Kalender für Dezember 2009




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UNSER "Grippenspiel" :-)

Beitragvon Nobody » 07.12.2009, 20:04

Aloha

Erstmal danke für den schönen Adventskalender den ihr da "gebastelt"
habt (vor allen miljas wohl).

Zu unseren "Grippenspiel".
Ich stelle mir vor, dass wir es zusammen "schreiben und entwickeln".
Jede/r kann und sollte seine Ideen einfach dazu einbringen.
Mehr als Chaos kann ja nicht dabei heraus + kommen :-)
Und Chaos sind wir ja alle gewöhnt. Oder?

Nur mal so meine Gedanken um dem Chaos (das Wort fängt an mir zu gefallen)
einen Plan zu geben *lach*
Vor bitte ich @Starlight mich von ihrem *knuddelz* zu befreien.
Ich habe Dich doch auch lieb ;o) *knuddelz+danke*

*

So (damit meine ich nicht Sonntag):
Bühnenbild möchte bitte unsere @coco machen?
Ich stelle mir 3 (N)a(c)kte vor!

1. Ein Engel schwebt zu den Bauern herab und versucht ihnen zu erklären, warum
der Milchpreis so niedrig ist und das ein August, der König sein möchte, eine
Volkszählerei machen möchte.
Bühnenbild 1 = ??? (das könntet jetzt ihr beschreiben?).

2. Mary, die Schwangere, und Sepp suchen nach einer Unterkunft. Zelt haben sie
vergessen. Geld haben sie keines. Und müde sind sie auch.
Unterkunft finden sie nicht. Der Sepp ruft die Frau von der Leine an:
"jou hir sbricht derr Sepp. Sii sind doch nochert fir di Familie zuschdänig?
Wirr sind a Familie und nochert woller mer halt blous a weng schloffen.
Koust uns dou a weng helffer? Houst mi fersdonden Frau Leine oder von und zu was?
Nimmer?
Dou pisst nimmer dai fir Familie und pisst jetzt fir woas onders zuständig?
Sauber soch i und aff dai 20 € Kinderkeld nechts jour is a gschisser. Etert braugn mer
a Tach übern Kupf."
Bühnenbild 2 = Viele verschlosse Türen und eine kleine Krippe ganz links (oder rechts)
am Bildesrand.

3. Mary muss plötzlich...(ihr könnt mal wieder;)

*

@Coco?
Du kannst doch noch malen? Sicher!!
Seit ich gelesen habe das Cannabis gut für MS und so...
Vielleicht solltest Du den "schwebenden" Engel spielen?
Ein Engel biste ja eh schon *g*

*

Die Darsteller:

@toogle -
(aber nur wenn Du das Zorrokostüm ausziehst ;-)
- könntest und möchtest Du welche Rolle übernehmen?
Einen der 3 scheinheiligen Könige? *fg*
Mist -
an das 4. Bühnenbild habe ich gar nicht gedenkt. :-(

@Harlekin
liebe Grüße von mir und an @Meer natürlich auch...
Esel und Ochse möchte ich euch wahrlich nicht zumuten ;)
Vielleicht als Sterne?

@miljas
Du magst nicht so recht mitspielen?
Folglich habe ich noch die Beleuchtung und den Sound für Dich?
Wäre das was für Dich??
Danke ;-)

@Starlight
Der Name sagt doch schon ALLES.
Sie könnte den Felsbrocken aus dem All spielen,
der dem Sepp dann um die Ohren fliegt?

@Dreamplanet
Für Dich habe ich(?) die Rolle der Mary vorgesehen.
Kannst Du eine Schwangere Frau spielen?

@Klaus
Du könntest mit dem Chor für Stimmung sorgen.
Aber spreche Dich bitte mit dem Ton- und Lichtmeister @miljas ab *fg*

@chord
Ist das Kinderl in der "Grippe" und kann nichts sagen.
Zuweilen sagt man mir nach, dass ich etwas *fies* bin ;-)

@Kuschelmaus
könnte ich als Fels gebrauchen. Wehe Du sagst bei der Aufführung nur
einen Ton. Aber dann...

