die Natur geht oft andere Wege als der Mensch (so eigensinnig ist sie...
Wenn ich mir vorstelle, daß alle jetzt fallenden Blätter "Mehrweg"-Blätter wären...
(dann müßten die Bäume dafür sorgen, daß die Blätter trocken und möglichst vollständig
über den Winter kommen; dann müßten die Bäume Arme und Hände haben, um sie im
Frühjahr wieder anzu"kleben"; und jedes Blatt wieder genau an seinen Platz...)
Ich weiß nicht genau, wer es war - aber es ging einmal ein Mensch auf einem Weg, sah
am Wegesrand eine weggeworfene Plastikflasche liegen und erpfand die "Einwegpfandflasche".
Daß diese Erfindung bewirken sollte, daß die Getränke zu 80% wieder in Mehrwegpfandpflaschen
kommen sollen, wußte ich nicht. Es ist jedoch seit Einführung dieser Einweg... alles schwieriger
und schlechter geworden. Man blickt nicht mehr durch als Kunde, der Mehrweg-Anteil ist weiter
abgesunken auf nur noch 38% und es werden alle möglichen Tricks gesucht und gefunden, um
trotz Pfandgesetz noch mehr pfandlose Einwegflaschen unter die Leute zu bringen.
Pfandflaschen: Chaos statt Wiederverwendung (BR) 9:34 min
Manchmal finde ich eine "Einwegpfandflasche" und wenn das E... (wie schreibt man das?: [spoil]Etikett[/spoil] - picobello ist... immerhin 25 Cent (50 Pfennige) leicht verdientes Geld...
PS.:
Neben der berechtigten Kritik wird allerdings in dem Beitrag auch kein Vorschlag einer besseren
Lösung gemacht.
Sicher, das ist nicht so einfach. Die Erfindung der Plastikflasche war schon ein...
"grausames Verbrechen"...
Aber es gibt keine Verbote für
erstens weitere und bessere Erfindungen und
zweitens Verbesserungen bei regulativen Eingriffen.
Zum Beispiel: Mehrweg irgendwie so fördern, daß vorwiegend Behältnisse (Flaschen aus Glas und
spezielle Plastikflaschen) mit den Getränken aus und in der Verkaufsregion abgefüllt werden und
vielleicht ein Fonds mit attraktiven Gewinnen für Nutzer von Mehrweg-Getränkeflaschen. Eine
Belohnung ist immer besser, als eine Bestrafung. Beim Pfand ist es mehr eine neutrale
"Veranstaltung" - erst wird man bestraft mit der Zahlung des Pfandes, dann wird man belohnt,
indem man es zurückerhält.
Die Meckerei von dem Getränkegroßhändler laß ich nicht gelten. Er müßte so und so die Flaschen
wieder transportieren - auch wenn es Mehrwegflaschen wären. Die einzige Schwierigkeit für ihn
ist vielleicht, daß er (erheblich) mehr Flaschen zurücknehmen und transportieren muß, als er selbst
verkauft. Aber dafür gibt es wohl Gegenrechnungsmöglichkeiten im Gesamtvertriebsnetz, so daß
er hoffentlich keine Miesen machen muß.
PS.2:
Auf der Buchmesse ist der Herr Kachelmann mit seinem Verlag einer der Hauptdarsteller.
Es ist natürlich schwierig, Partei zu ergreifen und das werde ich auch nicht, weil nicht
nachgewiesen werden konnte, wer die Wahr- und wer die Unwahrheit in dem Justizifall
sagte. Daß im Umfeld alle möglichen Dinge noch geschahen - das ist natürlich auch ein
Ausdruck des allgemeinen Zustandes von Lebensstil, von Justizsystem und Medien in diesem
Land. Und nun gehen die Auseinandersetzungen weiter - bitte, das ist ja jedem unbenommen.
Wenn man will, kann man bei jeder Gelegenheit, einschließlich Einkauf im Supermarkt oder
Zufallsbegegnung am Pissoir, die Dinge klar stellen. Wenn man einmal in der Öffentlichkeit ist
und nicht wieder raus will...
In dem Kachelmannschen Buch mußte der Name seiner Ex-Freundin mehrere Male gestrichen
werden. Betroffen waren davon 383 Seiten, wobei es auf einzelnen Seiten
bis zur fünffachen Nennung kam. Der Vorname wird ja nun immer in allen Artikeln und
Interviews genannt. Und alles weitere... Tja, wenn man seinen Namen selbst in der "bunten"
Öffentlichkeit bekannt gibt... kann man dennoch verbieten lassen, daß er in einem Buch steht.
Ich weiß nicht, wie oft der Name von Herrn Kachelmann in diesem Buch gedruckt wurde.
Vermutlich würde er auch in einer größeren Anzahl in einem entsprechenden Buch von ihr
erscheinen (keine Ahnung, ob es ein solches Vorhaben gibt, ich habe nur gelesen, daß der Fall
verfilmt werden soll). Wobei bei Herrn Kachelmann die Schwierigkeit darin besteht, daß man
seinen Namen nun schon länger kennt (seine Wetterberichte wurden nie angesagt: "Und nun das
Wetter, mit Herrn Jörg K. ..."
PS.3:
Michail Chodorkowski meldet sich aus dem Gefängnis (Text, HR)
(Anmerkung: Karelien liegt nördlich von St. Petersburg, in der Nachbarschaft Finnlands - viel Wasser
und Wald.)

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