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13.06.2012, 13:42

Hallo,

jetzt werde ich einen Preis preisen.
Da gibt es Nobel-Preise.
Alternative Nobel-Preise.
Und jetzt noch einen "Millenium-Technologiepreis".
Der kommt aus Finnland.
Seit 2004:

Millennium-Technologiepreis, Torvalds und Yamanaka nominiert (Text, BR)

Na, Gottseidank, soll ihn nicht Bill Gates bekommen (für "Windoors" :-)).
Sonst ginge dieses Jahrhundert auch noch schief...
(Die meisten Server im Internet laufen unter Linux-Systemen, weil sie preiswert und stabil sind.)

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

PS.:
Unser Entfaltungsminister (oder war das "Entwicklungs"... ?) Dirk Niebel hat aus Afghanistan einen
Teppich mit einer BND-Maschine ausfliegen lassen. Und dann vorbei am Zoll.
War etwas - und wenn ja, was - in dem Textil eingerollt?
Alle regen sich jetzt auf wegen der Nichtverzollung des Teppichs - berechtigterweise - aber
das Wesentliche war vielleicht viel brisanter und/oder wertvoller...

Wenn das"Zoll-Theater" dann vorbei sein wird, kann sich Herr Niebel ja einmal mit seinem
Laptop oder Not-Book, oder was er da so für die erste Informations-Hilfe parat hat, auf
seinen Teppich legen und dies einmal anschauen:
Die Vision vom Fairphone

[align=center][/align]

13.06.2012, 13:42

15.06.2012, 17:29

Hallo,

es wird immer viel diskutiert.
Vielleicht sollte man besser immer nur notieren,
was gemacht wurde
und was nicht gemacht wurde.
Immer einfach nur Abhak-Listen führen.
Online, im Internet.
Überall mehr "Controller" für das Controlling.
Uhj - das wird böse.

In Berlin wurde/wird ein Flughafen gebaut (und wenn er noch nicht eröffnet wurde...
dann wird er in hundert Jahren immer noch gebaut... märchenhaft. :-)).
Bei Flughäfen (was für eine Worttäuschung: "Hafen"... - es starten dort keine Wasserflugzeuge)
gibt es immer viel Ärger. Wegen des Lärms, aber manchmal auch wegen der Termine.
Das kleingroße (so ähnlich, wie süßsauer) Menschlein wollte einst fliegeln wie ein Vögelchen.
Und nun werden massenhaft "Mehrfamilienhäuser" an den Himmel gebracht, und dann um
die Erde gekreist oder auch nur ein Stück bis kurz hinter Paris nach London oder hinter Bern
nach Mallorca. Mit Touristen, mit Bissinis-meni (Geschäftsleute), oder mit Afrika-Blumen,
mit Panzern und mit Just-in-time-Ersatzteilen für Öl-Nasenbohr-Plattformen und andere Anlagen.

Ist doch alles noch nicht "zu Ende gedacht", oder ???!!!

Ich bekomme fast jede Woche den Text von einem Vor-/Nachdenker aus Berlin.
Was soll ich immer reden und schreiben? - Der kann das auch gut und sogar besser.

von Martin Buchholz:
Gauck-Predigt an der Heimatfront


Am kommenden Sonntag steht uns mal wieder ein europäischer Schicksalstag ins deutsche Haus: Dann entscheidet sich nämlich, ob die deutschen Helden des Feldherren Löw aus der europäischen Meisterschaft gekantet werden -- und das obwohl sie in den bisherigen Schlachten von Blitzkrieg zu Blitzkrieg geeilt sind. Von der "Süddeutschen" wird mir online vorgerechnet, daß sie bei dem kommenden Spiel gegen Dänemark nur 0:2 unterliegen müßten, während Portugal gegen Holland siegt, egal mit welchem Ergebnis. Nun, so schlimm wird es wohl nicht kommen in Europa. Notfalls muß Angela Merkel eingreifen als Vor-Stopperin. Sie muß Portugal ja nur dezent einen Wink geben, indem sie ein bißchen mit ihrem Rettungsschirm herumwackelt. Und düster drohend sprach sie gerade im Bundestag: "Auch Deutschland darf nicht überfordert werden."