@Regina
Du hast in den letzten Wochen, dank meiner tierpsychologischen Forschungen ;o)
es geschafft, dass...
@Amira
Die ROLLE als VerkündungsEngel (vielleicht) bekommt ;)

@Donna
Dich habe ich nicht vergessen. Wie könnte ich das auch?
Welche Ideen hättest Du noch dazu?
Oder ist es für Dich langweilig, blödsinnig und schwachsinnig?
Letzteres würde uns fast zu einem Menschen machen*gggg*

*

Hier nun mein Vorschlag zum Beginn des "Grippenspieles".

*hatschieeeee*

Amira betritt die Bühne. Die Scheinwerfer sind auf sie gerichtet.
Ihr ist bewusst (immerhin als "nur" Tier), dass nur sie die frohe Botschaft den Botschaftern der ganzen Erde überbringen kann und darf?
Amira schaut mich an und *zwinkert mir zu*
...als ob sie "sagen" möchte:
"Ich habe hier alles im Griff und jetzt werde ich den Menschen mal die Weihnachtsgeschichte in meiner Sprache versuchen "näher zu bringen".
http://www.youtube.com/watch?v=OQb4kw_ZuAk

Noch was von @Amira an mich:)
http://www.youtube.com/watch?v=kwm5R2y_R8Y
sie verlangte von mir, das ich mich ausziehe*g*

Eine wahre Geschichte, wie Menschen seit Jahrzehenten mit der Umwelt umgehen...
http://www.youtube.com/watch?v=D0ye0KXuF00&feature

Von Herzen
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Beitragvon miljas » 08.12.2009, 14:10

Hallo,

@Starlight: Meinen Fingern geht es (den Umständen entsprechend) gut. Es geht immer noch - per Hintergrundspeicher hätte ich doch die 1000 Kerzen in 10 Schritten rucki-zucki aufgestellt. Allerdings hätten dann wohl alle "Scroll-Finger" bekommen. ;-)

@toggle: NDW - das Flagschiff war damals wohl "Hier Hier Hier" ;-) (YT-Video)

@Nobody: Beleuchtung und Sound sind in Ordnung. Spielen nackte Schauspieler mit ? - Dann besorge ich Heizstrahler und Rotlichtlampen.
Bühnenbild zu 1: Flughafen, Rollbahn, am Zaun stehen massenhaft Bauern mit Kühen, ein Flugzeug landet: "Space Force One" - der Engel steigt aus und begibt sich sofort an den Zaun.

Eine weitere Bearbeitung der Vorlage muß ich später vornehmen.

Zunächst ist der heutige Tag dran.
Es geht um viel - nämlich um die Gretchenfrage.
Bekanntlich hat Wolfgang Johann von Goethe diese in einem der beiden Faustteile gestellt.
Gretchen fragte: "Faust, wie hälst Du es mit dem Weihnachtsmann?"
Faust antwortet, daß er es mit dem Weihnachtsmann aushalten kann, wenn er von Kindesmißhandlungen absieht. Ja - Goethe war sicher genial, aber man darf im Erkenntnsiprozeß nie stehen bleiben. Die Geschichte ging weiter...

[align=center]Bild[/align]

Kleine Korrekur: Der Song ist ein wenig veraltet - es wird berichtet über einen Vorgang aus dem vorvorigen (und nicht aus dem vorigen) Jahrhundert.

Und eines steht ja wohl fest:
Als der Weihnachtsmann noch ein kleiner Junge war, wurde er vom Klapperstorch gebracht.
Und weil sich der Weihnachtsmann so gern an diesen Flug erinnert, müssen die Rentiere nun immer in den Luftkorridor aufsteigen... ;-)

Viele Grüße - miljas :t252: :t252: :t237: :xmas_55: :xmas_11:

PS:
Merkwürdig... an wen soll ich denn noch glauben?:
"Gibt es einen Weihnachtsmann?

