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12.10.2012, 10:59

Hallo,

die Natur geht oft andere Wege als der Mensch (so eigensinnig ist sie... :-))
Wenn ich mir vorstelle, daß alle jetzt fallenden Blätter "Mehrweg"-Blätter wären...
(dann müßten die Bäume dafür sorgen, daß die Blätter trocken und möglichst vollständig
über den Winter kommen; dann müßten die Bäume Arme und Hände haben, um sie im
Frühjahr wieder anzu"kleben"; und jedes Blatt wieder genau an seinen Platz...) :-)

Ich weiß nicht genau, wer es war - aber es ging einmal ein Mensch auf einem Weg, sah
am Wegesrand eine weggeworfene Plastikflasche liegen und erpfand die "Einwegpfandflasche".
Daß diese Erfindung bewirken sollte, daß die Getränke zu 80% wieder in Mehrwegpfandpflaschen
kommen sollen, wußte ich nicht. Es ist jedoch seit Einführung dieser Einweg... alles schwieriger
und schlechter geworden. Man blickt nicht mehr durch als Kunde, der Mehrweg-Anteil ist weiter
abgesunken auf nur noch 38% und es werden alle möglichen Tricks gesucht und gefunden, um
trotz Pfandgesetz noch mehr pfandlose Einwegflaschen unter die Leute zu bringen.

Pfandflaschen: Chaos statt Wiederverwendung (BR) 9:34 min

Manchmal finde ich eine "Einwegpfandflasche" und wenn das E... (wie schreibt man das?: [spoil]Etikett[/spoil] - picobello ist... immerhin 25 Cent (50 Pfennige) leicht verdientes Geld... :-)

PS.:
Neben der berechtigten Kritik wird allerdings in dem Beitrag auch kein Vorschlag einer besseren
Lösung gemacht.
Sicher, das ist nicht so einfach. Die Erfindung der Plastikflasche war schon ein...
"grausames Verbrechen"...
Aber es gibt keine Verbote für
erstens weitere und bessere Erfindungen und
zweitens Verbesserungen bei regulativen Eingriffen.
Zum Beispiel: Mehrweg irgendwie so fördern, daß vorwiegend Behältnisse (Flaschen aus Glas und
spezielle Plastikflaschen) mit den Getränken aus und in der Verkaufsregion abgefüllt werden und
vielleicht ein Fonds mit attraktiven Gewinnen für Nutzer von Mehrweg-Getränkeflaschen. Eine
Belohnung ist immer besser, als eine Bestrafung. Beim Pfand ist es mehr eine neutrale
"Veranstaltung" - erst wird man bestraft mit der Zahlung des Pfandes, dann wird man belohnt,
indem man es zurückerhält.
Die Meckerei von dem Getränkegroßhändler laß ich nicht gelten. Er müßte so und so die Flaschen
wieder transportieren - auch wenn es Mehrwegflaschen wären. Die einzige Schwierigkeit für ihn
ist vielleicht, daß er (erheblich) mehr Flaschen zurücknehmen und transportieren muß, als er selbst
verkauft. Aber dafür gibt es wohl Gegenrechnungsmöglichkeiten im Gesamtvertriebsnetz, so daß
er hoffentlich keine Miesen machen muß.

PS.2:
Auf der Buchmesse ist der Herr Kachelmann mit seinem Verlag einer der Hauptdarsteller.
Es ist natürlich schwierig, Partei zu ergreifen und das werde ich auch nicht, weil nicht
nachgewiesen werden konnte, wer die Wahr- und wer die Unwahrheit in dem Justizifall
sagte. Daß im Umfeld alle möglichen Dinge noch geschahen - das ist natürlich auch ein
Ausdruck des allgemeinen Zustandes von Lebensstil, von Justizsystem und Medien in diesem
Land. Und nun gehen die Auseinandersetzungen weiter - bitte, das ist ja jedem unbenommen.
Wenn man will, kann man bei jeder Gelegenheit, einschließlich Einkauf im Supermarkt oder
Zufallsbegegnung am Pissoir, die Dinge klar stellen. Wenn man einmal in der Öffentlichkeit ist
und nicht wieder raus will...