Immerhin müssen wir am Sonntag nicht gegen Griechenland spielen. Die sind in einer anderen Gruppe und müssen sich schon morgen gegen die Russen verteidigen. Dennoch treten auch sie am Sonntag an gegen die deutsche Vormacht. Ihr gefürchteter Linksaußen-Stürmer Alexis Tsipras will es den Deutschen zeigen. Obwohl wir den Griechen heftig genug klar gemacht haben, daß sie gar keine andere Wahl hätten als die der Merkelschen Finanzdiktatur, zeigen sie sich nach wie vor begriffsstutzig und tun so, also könnten sie dennoch wählen. Sie weigern sich hartnäckig, das von der deutschen Spielleitung angeforderte Endergebnis in diesem europäischen Finale zu liefern.

Zeit, daß die Deutschen mal wieder für einen Endsieg sorgen. Schließlich waren deutsche Mannschaften schon einmal vor ein paar Jahrzehnten in Griechenland kollektiv zu Besuch. Allerdings war das deutsche Volk damals noch begeisterungsfähig, wenn es um Auslandseinsätze unserer Truppe ging. Da brauchte es keinen Feldpfarrer namens Gauck, um die Heimatfront vor dem Dolchstoß zu warnen. Denn also sprach der Verkünder: "'Ohne uns' als purer Reflex kann keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte annehmen." Natürlich gab es in dieser angenommenen Geschichte auch Gefallene in den eigenen Reihen, aber das akzeptierte man damals in nüchterner Gelassenheit, weil die deutsche Volksgemeinschaft noch nicht zu einer "glücksüchtigen Gesellschaft" (Gauck) verkommen war.

Zugleich lobte er die Bundeswehr für ihre Vereinigungsbereitschaft: "Keine Institution hat so umfassend und so früh junge Menschen aus beiden Teilen Deutschlands zusammengebracht." Daß etliche dieser jungen Menschen nicht nur zusammengebracht, sondern auch zusammen unter die Erde gebracht wurden, hat man eben gauckergeben hinzunehmen. Schließlich muß jedem klar sein, "daß ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muß, daß im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren". Nein, das war jetzt ein anderer Bundespräsident, der einst aus Versehen ausgeplaudert hat, daß unsere Jungs in Afghanistan sich dort in einer wichtigen Mission befinden -- und zwar in einer Handelsmission. Erschrocken über die eigene Offenheit hatte er sich gleich danach freiwillig zurückgetreten. Gauck hat bei seiner jetzigen Rede vor der Bundeswehr-Akademie zwar auch besagten Herrn Köhler zustimmend zitiert, seine aufklärerischen Worte zu Afghanistan hat er aber vorsichtshalber unter den Teppich gekehrt. Der Fairness halber sei hinzugefügt: Es handelt sich bei diesem Teppich um keinen, der auf afghanischen Handelswegen via Bundesnachrichtendienst ins Land geschmuggelt wurde.

Dieser Bundespräsident hat es geschafft, als kriegerischer Nationalheiliger permanent präsent zu sein in unseren Medien. Ich gebe zu: Aus mir spricht der Neid auf einen wirklich begnadeten Selbst-Inszenator, der als Rampensau keinen anderen Hauptdarsteller neben sich duldet. Als er neulich in Israel war und auch am See Genezareth Station machte, hätte es mich nicht gewundert, wenn dort der Herr Jesus bei Gauck um eine Audienz nachgesucht hätte. Vielleicht hätten sie sogar einen gemeinsamen Spaziergang über das Wasser gemacht. Allerdings, wenn das im Fernsehen live übertragen worden wäre, hätte sich jeder Zuschauer gefragt: "Wer ist eigentlich dieser komische Typ neben dem Gauck?"