Im Jahr 1897 schrieb die achtjährige Virginia O’Hanlon aus New York an die Zeitung New York Sun einen Brief, worin sie fragte: Gibt es einen Weihnachtsmann? Die diffizile Sache erhielt der Redakteur Francis Pharcellus Church zur Beantwortung. Ihm glückte eine so überzeugende Darlegung, dass das Editorial über ein halbes Jahrhundert – bis zur Einstellung der New York Sun Anfang 1950 – alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung gedruckt wurde. Seit 1977 – nachdem Welt am Sonntag-Autor Rolf R. Bigler (1930-1978) die Idee dazu hatte, wird dieser Briefwechsel zur Weihnachtszeit in der überregionalen deutschen Zeitung Welt am Sonntag abgedruckt. Der Brief von Virginia inspirierte außerdem die Band The Dresden Dolls zu ihrem Album „Yes, Virginia...“. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsmann#Gibt_es_einen_Weihnachtsmann.3F
... Katja ? Und der Redakteur Frank Bush ? ;-)
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Beitragvon toggle bis 12. Jan. 2012 » 08.12.2009, 15:33

Interessante Geschichte - echt nett :-)
Direkt zum Brief gelangt man übrigens mit der URL http://de.wikipedia.org/wiki/Gibt_es_ei ... htsmann%3F

LG
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Beitragvon miljas » 09.12.2009, 04:09

Hallo,

@toggle: Danke für den Linkhinweis - jetzt habe ich endlich einmal den Artikel auch im Original lesen können (Foto im Anhang des Wikipedia-Beitrages).

Was wissen wir über Weihnachten, außer der Tatsache, daß es stattfinden wird?
Na gut - heute also etwas Weiterbildung...

[align=center]Bild[/align]

Die Mützen mit der Rundumbeleuchtung... sind doch "obergeil"... oder? ;)
Und wer sich noch weiter weiterbilden möchte (wir sind ja grenzenlos bildungsfähig, wie ich aus meiner Erfahrung in einem anderen Forum und drumherum weiß - jeden Tag neue Weisheiten...):

[align=center]"Weihnachten 2008 (Die Umfrage/HolzEntertainment-Special)" (YT-Video)[/align]
Ich kann mich in der Charakterisierung und in der Wortwahl nur wiederholen - auch bezüglich dieser Umfrage: einfach "obergeil"... ;-) (also wirklich ernsthaft ernst gemeint!!!!!!!, auch wenn ich die Benutzung diese charmanten Wortes noch etwas zögerlich handhabe ;-)).
Viele Grüße - miljas :t252: :t252: :xmas_12: :xmas_13:
[align=right]:t278: Zum INHALTsverzeichnis des Offenen Kommunikationsforums[/align]
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Beitragvon toggle bis 12. Jan. 2012 » 10.12.2009, 11:57

In einem anderen Forum, in dem es einen Adventskalender gibt,
habe ich die folgende Geschichte aufgeschnappt, die ich euch nicht vorenthalten kann:

Die kleinen Leute von Swabedoo

Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann. Was die Swabedoodahs am meisten liebten, war, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seiner Schulter einen Beutel, und der Beutel war angefüllt mit weichen Pelzchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem anderen ein Pelzchen. Es ist sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Pelzchen zu schenken. Es sagt dem anderen, daß er etwas Besonderes ist, es ist eine Art zu sagen "Ich mag Dich!" Und ebenso schön ist es, von jemandem ein solches Pelzchen zu bekommen. Du spürst, wie warm und flauschig es an deinem Gesicht ist, und es ist ein wundervolles Gefühl, wenn du es sanft und leicht zu den anderen in deinem Beutel legst. Du fühlst dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Pelzchen schenkt, und du möchtest auch gleich etwas Gutes, Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern weiche, warme Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ganz ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich.

