alle noch dazulernen können, weil wir uns kaum kennen.
Hier in PPE werden allerdings Themen angeschnitten, die tiefer gehen.
Das finde ich aber im Prinzip gut (vor allen Dingen, solange ich nicht betroffen bin!).

Liebe Grüße,
Coco
:t224:


Hi Coco,
dir auch kurz antworten damit du dich nicht übergangen/überlesen fühlst.

Aber offen gestanden ich schnall jetzt nicht was du nicht schnallst?

Sorry,
Harlekin
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Beitragvon Meer » 28.11.2008, 11:29

hi toggle, hi Starlight, liebe Leser,

zur selbstlosen und alles umfassenden Liebe möcht ich gerne noch etwas sagen und ich beziehe eure beiden letzten Posts gedanklich mit ein.

Selbstlos heißt und bedeutet "uneigennützig" und LIEBE wird aus einem Selbst~SEINS~Zentrum entlassen, fließt quasi heraus.
Dann fließt sie beliebig allen Menschen und Wesen zu, erfasst alles und umfasst alles.
Das Wort und die Eigenschaft NICHT kennt LIEBE nicht, weil sie weiß. Sie weiß, dass das Nichts im Alles ist.

Sie weiß, dass alles seinen Platz und seine Daseinsberechtigung hat und sie weiß die Gesetzmäßigkeiten, die für alle Abläufe und Prozesse vorhanden sind.
Wir, mit unserem persönlichen Selbst, welches eine Miniaturausführung von der Maximalausführung ist, sind dann erst wirksam liebesfähig, wenn wir unseren Egoanteil in diesem Selbst links liegen lassen können und ebenfalls nur aus unserem Zentrum heraus uneigennützige Liebe geben können.

So lange ich etwas brauche, bin ich am Auffüllen meines Selbst-Egoanteils und ich bin am Ansammeln. Das ist bis dahin noch okay, denn wir Lebewesen haben Grund-Bedürfnisse und wir kommen alle mehr oder weniger mit Mängeln auf die Welt. Und diese unsere Welt ist ein Ort, wo wir die uns entsprechenden Erfahrungen machen können, an denen wir wachsen dürfen.

Den Egoanteil aber mit "mehr" als er im Grunde braucht zu füllen, ist egoistisch und dieser Egoismus zieht von den Weltressourcen und Weltreserven mehr ab, als zur Verfügung steht, wodurch wir die ganze Erde ausbeuten.
Erst dann kommt es zu diesen Weltschmerz, lieber toggle, der natürlicherweise von uns nicht alleine geschultert werden kann (es sei denn wir wären wie ein Christopherus mit einem starken Stab oder Atlas) und deswegen verteilt sich Leid auch auf andere Menschen. Verursacher sind aber immer wir mit unserem Egoanteil. Und damit, liebe Starlight, hat Gott überhaupt nichts zu tun, denn Gott ist Einklang mit den „Gesetzen des Lebens“.

Ein Bettler oder ein schwerkrankes Kind kann mehr im Einklang mit Gottes Gesetzmäßigkeiten sein, als wir es überhaupt wahrnehmen und sie haben sehr wahrscheinlich viel mehr Anteil an dieser Liebe, als wir es erkennen.

