Hallo,
[align=center]

[/align]
Puschkin hat das Märchen - in Versform - geschrieben,
Rimski-Korsakow hat dazu eine Oper komponiert.
Das Stück "Der Hummelflug" aus dieser Oper ist sehr populär.
[align=center]
4 Kontrabass-Quartette und ein Klavier lassen die Hummel fliegen...
und hier war es den Bässen gerade unpäßlich
[/align]
Eine deutsche Übersetzung des gesamten Märchens findet man beim Projekt Gutenberg:
Märchen vom Zaren Saltan, von seinem Sohn, dem berühmten, mächtigen Recken Fürst Gwidon Saltanowitsch, und von der wunderschönen Schwanenprinzessin.
Unabhängig von der Inhaltsangabe zur Oper, habe ich auch noch eine kurze Zusammenfassung des Märchens vorgenommen:
Zar Saltan suchte eine Frau und fand sie irgendwo im Lande, eine von drei Schwestern.
Die beiden Schwestern und deren alte Barbariche (also die Base, die Tante) nahm er mit an seinen Hof. Ein Sohn - ein Heldensohn - wurde gezeugt. Dann mußte der Zar leider weg, in den Krieg. Als das Kind geboren war, schrieb die Zarin einen Brief an den Zaren. Die Schwestern mit der Tante fingen den Boten ab und schickten einen eigenen Boten mit einem Brief anderen Inhalts. Es sei weder ein Sohn noch eine Tochter geboren worden, sondern ein Ungeheuer. Der Zar wurde wütend und entschied dann, sich das später selbst anschauen zu wollen und sendete eine entsprechende Botschaft nach Hause. Die Schwestern mit der Tante fingen wiederum auch diesen Brief ab und gaben einen gefälschten mit, in dem die Bojaren (die Fürsten) aufgefordert wurden, die Zarin und das Kind sofort im Meer zu ertränken. So geschah es, allerdings wurden beide in ein Faß gesteckt. Auf wundersame Weise wurde das Faß irgendwo ans Ufer gespült. Der Sohn war überdurchschnittlich schnell gewachsen. Als er dann versuchte mit Pfeil und Bogen am Meer auf die Jagd nach Eßbaren zu gehen, rettete er einen Schwan vor einem angreifenden Geier. Der Schwan erwies sich als eine verzauberte Zarentochter, die vom bösen Zauberer in Geiergestalt angegriffen wurde und nun aus Dankbarkeit auch für die Schonung ihres Lebens durch den hungrigen Zarensohn ein Wunder nach dem anderen vollbrachte. Zunächst zauberte sie eine Stadt ans Meer, in der der Zarensohn - sich nun Gwidon nennend - der Herrscher wurde. Häufig kamen Kaufleute in die Stadt, die weiterreisen wollten ins Reich seines Vaters Zar Saltan. Der Schwan vermittelte Gwidon dorthin mitzureisen - als Mücke. Als die Kaufleute dann bei Zar Saltan vorstellig wurden und von ihren Erlebnissen berichteten, war Gwidon als Mücke anwesend. Zar Saltan war jedes Mal hoch interessiert an den Berichten der Kaufleute und wollte sich auf den Weg machen, um sich das alles selbst anzuschauen. Aber immer wieder verstanden es die Schwestern und die Tante, den Zaren mit einem Bericht über ein noch größeres Wunder, das es anderswo gibt, abzulenken. Gwidon - als Mücke - stach dann zornig die Tante, so daß diese erst an einem, beim nächsten Besuch am anderen Auge erblindete und dann zum Schluß stach er sie in die Nase. Gwidon gelang es als Mücke immer zu entkommen, und zurückgekehrt nach Hause berichtete er dem Schwan von dem Erlebten. Der Schwan stand mit allen von der Tante dem Zaren Saltan berichteten Wundern unmittelbar in Verbindung und verlegte sie jeweils umgehend in die sagenhafte Stadt Gwidons am Meer, so daß die Berichte der Kaufleute immer umfangreicher wurden. Am Ende ließ sich der Zar Saltan nicht mehr von den Reden der drei Verschwörerinnen abhalten, fuhr übers Meer in die sagenhafte Stadt, fand dort seine Frau und seinen Sohn wieder und erfuhr von den wahren Vorgängen.
Ende gut - alles gut.
(Den Status der "Tante" habe ich noch nicht völlig verstanden - es kann sein, daß sie auch schon am Hof war und vielleicht die Tante vom Zaren war, oder eine alte Heiratskupplerin, die man nur so nennt - jedenfalls ist sie eine sehr gehässige ältere Dame mit sehr viel "krimineller Energie"...

)
Hier ein sehr schöner Zeichentrickfilm (Playliste, mit Elementen der Musik Rimski-Korsakows?, 1984), im Original, mit russischem Text, erzählt:
[align=center]
http://www.youtube.com/view_play_list?p=6046A5F5F465760B[/align]
(
Hier der russische Text in Schriftform,
und hier noch ein Covertext einer DDR-Schallplatte mit ergänzenden Informationen zur Entstehungsgeschichte des Märchens )
Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

mas_54:

mas_41:
[align=right]
:t278: Zum INHALTsverzeichnis des Offenen Kommunikationsforums[/align]