Außerhalb des Dorfes, in einer kalten, dunklen Höhle, wohnte ein großer grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht allein dort draußen wohnen, und manchmal war er sehr einsam. Er hatte schon einige Male am Rande des Dorfes gestanden und sich gewünscht, er könnte dort mitten unter den fröhlichen Swabedoodahs sein - aber er hatte nichts, was er hätte dazutun können - und das Austauschen von warmen, weichen Pelzchen hielt er für einen großen Unsinn. Traf er einmal am Waldrand einen der kleinen Leute, dann knurrte er nur Unverständliches und lief schnell wieder zurück in seine feuchte, dunkle Höhle. 
An einem Abend, als der große, grüne Kobold wieder einmal am Waldrand stand, begegnete ihm ein freundlicher kleiner Swabedoodah. "Ist heute nicht ein schöner Tag?" fragte der Kleine lächelnd. Der grüne Kobold zog nur ein grämliches Gesicht und gab keine Antwort. "Hier, nimm ein warmes, weiches Pelzchen", sagte der Kleine. "hier ist ein besonders schönes. Sicher ist es für Dich bestimmt, sonst hätte ich es schon längst jemand anderem gegeben." Aber der Kobold nahm das Pelzchen nicht. Er sah sich erst nach allen Seiten um, um sich zu vergewissern, daß auch keiner ihnen zusah oder zuhörte, dann beugte er sich zu dem Kleinen hinunter und flüsterte ihm ins Ohr: "Du, hör mal, sei nur nicht so großzügig mit deinen Pelzchen. Weißt du denn nicht, daß du eines Tages kein einziges Pelzchen mehr besitzt, wenn du sie immer so einfach an jeden, der dir über den Weg läuft, verschenkst?" Erstaunt und ein wenig hilflos blickte der kleine Swabedodah zu dem Kobold hoch. Der hatte in der Zwischenzeit den Beutel von der Schulter des Kleinen genommen und geöffnet. Es klang richtig befriedigt, als es sagte: "Hab ich es nicht gesagt! Kaum mehr als 271 Pelzchen hast du noch in deinem Beutel. Also, wenn ich du wäre: ich würde vorsichtig mit dem Verschenken sein!" Damit tappte der Kobold auf seinen großen, grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Swabedoodah am Waldrand zurück. Er war so verwirrt, so unglücklich, daß er gar nicht darüber nachdachte, daß das, was der Kobold da erzählte, überhaupt nicht sein konnte. Denn jeder Swabedoodah besaß einen unerschöpflichen Vorrat an Pelzchen. Schenkte er ein Pelzchen, so bekam er sofort von einem anderen ein Pelzchen, und dies geschah immer und immer wieder, ein ganzes Leben lang - wie sollten dabei die Pelzchen ausgehen?

Auch der Kobold wußte das - doch er verließ sich auf die Gutgläubigkeit der kleinen Leute. Und noch auf etwas anderes verließ er sich, etwas, was er an sich selbst entdeckt hatte, und von dem er wissen wollte, ob es auch in den kleinen Swabedoodahs steckte. So belog er den kleinen Swabedoodah ganz bewußt, setzte sich in den Eingang seiner Höhle und wartete.

Vor seinem Haus in Swabedoo saß der kleine, verwirrte Swabedoodah und grübelte vor sich hin. Nicht lange, so kam ein guter Bekannter vorbei, mit dem er schon viele warme, weiche Pelzchen ausgetauscht hatte. "Wie schön ist dieser Tag!" rief der Freund, griff in seinen Beutel und gab dem anderen ein Pelzchen. Doch dieser nahm es nicht freudig entgegen, sondern wehrte mit den Händen ab. "Nein, nein! Behalte es lieber," rief der kleine, "wer weiß, wie schnell sonst dein Vorrat abnimmt. Eines Tages stehst du ohne Pelzchen da!" Der Freund verstand nicht, zuckte nur mit den Schultern, packte das Pelzchen zurück in seinen Beutel und ging mit leisem Gruß davon. Aber er nahm verwirrte Gedanken mit, und am gleichen Abend konnte man noch dreimal im Dorf hören, wie ein Swabedoodah zum anderen sagte: "Es tut mir leid, aber ich habe kein warmes weiches Pelzchen für Dich. Ich muß darauf achten, daß sie mir nicht ausgehen."

Am kommenden Tag hatte sich alles im ganzen Dorf ausgebreitet. Jedermann begann seine Pelzchen aufzuheben. Man verschenkte zwar immer noch ab und zu eines, aber man tat es erst nach langer, gründlicher Überlegung und sehr, sehr vorsichtig. Und dann waren es zumeist nicht die ganz besonders schönen Pelzchen, sondern die mit kleinen Stellen und schon etwas abgenutzten.

