Hallo,
das Mauerjubiläum wirft seine Schatten hinaus.
Hier fand ich eine Geschichte, die ein wenig lockerer erscheint, obwohl es natürlich auch
sehr gefährlich war:
Flucht über den Checkpoint Charlie (Text, MDR; Video von dort erreichbar)
Wenn sie sich 1969 kennengelernt hatten - dann waren es bis zur Flucht immerhin 5 lange
Jahre. Der Bericht selbst scheint aber von 2007 sein... wenn das Foto von 1974 ist und das
Ehepaar feststellt, daß es vor 33 Jahren gemacht wurde.
So ist das nun mal - aus gegebenen Anlaß werden die ollen Kamellen auch gern wiederholt
gezeigt. Ist durchaus sinnvoll - ich kannte es ja auch noch nicht - und vor allem spart es Kosten!
Eva-Maria Hagen singt ein Lied anläßlich des Mauerbau-Jubiläums (Video, ZDF; 0:58 min)
Künstlerisch sicher nicht besonders wertvoll (ein Biermann-Lied),
aber mit Frauenstimme klingt es schon etwas angenehmer.
Eva-Maria Hagen ist die Mama von Nina Hagen.
Auf Youtube gibt es eine Doku vom RBB. In drei Teilen.
Wen es interessiert...
RBB-Doku, Teil 1 "Eva-Maria Hagen" (YT-Video, 3x 15 min)
Ich kann mit der Frau Hagen nicht allzu viel anfangen - sie ist mir auch als Filmschauspielerin
damals nicht so bewußt geworden. Es hängt sicher auch damit zusammen, daß man sie
nicht mehr so stark hat arbeiten lassen in diesem Metier. Ich glaube jedoch, man merkt,
daß Nina Hagen ihre Tochter ist... so ein wenig jedenfalls.
Daß sie mit Matti Geschonneck in den 70er Jahren liiert war, ist natürlich interessant.
Matti Geschonneck ist der Sohn von Erwin Geschonneck - das ist ein aus Berlin stammender
Schauspieler, der im Osten recht populär war. Er ist sehr alt geworden - über 100 Jahre.
Sein Grab befindet sich in Hamburg, wie im Film zu sehen ist.
Interessant auch der Besuch von Frau Hagen in ihrer damaligen Wohnung in der Torstr.
Der jetztige Mieter hat die Wohnung in ein Museum (seiner eigenen Porzellan- und Bild- und
Buchsammlungen) verwandelt.
Herr Biermann als Vorgänger von Matti Geschonneck
darf natürlich im Filmporträt nicht fehlen. Wenn er vom "Pack von Wandlitz" spricht, kann
ich dem schon einigermaßen zustimmen. Daß nun die Frau Hagen sich mit diesen Leuten
damals getroffen hat und Biermann dann Kenntnis von den unappetitlichen Gesprächen
und Sitten bekam... der Herr Biermann war in der DDR sehr "priviligiert"!
Witzig auch der Bericht über seine (Biermanns) erste Begegnung mit Hagens Tochter Nina.
Er spielte ihr etwas zur Gitarre.
Sie war damals noch im Kindesalter und brüllte ihn dann an, daß er ihren Walter Ulbricht
in Ruhe lassen solle. Klar - das kann ich mir gut vorstellen. Der Ulbricht war für Kinder
ein netter Opa. Der war auch sehr sportlich und pflegte durchaus Geselligkeit in seinem
Führungskreis. Das wurde dann erst unter Honecker zwischen den Politbüro-Leuten
unangenehm unkameradschaftlich und isoliert, wie man aus anderen Berichten erfahren konnte.
Insgesamt ist die Frau Hagen: Frau Hagen.
Die paßt genauso hin, wie jeder andere. Auch in einen Sozialismus, wenn es einmal einen
"normalen" gäbe (und den selbstverständlich ohne jegliche Mauer und ohne jegliche "Notwendigkeit",
daß eine Eva-Maria Hagen dann Soldaten zur Aufheiterung besuchen muß/darf. Dieser Besuch
wird im Bericht erwähnt - so war es 1961.)
Viele Grüße - miljas :t252: :t252:
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