lieben Gruß Meer
~~~ LIEBE ~~~
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Beitragvon Starlight » 28.11.2008, 21:56

Harlekin hat geschrieben:[align=center]:-) :-) :-)
Interessantes Phänomen, wenn "Sternen-Licht" am Tageshimmel auftaucht
oder
Hilfe, ich seh doppelt!?!

Ich mal wieder :-)[/align]


Lach Harlekin,

jaa, das ist mein Schatten, der begleitet mich überall hin!!!


LG Starlight :t291:
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Beitragvon toggle bis 12. Jan. 2012 » 28.11.2008, 22:03

Harlekin hat geschrieben:[align=center]:-) :-) :-)
Interessantes Phänomen, wenn "Sternen-Licht" am Tageshimmel auftaucht
oder
Hilfe, ich seh doppelt!?!

Ich mal wieder :-)[/align]

Das war mal eine ganz besondere Situation - an dem Bild ist nichts getürkt, es ist (abgesehen von einer kleinen farblichen Korrektur) genauso, wie ich es aufgenommen habe. :-)
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Beitragvon La Donna mobile » 28.11.2008, 23:12

der narr hat geschrieben:
Wir sind ja nicht einmal imstand, dem Bettler auf der Straße diese allumfassende Liebe nahe zu bringen bzw. ihn daran teilhaben zu lassen, weder in Gedanken noch mit Taten...

die "allumfassende liebe" kannst du niemandem beibringen, aber - wie der einzige echte priester, den ich kenne, mal gemeint hat - das leben sollte eine aneinanderreihung von "taten der liebe" sein. dem bettler geld in die büchse zu werfen ist aber noch keine solche tat. erst wenn es mir ein bedürfnis ist und ich dabei das wohlgefühl verspüre, das ich jetzt einfach mal als "liebe" bezeichnen möchte, dann ist es eine solche tat.
im grunde ist alles, was man aus liebe für jemanden tut sehr eigennützig (zumindest empfinde ich es so), weil es einem selbst freude verschafft und es einem in dem moment egal ist, dass sich der andere natürlich auch darüber freut.

Und dann dieses Loslassen! Ich persönlich würde zu gerne den sehen, der wirklich so gut loslassen kann, wie er jetzt hier von sich gibt, wenn es dann wirklich einmal ernst wird. Ich sage das immer wieder, weil ich es kaum einem abnehme, dass er dazu im Stande ist. Sorry. Die Realität, meine Guten, sieht anders, ganz anders aus.

deine "realität" sieht anders aus. du kannst dir nicht vorstellen, dass das geht und auch noch befriedigend ist - weil du es noch nicht erlebt hast.

Aber Loslassen mit Schmerzen und im Siechtum bei wachem Verstand und in Todesangst, das soll mir mal einer zeigen, wie das bei auch nur fünfzig Prozent in Würde und Liebe und Gelassenheit funktioniert. Ja klar, wir arbeiten ja drauf hin, dass dem dann eines Tages so ist, jetzt schon. Wir üben uns ja jetzt schon in klugen Reden. Aber letztendlich sind wir eben doch wirklich nur Menschen und keine spirituellen Wesen,

tja, liebe donna, da muss ich dich enttäuschen. wir sind spirituelle wesen und machen hier zwar körperliche erfahrungen, aber wirklich wichtig ist das alles nicht. ich meine, natürlich ist es wichtig, sonst wären wir nicht hier, aber die realität, die wahrheit schaut anders aus und wer "bei wachem verstand und in todesangst" siecht, der hat die lektion nicht gelernt...
du kannst dir nicht vorstellen, dass man sich auf den moment des sterbens freuen kann, gell?
du würdest dich wundern, wie dir die freude darauf das leben versüßen kann, wie endgeil dieses dasein plötzlich ist, wenn man mal eine ahnung davon bekommen hat, wer wir wirklich sind...

soll heißen, ich sauge seitdem jeden moment so richtig in mich auf, ob ich in die arbeit fahre, meinen kleinen im schlaf beobachte, mit einem menschen in die kiste steige oder mein frühstücksei esse.
ich möchte all die (körperlichen) erfahrungen machen, die ich hier machen kann und mich dann zufrieden und befriedigt dorthin zurück begeben, wo ich hergekommen bin.

und falls das alles nur hokuspokus ist und wir nach dem sterben einfach nur tot sind, dann hab ich wenigstens bewusst gelebt und was davon gehabt, anstatt mir andauernd sorgen und ängste übers leben und sterben zu machen.... hehehehee

in diesem sinne. viel spaß beim fürchten und alles liebe,

der narr


Deine Antwort, narr, finde ich ganz einfach frivol und - das ist eben so und ich entschuldige mich auch nicht dafür - reichlich naseweis.
Glaubst du, dass ich das, was du über das Bettlerthema sagst, nicht selbst wüsste? Nur hast du es geschafft es in passendere Worte zu packen. Der Sinn bzw. die Aussage bleibt dieselbe!

Heheheee - du bist doch gerne in oder sogar auf den Bergen, wie man an deinen Fotos sehen kann. Wahrscheinlich würde es für dich demzufolge auch nichts Schöneres geben als dort deinen letzten Moment in Einsamkeit und Kälte (ohne Handy) zu begehen, right? Aber in Anbetracht der Außentemperaturen wäre dann dieses endgeile Gefühl und die Gedanken an das Frühstücksei und den kleinen Mann im Schlaf möglicherweise nicht mehr ganz so geil! Und...was du zu Lebzeiten erlebt hast - und mögen sämtliche Kistenbesteigungen noch so geil gewesen sein - nachher, (du) Narr, hast du nichts mehr davon. Da hilft dir die ganze Spiritualität nicht mehr weiter!

In diesem Sinne -

ein geiles Wochenende wünscht die Donna! :-) :-) :-)
La Donna mobile
 

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