Die kleinen Swabedoodahs wurden mißtrauisch. Man begann, sich argwöhnisch zu beobachten, man dachte darüber nach, ob der andere wirklich ein Pelzchen wert war. Manche trieben es soweit, daß sie ihre Pelzbeutel nachts unter den Betten versteckten. Streitigkeiten brachen darüber aus, wieviele Pelzchen der oder der besaß. Und schließlich begannen die Leute, warme, weiche Pelzchen gegen Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der Bürgermeister von Swabedoo machte sogar eine Erhebung, wieviel Pelzchen insgesamt vorhanden waren, ließ dann mitteilen, daß die Anzahl begrenzt sei und rief die Pelzchen als Tauschmittel aus. Bald stritten sich die kleinen Leute darüber, wieviel Pelzchen eine Übernachtung oder eine Mahlzeit im Hause eines anderen wert sein müßte. Wirklich, es gab sogar einige Fälle von Pelzchenraub! An dämmrigen Abenden fühlte man sich draußen nicht mehr sicher, an Abenden, an denen früher die Swabedoodahs gern im Park oder auf den Straßen spazieren gegangen waren, um einander zu grüßen, um sich warme, weiche Pelzchen zu schenken.

Oben am Waldrand saß der große, grüne Kobold, beobachtete alles und rieb sich die Hände. 


Das schlimmste von allem geschah ein wenig später. An der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu verändern. Viele beklagten sich über Schmerzen in den Schultern und im Rücken. und mit der Zeit befiel immer mehr Swabedoodahs eine Krankheit, die Rückgraterweichung genannt wird. Die kleinen Leute liefen gebückt und in schweren Fällen bis zum Boden geneigt umher. Die Pelzchenbeutel schleiften auf der Erde. Viele fingen an zu glauben, daß die Ursache ihrer Krankheit das Gewicht der Beutel sei, und daß es besser wäre, die im Hause zu lassen und dort einzuschließen. Es dauerte nicht lange, und man konnte kaum noch einen Swabedoodah mit einem Pelzbeutel auf dem Rücken antreffen.

Der große, grüne Kobold war mit dem Ergebnis seiner Lüge sehr zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so handeln und fühlen würden wie er selbst, wie das fast immer der Fall war, selbstsüchtige Gedanken hatte. Sie hatten so gehandelt! Und der Kobold fühlte sich sehr erfolgreich. Er kam jetzt häufiger einmal in das Dorf der kleinen Leute. Aber niemand grüßte ihn mit einem Lächeln, niemand bot ihm ein Pelzchen an. Stattdessen wurde er mißtrauisch angestarrt, genauso, wie sich die kleinen Leute untereinander anstarrten. Dem Kobold gefiel das gut. Für ihn bedeutet dieses Verhalten die "wirkliche Welt"!

In Swabedoo ereignete sich mit der Zeit immer schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraterweichung, vielleicht aber auch deshalb, weil ihnen niemand mehr ein warmes, weiches Pelzchen gab - wer weiß es genau? - starben einige Leute in Swabedoo. Nun war alles Glück aus dem Dorf verschwunden. Die Trauer war groß.

Als der große, grüne Kobold davon hörte, war es richtig erschrocken. "Das wollte ich nicht", sagte er zu sich selbst, "das wollte ich bestimmt nicht. Ich wollte ihnen doch nur zeigen, wie die Welt wirklich ist. Aber ich habe ihnen nicht den Tod gewünscht." Er überlegte, was man nun machen könnte, und es fiel ihm auch etwas ein.

Tief in seiner Höhle hatte der Kobold eine Mine mit kaltem, stacheligem Gestein entdeckt. Er hatte viele jahre damit verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben und sie in einer Grube einzulagern. Er liebte dieses Gestein. weil es so schön kalt war und so angenehm prickelte, wenn er es anfaßte. Aber nicht nur das: er liebte diese Steine auch deshalb, weil sie alle ihm gehörten und immer, wenn er davor saß und sie ansah, war das Bewußtsein, einen großen Reichtum zu besitzen für den _Kobold ein schönes, befriedigendes Gefühl.

Doch jetzt, als er das Elend der kleinen Swabedoohs sah, beschloß er, seinen Steinreichtum mit ihnen zu teilen. Er füllte unzählige Säckchen mit kalten, stacheligen Steinen, packte die Säckchen auf einen großen Handkarren und zog damit nach Swabedoo. Wie froh waren die kleinen Leute, als sie die stacheligen, kalten Steine sahen! Sie nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie wieder etwas, was sie sich schenken konnten. Nur: wenn sie einem anderen einen kalten, stacheligen Stein gaben, um ihm zu sagen, daß sie ihn mochten, dann war in ihrer Hand und auch in der Hand desjenigen, der den Stein geschenkt bekam, ein unangenehmes, kaltes Gefühl. Es machte nicht so viel Spaß, kalte, stachelige Steine zu verschenken wie warme, weiche Pelzchen. Immer hatte man ein eigenartiges Ziehen im Herzen, wenn man einen stacheligen Stein bekam. Man war sich nicht ganz sicher, was der Schenkende damit eigentlich meinte. Der Beschenkte blieb oft verwirrt und mit leicht zerstochenen Fingern zurück.