Ist aber alles seine (Buchholzens) Meinung.
Meine Meinung zu diesem Bundespräsidenten meine ich mir erst noch zusammen.

Aber eines finde ich auf alle Fälle miserabel:
Überall in der Welt, wo es scharfe Probleme gibt, gibt es auch noch schärfere Waffen.
Und daß diese oft, oder sogar immer, gerade in den Ländern produziert werden, die sich dann
auf den Weg machen, diese Probleme zu entschärfen - das ist gar seltsam.
Kürzlich haben die Amerikaner einen Russen verurteilt, weil er Waffen an Leute in Afrika
geliefert hat, die angeblich Amerikaner umbringen wollten. Da frage ich mich,
wieviele weitere Gerichtsverhandlungen (und vorherige Festnahmen) gegen die internationale
Waffenhandelsmafia es nun hoffentlich baldigst geben wird... Denn es entscheidet sich meist
immer erst später und vor Ort, gegen wen alle diese Waffen dann tatsächlich eingesetzt werden.
Und ob nun gegen Einheimische oder Amerikaner - das ist alles gleich schlimm.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

PS.:
Gerade habe ich gelesen, daß 2 (!) Teppiche in dem BND-Flugzeugflieger waren.
Ach, Du heiliger Bimbam... - wenn das nun ein männlicher und ein weiblicher Teppich war...
und bei einer so langen Flugzeit... das könnte ja noch ein sehr langes Nachspiel werden.
Und das ohne jeglichen Fußball. :-)

[align=center][/align]

15.06.2012, 22:52

...müde, müde und schon fast wieder fußballmüde bin ich, obwohl wir noch nicht mal bei der Hälfte angelangt sind.

Ich weiß auch nicht, was los ist. Irgendwie hab ich dieses Jahr gar nicht viel von dem Virus abbekommen.
Na, vielleicht wird's ja auch noch! Wer kann das schon sagen?

Morgen ist erst mal hier bei uns im Städtle Erdbeerfest angesagt, sozusagen Erdbeeren satt und fast bis zum Abwinken.
Mal sehen, was geboten wird. Hoffentlich vergesse ich nicht wieder den Foto mitzunehmen, wenn ich dorthin watschle.

Bis denne - Bild
die Donna

16.06.2012, 12:01

Hallo Donna, Hallo,

"müde"... manchmal ist es auch unklar, weshalb und warum.
Da macht man Pläne für große "Rotationen", weil die Zeit dafür da ist.
Und dann geht gar nichts, weil man müde ist...

Ein süßes Bildchen...
Ich bin früher, als ich Schüler war, gelegentlich zur Erdbeerernte nach WERDER
gefahren. Das liegt westlich Berlins, gleich hinter Potdsam.
Damals mußte man mit einem Doppelstockzug mit der Bezeichnung "Sputnik" südlich um Berlin
herumfahren - aus bekannten Gründen. Das war immer eine halbe Weltreise. Da hieß es früh
aufstehen - noch vor 5 Uhr.

In Werder standen LKW mit Sitzbänken aus Holz vor dem Bahnhof. Mit denen ging es
dann weiter auf die Felder. Das waren immer lustige Fahrten - wenn einmal ein Schlagloch
kam...

War man dann zwischen 6 und 7 Uhr an Ort und Stelle, arbeiteten dort bereits Russinnen
- die Offiziersfrauen der russischen Truppen. Sie hatten keine so weite Anfahrt, weil sie gleich
irgendwo in der Nachhbarschaft stationiert waren. Sie fingen nicht nur früher an, sie waren
auch sehr fleißig. Es wurde nach Anzahl der geernteten Körbe bezahlt.

Die Arbeit ging bis Mittag. Länger hielt man es auch nicht aus, denn dann wurde es zu heiß.
Und die Erdbeeren wurden damals sofort frisch verkauft. Da wurde nichts mit Kühlfahrzeugen
transportiert.