In dem Kachelmannschen Buch mußte der Name seiner Ex-Freundin mehrere Male gestrichen
werden. Betroffen waren davon 383 Seiten, wobei es auf einzelnen Seiten
bis zur fünffachen Nennung kam. Der Vorname wird ja nun immer in allen Artikeln und
Interviews genannt. Und alles weitere... Tja, wenn man seinen Namen selbst in der "bunten"
Öffentlichkeit bekannt gibt... kann man dennoch verbieten lassen, daß er in einem Buch steht.
Ich weiß nicht, wie oft der Name von Herrn Kachelmann in diesem Buch gedruckt wurde.
Vermutlich würde er auch in einer größeren Anzahl in einem entsprechenden Buch von ihr
erscheinen (keine Ahnung, ob es ein solches Vorhaben gibt, ich habe nur gelesen, daß der Fall
verfilmt werden soll). Wobei bei Herrn Kachelmann die Schwierigkeit darin besteht, daß man
seinen Namen nun schon länger kennt (seine Wetterberichte wurden nie angesagt: "Und nun das
Wetter, mit Herrn Jörg K. ..." :-)).

PS.3:
Michail Chodorkowski meldet sich aus dem Gefängnis (Text, HR)
(Anmerkung: Karelien liegt nördlich von St. Petersburg, in der Nachbarschaft Finnlands - viel Wasser
und Wald.)

12.10.2012, 10:59

13.10.2012, 09:20

Hallo,

eine beeindruckende Fotostrecke vom Transport der US-Shuttles an ihre musealen Abstellplätze:

Die letzte Reise der Raumfähre "Endeavour" (zum nachfolgendem Bild einfach ins Foto klicken!) (ARD)

(der Name ist schon witzig in dem Zusammenhang: ENDE avour) :-)

PS.:

Martin Buchholz hat geschrieben:Nobel geht Europa
zugrunde


Nun also ist die Europäische Union friedensgenobelt. Und das zu einem Zeitpunkt
des größten europäischen Unfriedens. Da feiert die nationalistische Hetze gerade
wieder ein hemmungsloses Comeback, sowohl bei uns als auch in den südlichen
Ländern -- und ich denke hier vornehmlich an Bayern. Das politische Sprachrohr
dieser Dumpfköpfigkeit ist jener CSU-General, der ständig seinen Geifer absondert,
also hemmungslos generalsekretet. Aus dem europäischen Stier, wie ihn der olle
Zeus einst in Mode brachte, wurde ein bayrischer Ochse namens Doofrind, oder
so ähnlich.

Der Euro, der eigentlich das Symbol der europäischen Einigung sein sollte, wurde
umgemünzt in einen falschen Fuffziger, der den Völkerhaß auf diesem Kontinent
erst so richtig hochkochen ließ und läßt. Von einer europäischen Vereinigung ist
da wenig zu spüren. Genauer gesagt: Nichts! Da ist nichts mehr geblieben, von
dem schönen gemeinsamen Gefühl, daß wir alle Europäer sind. Und gerade für
etliche Deutsche meiner Generation war Europa immer ein Zufluchtsort. Da fanden
wir politisches Asyl, wenn man uns zu Hause verfolgte mit dem dumpfbräsigen
Gedöns, daß wir gefälligst stolz zu sein hätten, Deutsche zu sein. Besonders
augenfällig wird dieser Stolz, wenn er schwarzrotgold umrandet immer mal wieder
von den Titelseiten der BILD-Zeitung vorschlaghammermäßig in die nationalen
Schrumpfhirne gedonnert wird.

Erst am Mittwoch hat dieses Blatt mal wieder völkisch scharf beobachtet, was des
Volkes Maul am Stammtisch von sich gibt: "Griechenland, es reicht!" So das
Ultimatum des BILD-Kommentators, als die deutsche Kanzlerin bei ihrem
Griechenland-Besuch nicht auf weißen Rosen aus Athen gebettet wurde und der
Massenjubel eher zu wünschen übrig ließ. "Undankbarer geht es nicht. Es reicht!...
Das Griechenland, das sich gestern mitten in Athen zeigte, gehört nicht in den Euro."

Was wollte die Kanzlerin eigentlich in Griechenland? Aus der Ferne kann sie dieses
Land doch viel besser regieren. Mit etwas Abstand kann sie auch effektiver die
Peitsche ihrer Spardiktatur schwingen. Dann muß sie sich zumindest nicht
mitanhören, wie dieses undankbare Schmarotzerpack unter ihren Hieben jammert
und jault. Bloß weil es mal lernen soll, wie es ist, weit unterhalb der Hartz-IV-Basis
zu vegetieren.