So geschah es, nach und nach, immer häufiger, daß ein kleiner Swabedoodah unter sein Bett kroch, den Beutel mit den warmen, weichen Pelzchen hervorzog, sie an der Sonne ein wenig auslüftete, und, wenn einer ihm einen Stein schenkte, ein warmes, weiches Pelzchen dafür zurückgab. Wie leuchteten dann die Augen des Beschenkten! Ja, mancher lief schnell in sein Haus zurück, kramte den Pelzbeutel hervor, um auch an Stelle des stacheligen Steines ein Pelzchen zurückzuschenken. Man warf die Steine nicht fort. oh nein! Es holten auch nicht alle Swabedoodahs ihre Pelzbeutelchen wieder hervor. Die grauen, stacheligen Steingedanken hatten sich zu feste in den Köpfen der kleinen Leute eingenistet. Man konnte aus den Bemerkungen heraushören: Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter? Wie kann ich wissen, ob meine Pelzchen wirklich erwünscht sind? Ich gab ein warmes, weiches Pelzchen, und was bekam ich dafür? Einen kalten, stacheligen Stein! Das soll mir nicht noch einmal passieren. Man weiß nie, woran man ist: heute Pelzchen, morgen Steine. 

Wahrscheinlich wären wohl alle kleinen Leute von Swabedoo gern zurückgekehrt zu dem, was bei ihren Großeltern noch ganz natürlich war. Mancher sah auf die Säckchen in einer Ecke seines Zimmers, angefüllt mit kalten, stacheligen Steinen, auf diese Säckchen, die ganz eklig waren und so schwer, daß man sie nicht mitnehmen konnte. Häufig hatte man nicht einmal einen Stein zum Verschenken bei sich, wenn man einem Freund begegnete. Dann wünschte der kleine Swabedoohda sich im geheimen und ohne es je laut zu sagen, daß jemand kommen möge, um ihm warme, weiche Pelzchen zu schenken. In seinen Träumen stellte er sich vor, wie sie alle auf der Straße mit einem fröhlichen, lachenden Gesicht herumgingen und sich untereinander Pelzchen schenkten, wie in den alten Tagen. Wenn er dann aufwachte, hielt ihn aber immer etwas davon zurück, es auch wirklich zu tun. Gewöhnlich war es das, daß es hinausging und sah, wie die Welt "wirklich ist"!

Das ist der Grund, warum das Verschenken von warmen, weichen Pelzchen nur noch selten geschieht, und niemand tut es in aller Öffentlichkeit. Man tut es im geheimen und ohne darüber zu sprechen. Aber es geschieht! - Hier und dort, immer wieder. Ob Du vielleicht auch eines Tages...?

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Beitragvon miljas » 10.12.2009, 14:31

Hallo,

@toggle: Danke für das Märchen.
Gestern beobachte ich beim "Chinesen", wie die Verkäuferin sich über ein kleines Kind auf dem Arm seiner Mutter freute und ihm einen Keks aus einer großen dänischen Keksdose anbot. Und heute war nach Monaten einer Pause wieder einmal Fahrscheinkontrolle in der S-Bahn. Ich habe zwar meistens einen Fahrschein dabei, weil ich 'ne Monatskarte habe. Dennoch sind mir diese Aktionen immer unerfreulich. Da sich die S-Bahn in diesem Jahr überhaupt nicht mit Ruhm bekleckert hat, waren wohl die Kontrollen ausgesetzt worden. Und ich dachte, daß es wenigstens bis Weihnachten gemütlich bleibt... bis zum Fest der Liebe....


[align=center]Bild[/align]

(Das Original gibt es im Netz leider nur in schlechter Tonqualität, dieses Nachspiel finde ich annehmbar gut.)