Natürlich hat man sich zu Beginn der Arbeit erst einmal den Bauch mit roten, saftigen,
süßen undsoweiter Früchten vollgeschlagen. Die waren sehr gut - damals ahnte noch niemand
etwas von "spanischen Erdbeeren". Zu viel war aber gefährlich, weil es einem bei der immer
höher steigenden Sonne auf den großen baum- und schattenlosen Feldern schnell "mulmig"
werden konnte.

Man durfte sich zum Schluß auch einen oder zwei Körbe zum Vorzugspreis selbst pflücken.
Das wurde dann natürlich 1A+superAuslese-Qualität. :-)

Die Körbe mit den geernteten Beeren landeten tatsächlich auch in Potsdam und Ostberlin.
Meist wurden sie an S-Bahnhöfen verkauft.

~~~~~~~~~~

"Männer, Frauen, Präsidenten..."
Die Franzosen haben wieder ihren Spaß:
"Zickenkrieg im Élysée-Palast" (Text/ARD)

Das ist noch steigerungsfähig...
Wenn sich Carla Bruni von ihrem Nikolas scheiden läßt
und Hollande dann zu der Überzeugung gelangt:
"Ja, warum nicht - die Carla Bruni hat schon Ärfahrungen mit diesem Palast... und ich habe
schon Ärfahrungen mit Kindern."

Viele Grüße und schönes Wochenendegut-allesgut - miljas :t252: :t252:

18.06.2012, 20:04

Hallo,

die Entwicklung in Syrien ist natürlich eine für die dortige Bevölkerung überhaupt nicht gute.
Aber daß der Westen nur aus reiner Mitmenschlichkeit nun offenbar schon parat steht, dort
massiv militärisch einzugreifen - das kann nur jemand hoffen, der noch als Erwachsener
an den Weihnachtsmann glaubt. Syrien ist in Arabien jahrzehntelang neben dem Irak eine
antiwestliche Macht gewesen. Und wenn sich dort die Verhältnisse ändern, dann wird man
im Westen diese Entwicklung mit Freude sehen (es kann aber natürlich auch "nach hinten"
losgehen, ähnlich dem Irak - das ist noch nicht alles klar zu prognostizieren). Interessant
ist es allemal, wie die Pläne offenbar bereits aus den Schubkästen geholt und die Truppen
ohne großes Tamtam in Marsch gesetzt werden:

Flugverbotszone wird wahrscheinlicher (Text/ZDF)

Da wird nicht von einem bevorstehenden "Krieg" gesprochen, sondern es wird verbrämt-geschickt
formuliert: "Flugverbotszone wird wahrscheinlicher".
Im vorigen Jahr, in Libyen, gab es auch eine "Flugverbotszone". Von der UNO sanktioniert.
Wir erinnern uns, daß Westerwelle gescholten wurde, weil er sich der Stimme enthielt. Am
Ende mündete diese "Flugverbotszone" in einen Luftkrieg gegen die Ghaddafi-Armee.
Sogar der Fluchtkonvoi von Ghaddafi wurde zum Schluß bei einem Jet-Angriff von Nato-Raketen
zerstört. Und Ghaddafi danach von Aufständischen offenbar ermordet (gibt es über diese Geschichte
schon einen offziellen Abschlußbericht ? - ich habe bisher nichts gesehen oder gelesen).
Auch waren damals bereits frühzeitig britische (noch lange bevor die UNO irgendwelche Beschlüsse
faßte) Spezialkämpfer im Lande unterwegs (um zum Beispiel die Luftangriffe vorzubereiten).
Was wird da wohl jetzt in Syrien im Gange sein? Beirut, im Libanon, galt früher als das "Paris des
Nahen Ostens". In den letzten Jahrzehnten hatte Syrien dort einen starken Einfluß. Und Syrien ist
ein Nachbarstaat des Iran und mit dem gegenwärtig stark verbunden...

Man kann es drehen und wenden, wie man will - eine wirklich unabhängige "Weltpolizei" unter
UNO-Kontrolle wird es unter den gegenwärtigen Bedingungen wohl noch lange nicht geben. Alle