Die Arbeitslosen in Griechenland kriegen ja nur noch ein Jahr lang Arbeitslosengeld
-- und von dem können sie nicht leben und nicht sterben. Was heißt können? Die
wollen nicht, zumindest nicht sterben. Da sieht man wieder diesen ausgeprägten
Egoismus der Griechen gegenüber uns deutschen Mit-Europäern. Ein kollektiver
griechischer Massen-Suizid wäre ein Zeichen der Solidarität, das den
gesamteuropäischen Interessen, wie sie die Kanzlerin immer wieder anmahnt,
sehr entgegenkäme. Um den Griechen diese finale Entscheidung zu erleichtern,
wurde auf Anordnung der Troika jedes weitere soziale Almosen gestrichen. Nach
einem Jahr Arbeitslosigkeit gibt es keinen Cent mehr. Das sollte zur Abschreckung
dienen, aber nee, was geschieht? Da liegen die Arbeitslosen nun massenhaft auf
der Straße -- nicht nur in Griechenland, sondern in ganz Südeuropa, und was machen
sie dort aus lauter Langeweile? Jawohl, sie vermehren sich. Und das auf offener Straße
in aller Schamlosigkeit.

Deshalb sind ja viele Deutsche nach wie vor der Meinung, es sei ein Fehler gewesen,
in Afghanistan einzumarschieren, wo Griechenland sehr viel näher gelegen hätte.
Zumal wir uns dort von früher her schon ein bißchen auskannten. Zugegeben, dieser
naheliegende deutsche Gedanke ist vielleicht nicht ganz im Sinne des
Friedensnobelpreises, aber schließlich haben wir den auch nicht bekommen.
So wird bei der Verleihung am 10. Dezember in Oslo auch nicht die wahre Herrscherin
über diesen Kontinent den Preis entgegennehmen, obwohl sie als europäische
Sado-Maso-Queen jedes Vorrecht dazu hätte. Eine schreiende Ungerechtigkeit.
Vielleicht sollten wir auch in Norwegen mal wieder mit einer größeren deutschen
Reisegruppe vorbeischauen ...



Er weiß immer alles besser, dieser Martin Buchholz - ein richtiger "Besserwessi"... :-)

So, nun habe ich auch einmal mein Quantum "Volksverhetzung" abgesondert, bevor
auch ich noch kollabiere. Und damit das vollkommen klar ist: Ich will meinen
(ganz persönlichen) Kaiser Wilhelm wieder haben! (Aber nicht vor 3099!) :-)

Vielleicht noch ganz passend dazu, weil irisch, deutsch, italienisch, europäisch überlappend:
Gestern gewann D:Irland mit 6:1 und bereits vor dem Spiel fand ein Interview mit
dem Trainer von Irland, mit G.T., statt:

Marcus Bark (ARD-Sportredaktion) hat geschrieben:Giovanni Trapattoni war etwa eine Stunde vorher von einem irischen Journalisten
gefragt worden, warum er sich das mit seinen 73 Jahren noch antue, eine Mannschaft
mit solch limitierten Fußballern zu trainieren. "Ich bin stolz auf das Team", antwortete
der Italiener und verwies auf viele verletzte Spieler aus der ersten Reihe. Dann stellte
er die Gegenfrage, warum der Journalist nur für eine wenig bedeutende Zeitung arbeite.
"Ich brauche das Geld. Brauchen Sie auch das Geld?", entgegnete der Reporter
respektlos. Trapattoni war außer sich, hämmerte mit der Hand auf den Tisch. Wenn er
des Englischen mächtiger wäre, hätte eine zweite "Was-erlauben-Struuunz?"-Wutrede
folgen können, aber so verwies er nur auf seine Titel, die er in vier verschiedenen
Ländern gewonnen habe und kündigte an, dass seine Mannschaft am Dienstag
(16.10.12) auf den Färöer wieder mit Leidenschaft um die Qualifikation für die
Weltmeisterschaft 2014 streiten werde.


PS.2:

Und schon wieder eine "Gerichtsverhandlung" mit einem Plädoyeeeeeah! Yeah! Yeah!!! (Text, ARD)

"Dabei könnten Frauen nach den Wechseljahren ungestraft junge Liebhaber
haben - 'wenn sie es wollen, genau wie der Mann, was ja sehr gut ist'",
sagt Marianne Sägebrecht.

Ja, gönne ich ihnen. :-)

Wenn man es anders ausdrückt, dann sind Frauen nach den Wechseljahren ein
"Verhütungsmittel" ???