Viele Grüße - miljas :t252: :t252: :xmas_43: :xmas_40:
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Beitragvon Starlight » 10.12.2009, 20:41

Ja, das ist eine schöne Geschichte.....und so wahr, wie aus dem richtigem Leben...... :t112:

LGS :t291:
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Beitragvon La Donna mobile » 10.12.2009, 21:56

Bild

Hallo Leute,

tut mir echt leid, aber ich bin derzeit nicht im Stress, oh nein, ich hab nur sehr wenig Zeit!
Nachdem ich die Weihnachtsbäckerei vorläufig abgeschlossen habe und auch meine Großputzarbeiten - tjaaaha, ist halt so in meiner Altersklasse - weitestgehend erledigt habe, gibt andernorts Engpässe, was heißt, dass meine Kollegin erkrankt ist und ich Mehrarbeit habe. Und das Ende vom Lied ist, dass ich dann abends halt ziemlich fix und alle bin oder besser gesagt, einfach nur steinmüde. Aber das wird spätestens nächste Woche ab Donnerstag besser, denn da beginnt der Weihnachtsurlaub.

Gottlob ist dank Internet der Weihnachtseinkauf kein großes Problem mehr. Also große Wege bleiben einem bei Zeitmangel wenigstens erspart, aber auch die würde ich als Weihnachtsfan auf mich nehmen. Die Weihnachtsmärkte in der näheren Umgebung haben wir schon besucht, Glühwein getrunken und leckeres Zeugs gegessen und so warte ich nur noch auf etwas mehr Ruhe und Zeit. Aber das kommt auch noch -

the same procedure as every year!

Bild

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Beitragvon toggle bis 12. Jan. 2012 » 11.12.2009, 00:17

Na, dann mach dir bloß nicht zu viel Streß, sonst gehts dir am Ende wie mir letzte Woche ;-) ! Nee, paß mal gut auf dich auf!

LG
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Beitragvon miljas » 11.12.2009, 02:14

Hallo,

nette Bildchen, Donna.
Ich war vorgestern auch spontan auf einem Weihmarkt.
Mal sehen, ob etwas Vorzeigbares bei den Fotos dabei ist - demnächst in diesem Programm hier...

[align=center]Bild[/align]

Was ist das ??? In der Jahreszeit vertan ?... ;)
Nein, das ist "Clown Ferdinand". Er kreuzte immer in der Weihnachtszeit im TV und bei einer Revue im Friedrichstadtpalast auf. Er war recht lustig, mit einer gelben Sonnenblume am Revers. Daß es ein Tscheche war, konnte man hören. Aber all die Zusammenhänge und Filme, vor allem auch die aus den 70er, aus denen der Vorspann bei Youtube stammt, kannte ich nicht. Dank Internet kann man etwas schneller recherchieren - der Clowndarsteller Jiří Vrstala lebte 1920-1999 ( http://www.clown-ferdinand.com/ ).
Leider ist diese Figur insgesamt etwas ins Vergessensein gebracht... - schon seit 1983 mit der Eröffnung des neuen Friedrichstadtpalastes trat er nicht mehr auf. Da war er rechnerisch 63 Jahre alt. Aber es wurde natürlich alles "moderner"...

Und da nun ein verdienter Tscheche bisher so dünn vertreten ist auf Youtube hier ein vollwertiger Ersatz:
[align=center]Playliste: Pan Tau (eine Folge, mit Weihnachten !!)[/align]
(Der Erfinder von "Clown Ferdinand", Regisseur Jindrich Polák, hat auch an den Pan Tau-Geschichten mitgearbeitet.)

Viele Grüße - miljas :t252: :t252: :t221: :line_09: :typo_114:

PS: In Vrstalas Biographie ist zu lesen, daß er Mitte der 60er seinen Wohnsitz nach Ostberlin verlegte. Und daß er von 66-75 mit Angelika Domröse verheiratet war. Oha! Das ist diese Frau hier:
[align=center]"Die Legende von Paul und Paula" (DEFA, 1973)
..."Mensch, is det heiß!"... ;-)
[/align]
[align=right]:t278: Zum INHALTsverzeichnis des Offenen Kommunikationsforums[/align]
Zuletzt geändert von miljas am 13.12.2009, 02:41, insgesamt 1-mal geändert.
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