Staaten vertreten letztlich vorrangig ihre eigenen Interessen - je stärker sie sind, desto mehr.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

21.06.2012, 19:38

Hallo,

jetzt, lieber Ernst und liebe Leute, wird es ernst:

"Baustart für Berliner Schloss

Nach jahrelangen Vorbereitungen haben die Bauarbeiten für die Wiedererrichtung des Berliner
Stadtschlosses begonnen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), Architekt
Franco Stella und Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) gaben den Startschuss für das Ausheben
der Baugrube. Für den Wiederaufbau der früheren Residenz der Preußenkönige hatte der Bundestag
590 Millionen Euro bewilligt. Ein Teil der Kosten soll durch private Spenden finanziert werden.
Der Bau soll nach den bisherigen Plänen Anfang 2018 fertig sein."
- so die ZDF-Meldung von heute.

Als ich kürzlich dort vorbeikam, sah es so aus:
Bild

Dieser schicke häßliche Kasten in Türkis ist noch nicht das Schloß, sondern:
Bild

Ich war noch nicht drin in der Box (in der "Humboldt"-Box :-) - Wilhelm, oder Alexander von, oder beide?), aber ab jetzt wird
es sicher interessant, weil man von oben auf die Baustelle blicken kann.

So sah es auf dem Baugelände dort vor einem knappen Monat aus:
Bild

"Was soll das sein?", habe ich mich gefragt.
Wird das Teilstück dann umgesetzt, oder wozu wurde das gebaut?:
Bild

Bild

Ein netter Steinmetz gab mir Auskunft.
Solche Fassadenmuster werden immer bei großen Gebäuden vorher angefertigt, um
die Leistungsfähigkeit der beauftragten Firma zu zeigen.
Sieht sehr gut aus, finde ich.

Wird aber eine Menge Arbeit, die gesamte Fassade eines so großen Gebäudes zu erstellen.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

re.m.

22.06.2012, 10:33

Hallo lieber.m.,
Toll,was Du uns so zeigst. Sonst könnteman sich in ein paar Jahren nur wundern,was nicht passiert.
So kann man die Bauherren besser kontrollieren-Werden die "Hersteller" tariflich bezahlt?
LG,Coco

Re: re.m.

22.06.2012, 16:32

Hallo, liebe Coco,

Coco hat geschrieben:So kann man die Bauherren besser kontrollieren


Was die Qualität der Bausausführung angeht, ist ein solches Muster natürlich
ein guter Maßstab.

Coco hat geschrieben:-Werden die "Hersteller" tariflich bezahlt?


Das ist eine gute Frage, die Du stellst.
Ich denke einmal, daß die Steinmetzarbeiten schon sehr gut bezahlt werden.
Alle Arbeiten und Gewerke betreffend, kann ich Dir die Frage nicht exakt beantworten,
denn Berlin als Hauptstadt der Baustellen...

In der Straße, in der ich seinerzeit wohnte, wurde eine alte Zigarettenfabrik von der vorvorigen
Jahrhundertwende für eine Behörde umgebaut/modernisiert. Ich konnte das Baugeschehen
dort täglich beobachten. Sonnabends ging es munter weiter, genauso wie wochentags über.
Und die Bauarbeiter unterhielten sich portugiesisch und spanisch. Warum wohl...?

Daß es bei all diesen Bauvorhaben Subunternehmer und dann noch Subsubunternehmer gibt,
um die Kosten zu unterbieten - so etwas ist wohl gang und gäbe.

1997 traf ich zufällig Herrn Schönbohm (CDU), damals Innensenator von Berlin, am Bahnhof
Alexanderplatz. Er stand dort so einsam herum und schaute die Menschen so gesprächsbedürftig