Und der alte Mann ...
und das ... Jungfrauenmeer... - da ist nix mit
natürlich-biologischen Verhütungsmechanismen!
Schlimm, schlimm, schlimm... :-)

15.10.2012, 12:19

Hallo,

Felix Baumgartner hat es geschafft.
Er ist aus einer Höhe von 39.000 m mit dem Fallschirm abgesprungen.
Daß er dann unterwegs wohl tatsächlich Überschallgeschwindigkeit erreichte, ist mir persönlich
nicht so wichtig. Aber es ist ja die Frage, wie man von dort oben über die gesamte Distanz
wieder herunterkommt. Wenn man den Fallschirm bereits in den oberen Bereichen öffnet, dann
würde sich ein solcher Sprung sehr lange hinziehen und die Sauerstoffversorgung muß bis
5000 oder 6000 m gewährleistet werden (das Problem ist von Besteigungen der 8000er Berggipfel
bekannt). Aber das sind technische Probleme, die natürlich die Experten beantworten können - für
Baumgartner war es vorrangig eine sportliche Herausforderung. Die Überschallgeschwindigkeit
zu ertragen und zu meistern ist ganz sicher eine herausragende sportliche Leistung.
Kurzzeitig kam Baumgartner ins Trudeln. Daß es dann wieder stabil wurde, hat er durch sein
Können erreicht.

Billig ist eine solches Unernehmung natürlich nicht - 50 Mio € soll es gekostet haben.
Das hat eine österreichische Firma bezahlt (die kennt aber kaum jemand, deshalb nenne ich
ihren Namen nicht :-)).

Was ich in dem Zusammenhang auch interessant finde, ist der Ballon.
Der war mit Helium gefüllt und hat neben Felix Baumgartner selbst auch die Transportkapsel
in die Höhe befördert. Ich denke, das werden schon ein "paar Kilo" gewesen sein. Die Kapsel
soll auch zurückgekehrt sein (mit Fallschirm?). Die Ballonhülle ist sehr dünn (jemand sprach
von 2/100 ...) (mm ?).
Als bei einem der ersten Versuche ein Windstoß den Ballon beim Befüllen auf den Boden
drückte und ihn darüber hinweg schleifte, mußte dieser Startversuch abgebrochen werden.

Felix Baumgartner hat geschrieben:Ich wollte schon immer an der Spitze stehen.
Mein ganzes Leben ist darauf ausgerichtet, dort hinzukommen.
Aber je höher du kommst, desto tiefer fällst du.
Davor fürchten sich die meisten Leute.
Ich nicht.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Zu steigenden Energiepreisen hat ein Herr Schurig interessante Argumente gebracht.
Stefan Schurig hat geschrieben:Je eher wir die Energiewende vorantreiben, desto schneller sind die Preissteigerungen zu Ende


[url=http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/24741530/3cc1a4/Kosten-für-Öko-Energie-haben-sich-halbiert.html]"Kosten für Öko-Energie haben sich halbiert" (Text, ZDF)[/url]

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Auf der Buchmesse in Frankfurt hat ein Chinese den Friedenspreis des deutschen Buchhandels
bekommen.

Liao Yiwu: "Das Imperium muss auseinanderbrechen" (Text, HR)

Der Mann hat 4 Jahre im Gefängnis gelitten, weil er einige Stunden vor dem
Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens ein Gedicht mit dem Titel "Das Massaker"
geschrieben hatte.

Eine gute Woche und

15.10.2012, 17:03

Ich kann mit dem ganzen Baumgartner-Gedöns nichts anfangen.
Muss man das machen? Braucht die Welt das? Was, wenn das Unternehmen jetzt in die Hecken gegangen bzw. dieser Mensch nicht lebendig heruntergekommen wäre? Hätte sich das dann alles gelohnt? Ich weiß nicht... Ich versteh' ja schon nicht, warum man auf 7- und 8- und noch-mehr-Tausender steigen muss. Schön teuer sind dann ja immer die Rettungsaktionen, wenn das Schicksal zuschlägt. Was zum Henker will man dort? Ich denke, es ist wie eine Sucht. Aber egal - ich brauch' es nicht. Jedem das seine und mir das meiste!

Alla - in diesem Sinne,

die Donna Bild

17.10.2012, 11:06

Hallo, liebe Donna,

Entschuldigung, daß ich nun bei dem "Gedöns" etwas mitmachte.
Es gibt ja viele "Spektakel", die sehr riskant sind, viel Geld kosten und man sich fragt: "Was soll
das eigentlich?"
Speziell bei dem Mann habe ich wahrscheinlich eine besondere Sympathie
entwickelt, weil mir diese Mischung aus körperlicher Höchstleistung und ein wenig Anarchie
(Springen von den hohen Bauwerken mit Spezialfallschirmen) gefällt. Wie er vom Hubschrauber
auf das Dach des höchsten Hauses Skandinaviens (in Malmö) gesprungen ist, und von dort dann
hinunter auf die Straße mit einem zweiten Fallschirm, wo ihn ein Motorradfahrer aufnahm,
der mit ihm zu einem Schnellboot fuhr, mit dem er nach Dänemark gebracht wurde- das finde
ich schon insgesamt alles recht amüsant. Ein wenig die "ach, so heile Welt" der
"Durchorganisierten" durcheinanderbringen... Es entsteht ja niemandem ein Schaden, wenn
ein Profi, wie Baumgartner, diese extremen Leistungen schafft. Man will sich natürlich vor
allen möglichen selbstüberschätzenden Scharlatanen und dem dann folgenden schlechten
Ruf/Imgage schützen und verbietet so etwas kurzerhand generell. Das ist ein Muster, das so,
oder in abgewandelter Form, weit verbreitet ist.

Als "Sucht"... kann man das bezeichnen, aber es ist natürlich auch ein recht negativ besetzer
Begriff. Vielleicht hier eher "Leidenschaft"/"Begeisterung"?.
Wie soll man es werten, ob es nun gut oder schlecht ist, wenn sich jemand einem erhöhten
Risiko (für Gesundheit und Leben) aussetzt? Ich meine, es kommt ja nun alles von der Artistik
und der Spielfreude her. Wer vor uns hat nicht irgendwann einmal auf einer Begrenzungsmauer
(also auf einer niedrigen, zum Beispiel in einem Park) oder auf einer hohen - dann haben die
Eltern die Hand gereicht, sozusagen als "Sicherheitsstellung" - balanciert? Radfahren, Rollerfahren,
Skifahren, Schwimmen zum Beispiel - sind auch Artistik, Balanceakte - obgleich nicht mit so
hohem Schwierigkeitsgrad, und deshalb für fast jeden erlernbar. Und Zirkus...

Ja, in diesem Fall ist nun wirklich die Frage, ob es unbedingt mit diesem freien Fall bis in den
Bereich des Überschalls hinein sein mußte? Mir hätte besser gefallen, wenn Eindrücke
des Sprunges aus dieser extremen Höhe umfassend vermittelt worden wären. Baumgärtner hätte
ja schon von dort oben mit dem Schirm gebremst fallen und per mitgeführter Kamera seine
Eindrücke, auch kommentiert, an die Zuschauer geben können. Es kann natürlich sein, daß auch
der Sponsor besonderen Wert auf diese weiteren Rekorde legte. Das weiß ich nicht.

Interessant ist nun - so wie es konkret abgelaufen ist - daß Baumgartner trotz des optimalen
Absprungs von dieser Ballon-Kapsel (die Rede ist von einem "guten Winkel") danach ins Trudeln
geriet. Ich kenne mich mit diesem Sport nicht aus, aber der Fehler muß ja nun von ihm
selbst oder von der Ausrüstung, oder von äußeren Einflüssen, oder von allem zusammen,
verursacht worden sein. Vielleicht bringt die Analyse des Geschehens noch einen wichtigen
Punkt ans Licht, was unbedingt geändert werden muß.

Ein solcher Schutzanzug ist eine interessante (technische) Entwicklung.
Ein US-Astronaut hat das schon aufmerksam beobachtet und sich so geäußert, daß der Anzug
von Baumgartner mehr Beweglichkeit bietet, als diejenigen der Astronauten, die sie tragen,
wenn sie einmal im freien Raum tätig werden müssen (zu Reparaturzwecken). Vielleicht kommt
es nun zu Entwicklungen, die in dieser Frage einen weitergehenden Nutzen bringen werden.
Die allgemeinen Statements der Wissenschaftler sollen wohl eher skeptisch sein, aber vielleicht
spielt da auch ein wenig Ignoranz eine Rolle, daß man mit seinen eigenen Arbeiten selbst alles
voll im Griff hat, und daß der "private Spielmatz" nur "heiße Luft" produziert, zumindest nichts
wesentlich Neues.

18.10.2012, 02:12

Hallo,

wir haben Herbst.
Da fallen die Blätter ... aus den Doktorarbeiten ...
(Probleme kann es aber zu allen Jahreszeiten geben - es sind auch schon Blätter im
Frühjahr herausgewachsen, im Winter können sie abfrieren und im Sommer vertrocknen.)
Neue Anweisung der Bundesregierung an alle Minister (gibt es diese Anweisung schon?):
"Nach Ernennung zum Minister und bei Betreten der Dienstgebäude sind jegliche
Doktortitel bis zum Amtsende beim Pförtner abzugeben."