an. Zwei Dinge gingen mir durch den Kopf: Hat er keine Angst? (Sicherlich werden dort irgendwo
im Umfeld noch ein paar Begleiter aufgepaßt haben, aber ich habe niemanden gesehen.) Und
weiter: Der arme Mann - niemand will mit ihm reden. Da bin ich zu ihm hin und habe ihn gefragt,
wie es kommt, daß viele ostdeutsche Bauarbeiter arbeitslos sind oder bis nach Holland fahren
müssen, während hier Portugiesen und Spanier arbeiten. Na, gut - was sollte da als Antwort
kommen? Da hat er dann etwas von "Arbeitnehmerentsendegesetz" erzählt. Was nützt ein solches
Gesetz, wenn nicht vorrangig deutsche Bauarbeiter auf deutschen Baustellen beschäftigt werden,
sondern Ausländer, um die Lohnkosten zu drücken. Das ist das alte Lied - Teile und herrsche.
Ja, bitte - man kann auch als deutscher Bauarbeiter in Deutschland bauarbeiten - wenn man
so genügsam wird wie Spanier und Portugiesen... das war und ist die Botschaft der Baubosse.

Wie fragte Brecht:
"Wer erbaute das siebentorige Theben?"
da kann man ergänzen:
"... für einen Appel und ein Ei?"

Vor einem halben Jahr sah ich im TV (ARD oder ZDF) den Bericht eines Magazins über den Bau
des neuen Großflughafens Berlin-Brandenburg International. Da kamen früh am Morgen
Arbeitssuchende zum S-Bahnhof Berlin-Grünau (der liegt wenige S-Bahnstationen vor dem Flughafen).
Sie warteten eine Weile, bis ein Bus kam. Wer es schaffte in diesen einzusteigen, der hatte
Glück und bekam einen Tagesjob. Der Bus fuhr hinaus zur Baustelle, wo dann die Arbeit
eingeteilt wurde. Ausführlichere Informationen gab es in diesem Bericht zu einem Mann aus
Rumänien, der nach Berlin gekommen war, um hier etwas Geld für zu Hause zu verdienen.
Die Firma, die die Leute auf dem Flughafen tageweise beschäftigte, hat nicht gezahlt und war
dann nicht mehr erreichbar. Der Rumäne hat sich gekümmert und eine Telefonnumer kontaktiert,
die man ihm gegeben hatte. Ohne Erfolg.
Dann ist er zum DGB gegangen - die zuckten auch mit den Schultern, wollten dann
aber versuchen zu helfen. Er hatte kein Geld und konnte sich auch keine Unterkunft leisten.
Er ist dann nachts zum Schlafen ins Obdachlosenheim gegangen.

http://www.taz.de/!86577/
(Der Link funktioniert leider wegen des enthaltenen Ausrufezeichens nicht. Er führt zu einem
Artikel der taz, in dem das Vorgefallene bestätigt wird. Nur daß hier von ungarischen Arbeitern
gesprochen wird, bzw. allgemeiner von osteuropäischen.)

Eigentlich ist es Aufgabe des Zolls, diese Beschäftigungsverhältnisse zu kontrollieren.
Manchmal ist es vielleicht schwierig, wenn die Arbeiter nicht legal hier sind. Aber ich glaube,
daß es in dieser Frage schon im Rahmen der EU besser geworden ist. Man kann ja allgemein
seinen Wohnsitz als EU-Bürger frei innerhalb der EU wählen. Und genauso den Arbeitsplatz.

Wer beim Schloß-Neubau der Bauherr ist, weiß ich nicht. Vermutlich der Bund und die
Stadt Berlin.

Die Flughafenfirma, die Berlin und Brandenburg gehört, hat behauptet, daß sie
von allen Firmen die Beschäftigung nach Tarif verlangt. Es wären nur Einzelfälle und
"schwarze Schafe". Aber, wie im Artikel zu erfahren ist, bekam die Gewerkschaft keinen Zutritt
zur Baustelle.

So läuft es leider - manchmal... oder immer öfter?

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