Geschäftsmodell Plagiatsbereiniger (Text, ARD; Video von dort erreichbar)

Die armen Doktoranden - erst müssen sie korrekt zitieren und dann müssen sie zittern
oder einen Haufen Geld ausgeben.
Das ist doch alles ein Riesenhaufen Schnee!
Was interessieren mich denn die Hundertausend Zitate oder Nichtzitate in einer Doktorarbeit?
Wenn nichts weiter drin steht als nur Zitate, dann natürlich schon.
Entscheidend ist doch mindestens ein originärer Gedanke bzw. eine Erkenntnis.
(Und je nach Gewicht dieser - wenn es dann mehrere wären, auch gut bzw. erforderlich.)
Und diese Gedanken und Erkenntnisse sollte man doch am besten ganz deutlich kennzeichnen!
Dann könnte man solche Doktorarbeiten auch schnell und sicherer bewerten.
Der Zitierkram drumherum... Geschenkt!
(Es sei denn, die zitierten Autoren legen Wert darauf. Aber warum soll das eigentlich
ein Doktorvater und Gutachter alles durchprüfen? Wenn sie die neuen Ideen abprüfen
und mit Sicherheit identifizieren, haben sie genug zu tun
. Und das sollte das Wesentliche
für diese Leute sein. Alles andere ist Sache des Stils, der Umgangsformen und wenn es
um Urheberrechte geht und es zu keiner befriedigenden Einigung kommt, dann letztlich
eine Frage der gerichtlichen Auseinandersetzung.)

(Möglicherweise besteht das Problem gerade darin, daß zu wenige von den Kandidaten
wirklich eigene Gedanken und Erkenntnisse haben und vor allem deshalb ein solch korrekter,
inkorrekter oder gemischter Zitierumfang produziert wird.
Und vielleicht auch produziert werden muß... (?), denn wenn in einer Uni keine Doktoren
"entstehen", dann fragt sich die gesamte Wissenschaftswelt, was denn das für eine
"unvollkommene" und "schlechte" Uni sei.
Wie sagt man: "Gelegenheit macht Diebe".)

18.10.2012, 18:55

Hallo,

heute gab es im Bundestag eine Regierungserklärung zu Griechenland und den europäischen
Finanzproblemen (morgen ist ein EU-Gipfel, auf dem diese Fragen wieder obenan
stehen). Da die SPD den höchstwahrscheinlichen Kanzlerkandidaten
Peer Steinbrück zum Rednerpult schickte, war diese Veranstaltung noch interessanter
als üblicherweise. Zu dem unausgesprochenen Wahlkampf-Hintergrund und wie das nun
ausgegangen ist, will ich hier nichts Ausführliches sagen. Nur eine bissig-witzige Bemerkung
soll hier erwähnt und kommentiert werden:

Georg Schwarte, NDR, ARD-Berlin hat geschrieben:Und dieses Kanzlerformat spricht Rainer Brüderle, der FDP-Einpeitscher
mit Hang zur Büttenrede, Steinbrück später ab, indem er dessen lukrative
Nebentätigkeiten anspricht. "Ich wollte dazu eigentlich nichts mehr sagen, aber nach
Ihrer Rede muss ich doch eines betonen, Herr Kollege Steinbrück: Bundeskanzler ist
keine Nebentätigkeit."


Ja, so kann man sich irren! - Ich dachte immer, daß die Bundeskanzlerin-Tätigkeit ein
400-Euro-Job ist. ... im Zuge der allgemeinen Einsparungen mit Agenda 2010 ... und der Mann
von Frau Merkel hat doch einen gut bezahlten Job... und ihr macht es Spaß -
das ist doch die Hauptsache! :-)

18.10.2012, 20:39

miljas hat geschrieben:Hallo, liebe Donna,

Entschuldigung, daß ich nun bei dem "Gedöns" etwas mitmachte.
Es gibt ja viele "Spektakel", die sehr riskant sind, viel Geld kosten und man sich fragt: "Was soll
das eigentlich?"
......................................................
Die allgemeinen Statements der Wissenschaftler sollen wohl eher skeptisch sein, aber vielleicht
spielt da auch ein wenig Ignoranz eine Rolle, daß man mit seinen eigenen Arbeiten selbst alles
voll im Griff hat, und daß der "private Spielmatz" nur "heiße Luft" produziert, zumindest nichts
wesentlich Neues.


Hei miljas,

ach, du hast ja mit allem so Recht. Wahrscheinlich liegt es nur an meiner derzeit etwas negativen Einstellung,
dass ich alles etwas streng sehe. Wie auch immer - du siehst die Dinge schon richtig, das passt schon.

Wahrscheinlich war auch dieses ganze Unternehmen unfall- und versicherungstechnisch dermaßen abgesichert,
dass man sich gar keine Gedanken - Sorgen möchte ich nicht sagen - zu machen brauchte.
Ich denke halt oft an diese Bergsteiger, die wirklich bei Schnee und Eis in, auf und neben den Gletschern herumlatschen müssen,
dann abstürzen und dann ist das Geschrei groß. Wirklich, das sehe ich total erbarmungslos und nüchtern.
*****************************************

Das Wetter ist derzeit herrlich, nicht wahr? Ich freue mich ganz besonders, dass man nicht schon so viel heizen muss,
aber ich denke, da bin ich fürwahr nicht alleine. Der Winter ist auch so noch lang genug und ich muss immer schmunzeln,
wenn ich diverse Damen und / oder Mädels bei diesem doch wirklich frühlingshaften Temperaturen
schon in ihren neuen Winterstiefelchen herumlaufen sehe. Mei - wie ich schon sagte - , ich bin froh, wenn ich sie noch nicht brauche,
und seien sie auch noch so schick.

Alla -
für heute war's das von der

Donna :-)

19.10.2012, 21:16

Hallo,

und [font=Comic Sans MS] Harru, ... Harru, Hurra, Harru! [/font]

Nach 41 + 22 = 63 Jahren (nach Staatsgründung) haben die 347 deutschen Kultusminister
beschlossen, daß in allen Bundelsändern ab 2017 ein Abitur mit vergleichbaren Anforderungen
stattfinden wird.

Zunächst in den vier Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch.

(Da habe ich mich wohl doch vertan - es sind nur 16 Minister!
Schwamm drüber - als ich mein Abitur ablegte, waren die Ansprüche noch nicht so hoch.)

Das ist erfreulich und läßt hoffen, daß bis zum Ende des laufenden Jahrhunderts (spätestens
bis dann) alle deutschen Schüler (auch diejenigen ohne Abitur) gut lesen, schreiben und rechnen
lernen werden können (damit nicht mehr die Handwerker so viele Probleme mit den Azubis
haben, daß sie ihnen diese Grundkenntnisse erst einmal vermitteln müssen, bevor es zur Sache
geht).

Und nach 2017 kommen auch noch die Naturwissenschaften Physik, Chemie und Biologie dran.

Abitur soll für alle gleich schwer sein (Text, ARD)

Wunder gibt es immer wieder (Flügelhorn) 3.18 min

20.10.2012, 14:44

Hallo,

ach, du Sch... öngeistige... - der Buchholz haut wieder auf die K ... uckmal:

Martin Buchholz hat geschrieben:Frau Doktor und ihre Doktorspielchen

Für die politische Zukunft unserer Bildungsministerin schavant einem
nichts Gutes. Die öffentliche Prüderie will einfach nicht hinnehmen,
daß ihre spätpubertären Doktorspielchen eigentlich längst verjährt
sind.
Noch hält die Kanzlerin zu ihr. "Die Ministerin hat mein vollstes
Vertrauen",diagnostizierte Frau Dr. Merkel. Immerhin ist sie die
Ober-Doktorin in einem Haufen promovierter Schwerstarbeiter
(auch wenn man mit einer Doktorarbeit nicht unbedingt zur
Arbeiterklasse zählt). Immerhin haben neun von ihren Kabinetts-
Insassen zwei Extra-Buchstaben vor ihrem Namen.
Die hatten schon früh den "Dr." raus. Nein, nicht "Dr." wie
doktorinäre Dreistigkeit. Es wäre unfair zu behaupten, daß es sich
bei diesem Bundeskabinett generell um ein
Abschreibungsunternehmen handelt.

Die Kanzlerin hat ihren Doktor übrigens in Naturwissenschaften
gemacht, nicht etwa in Germanistik. Sonst wüßte sie vielleicht,
daß man gewisse Superlative meiden sollte, die von der
Sprachlogik her einfach nicht funktionieren. Schon ein "volles
Vertrauen" ist eine ziemliche Leerfloskel (wäre doch der Gegensatz
ein "leeres Vertrauen"). Ein "vollstes Vertrauen" als
schwachstsinnigste Steigerungsform zeigt nur an, daß die
Sprecherin sich dieses Vertrauens nicht sicher ist, weshalb sie es
in sinnloser Übertreibung aufs Übervollste beschwören muß.
Tscha, so was kommt so was -- nämlich daher,
daß wir schon als Kinder lernen, daß man nicht mit vollem Munde
reden darf; umso ungenierter kann man es mit leerem Hirn tun.