PS.:
Ich habe gehört, daß heute die zwei "G"-Mannschaften Fußball spielen:
Griechenland und AlleMannJa-Germany. Gut, daß die Bälle nicht "Aua" schreien,
aber bei dem Lärm in den Stadien würden es wahrscheinlich nur die Spieler hören können.
Vielleicht erwische ich dann zum Schluß wieder den Live-Ticker - wieder etwas für's Poesiealbum... :-)

PS.2:
Und die Münchener Fraktion - hier haben wir ja keine, aber manchmal spricht sich manches herum -
darf morgen ganz legal zum FKK in die Münchener Innenstadt:
Der Regisseur der Nacktheit

Das wäre witzig, wenn der Herr Tunick und der Herr Christo einmal etwas gemeinsam machen
würden - der eine läßt ausziehen und der andere verpackt wieder. :-)

[align=center][/align]

22.06.2012, 19:01

[align=center]Alles schön und gut, Freunde, aber heute abend gilt es wieder:
Deutscheland, Deutscheland...

Bild

Schaumermal, ob unsere Jungs mit den ollen Griechen ;-) fertig werden!
Die ganze Republik ist schon in Aufruhr!


Im Radio hab ich gehört, dass die Griechen kämpfen würden, als ginge es um ihr Leben! Oha!
Ist doch nur ein Spiel... ihr Söhne Heraklits und Sokrates' !
Hier geht's doch nun nicht um Euro oder Drachmen - oder?
(gelb sieht man so schlecht ;-) )
Bild[/align]

23.06.2012, 09:59

Hallo,

gestern das Fußballspiel ... irre.
Ich habe mich doch einmal auf den Weg gemacht,
mit meinem Radl ohne Licht - es war eine Pracht.
Kein Auto nirgendwo weit und breit und ich auf der "Hochgeschwindigkeitspiste" bergauf im Slalom. :-)
(Na, ja - ist fahrradmäßig eine blöde Gegend - kein Radweg, dort fahre ich ansonsten ungern, aber
im Wald und am See ist es schön.)

~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ach, du schöne Sch... ubiduba...
Die B-Zeitung wird 60.
Noch 7 Jahre bis zur Rente... (Obwohl die
vielleicht schon eher kann, wegen des Jahrganges.)
Und 40 Mio. Haushalte sollen ein Extra-Geschenk-Exemplar bekommen.
Ach, du schöne Sch... ubdiduba - wer möchte meine Exemplar haben? :-)
Ja, eigentlich... als Gelegenheitspoet müßte ich ja voll der Fan sein.
Zum Beispiel :"Deutschland - balla balla".
Aus der ostdeutschen Ecke kam nach der Wende die Charakterisierung:
Der "Erwachsenen-Bummi".
Das kann vielleicht ein Westler nicht so richtig nachvollziehen. Der "Bummi" hatte im Osten
die "Zielgruppe" bis 6 Jahre etwa. Danach kamen die "ABC-Zeitung"... und "Troll" und
"Atze" und"Fröhlich sein und singen" (abgekürzt: "Frösi") :-)
Aber eine so hohe "Niedrig-Qualität" wie der "Erwachsenen-Bummi" hatten die natürlich
alle nicht. :-)

Wie ist eigentlich die Frau Merkel nach Danzig gekommen?
Noch am Montag war von einem Regierungssprecher zu hören, daß sie sich dort hinbeamen müßte.
(aus Rom - der ewigen Beam-Stadt). Habe ich was verpaßt- geht das jetzt schon mit dem Beamen? :-)

Klausi Wowereit hat gestern mitgeteilt, daß sich die Flughafen-Eröffnung vielleicht noch
einmal verschieben wird. Das wird im August entschieden. Ich gebe mal einen Tipp ab:
33.3.3333 - wegen des einprägsamen Datums. Und bis dahin kann man auch noch ein paar
Milliarden locker machen und die Anlage als Raketen-Flughafen-Komplex mit Spreeanbindung ausbauen.

Schönes schönes Wochenende - miljas :t252: :t252:
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