Apropos: Kennse den? Eine Ministerin trifft am Flughafen einen
alten Bekannten. Der fragt sie, ob sie neben den Lasten ihres
Amtes überhaupt noch Zeit für andere Interessen habe.
"Nun ja", antwortet die Ministerin, "ich schreibe immer noch ab
und zu." -- "Ach", staunt ihr Gegenüber, "neuerdings auch zu?"

+++

Peer Steinbrück, der begnadete Vortragskünstler, teilt uns in
verschiedenen Interviews mit, daß er bei seinen Auftritten vor
Banken und Versicherungen nie um die Liebe seines
besserverdienenden Publikums gebuhlt habe. Er sei nicht die Hure
des Kapitals, läßt er uns wissen. Das glaube ich ihm auch. Zur
Beschreibung des Arbeitsfeldes einer Hure gehört es ja, daß sie
beim Feld-Einsatz, also beim Ackern, die Beine breit macht. Und
das hat Steinbrück gewiß nicht gemeint, als er von seiner Partei
mehr Beinfreiheit gefordert hat. Oder?

+++

Die CSU kämpft weiter bis zur letzten Patrone. So hatte es
Seehofer schon im letzten Jahr krachledern angedroht: "Wir
werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme
wehren -- bis zur letzten Patrone." Auf ihrem heute beginnenden
Parteitag begibt sich die CSU selbst mal wieder auf die
Wanderschaft ins deutsche Sozialsystem. Allerdings wandert
sie nicht zu, sondern unter. Schließlich ist man schon lange
dabei, das soziale System der öffentlichen Erziehung in
Kinderkrippen und Kindergärten zu unterwandern. Die ländlichen
Mamis mit dem altbayrisch eingerichteten Oberstübchen, die
von den Christlich-Asozialen besonders liebevoll betreut werden,
sollen mit vielen Betreuungs-Euros noch besser alimentiert
werden als bisher. Und diese Ballaballa-Prämie für die
Heimführung der Frauen an den Herd will der oberste
CSU-Patron nun endgültig bis zum Endsieg verballern.

Nun gibt es ja genügend preußische Wirrköpfe, die meinen,
daß solche Milliarden-Extras in Zeiten der Finanzkrise den
Schuldenberg in den fiskalischen Alpen nur noch mehr anwachsen
ließen. Aber von diesen bayrischen Gipfeln herab hat man auch
einen besseren Überblick. So kam der dortige Finanzminister
Markus Söder zu der überraschenden Einsicht, wer eigentlich
schuld sei an der ganzen Kriselei. Nämlich ich! Jawohl, er hat
mich enttarnt als einen der Hauptschuldigen. Er hat mich
allerdings nicht direkt beim Namen genannt, sondern sprach
mehr allgemein von mir und meinesgleichen. "Die
Verantwortlichen für die Krise in Deutschland sind die Alt-68er.
Die Apo-Opas haben das Land in die Krise geführt."



~~~~~~~~~~~~~~~

Die Käthe ist gestorben (Käthe Reichel, mit 86 Jahren).
Brecht holte sie seinerzeit (1950) an sein Theater nach Berlin.
Käthe stammte aus Berlin und tingelte ohne Schauspielausbildung durch
Provinztheater.
Neben der Schauspielerei soll sie den Brecht auch sonst noch erfreut haben
(oder er sich an ihr - ganz wie man es sehen will).

Ich bin der Dame erst Jahrzehnte später begegnet. Meist nur in großem Abstand.
Einmal in 2 m Entfernung. Sie war humorlos und arrogant.
Und auf manchen Demos ging sie mir auch auf den Radiowecker.
Sie hätte sich besser in den Bundestag wählen lassen
sollen - da wäre den meisten Abgeordneten wegen ihrer Küchenmesser-Stimme
mit Sicherheit das Dortsein vergällt worden. Dann hätte es vielleicht sogar auch
ein Novum gegeben:
"Auflösung des Bundestages und Neuwahlen wegen Stimmen-Unverträglichkeit." :-)

Sie soll sanft ruhen! (Als Brecht starb, war sie 30 - das ist schon eine Härte...).
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