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Beitragvon Starlight » 07.03.2011, 11:34

Chord hat geschrieben:Hallo Starlight,

hast du schon hierher gemailt: info@gang.org (das wäre der zuständige Ansprechpartner).
Wärst du gesperrt worden, würde eine andere Meldung erscheinen, ich hab mich grad extra wegen dir wieder mal eingeloggt und die Meldung angeschaut. :-)
Scheint also wirklich was Technisches zu sein. Rein theoretisch könnte sowas auch passieren, wenn ein IP-Block gesperrt wird (also nach den Anfangsziffern oder so) und du das Pech hast, dass deine IP da drunterfällt. Ich glaub aber nicht, dass das im Lauster-Forum praktiziert wird, denn dann könnte es wesentlich mehr treffen, dass die plötzlich nicht mehr rein können. Hast du schon mal probiert, ob du dich von einem Internetcafé aus oder vom PC eines Freundes/eienr Freundin mit deinen Zugangsdaten einloggen kannst?

Liebe Grüße,

Chord


Hallo Chord,

ja klar hab ich mich dahingewandt. Zuerst war der Techniker in Urlaub. Jetzt scheint er wieder da zu sein, hat aber bisher keinen Fehler gefunden. Einen Zweitnick darf ich mir auch nicht zulegen, weil das ja die Hausregeln verbieten.....
Ich glaube kaum dass es an der IP-Adresse liegt, wohl eher an meinem Nick.... :t069:
(Wahrscheinlich muss man nur ein "Gesperrt-Merkmal" wieder entfernen, dann würde es wieder einwandfrei funzen....)....immer diese Technik... tztztztz.....

LG Starlight :t291:
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von Anzeige » 07.03.2011, 11:34

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Beitragvon miljas » 08.03.2011, 10:56

Hallo,

Herzlichen Glückwunsch zum Frauentag!


Na - der wird sicher bald abgeschafft werden...
"Warum Frauen lieber schön als schlau sein wollen" (Video, ARD, 6:46 min )

"fashiontv - Carla Bruni Portrait Retro " (Yt-Video, 6:42 min, im Vorspann einige Sekunden Werbung)

"Frau Holle, Filmmusik " (Yt-Video, 5:39 min)


Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

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Beitragvon miljas » 09.03.2011, 07:02

Hallo,

heute ist Mittwoch.
Aschermittwoch.
Na, ist mir relativ egal - ich bin Nichtraucher.
Aber heute müssen die Leute wohl alle wieder unfröhlich werden...
Ich habe da etwas sehr Passendes gefunden:
Koncz, Zsuzsa - Szőke Anni balladája (Die Ballade von der blonden Anni) (Yt-Video, 3:36 min)
Ja, sehr traurig - diese jungen Menschen...
Koncz, Zsuzsa & Szörényi, Bródy - Fáradt vagyok (Ich bin müde) (Yt-Video, 3:35 min)
So gut angezogen. Und so deprimiert. Es ist eben... Aschermittwoch...

--------

Den Trennstrich hätte ich mir vielleicht sparen können. Fall Kachelmann.
Nein, der Prozeß läuft noch... ;-)
Im Februar war das Gericht in der Schweiz, um eine weitere Zeugin zu hören.
Das war natürlich unöffentlich und auch unöffentlich wurde darüber in Mannheim im Gerichtsaal berichtet. Letzten Sonntag stand nun aber einiges in einer Zeitung. Ob das Geschriebene zutreffend ist, oder nicht - das weiß nicht einmal das Orakel von Delphi. Aber egal. Nehmen wir an, daß es in diesem Falle einmal zutreffend ist.
Dann könnte der Kachelmann-Prozeß im Grunde genommen eine besondere Form der Psychotherapie sein.
Warum? Ich kenne nicht die Aussagen der anderen Damen bis auf die Dinge, die bruchstückhaft kolportiert wurden. Aber es deutet vieles darauf hin, daß Herr K. eine gewisse Neigung zu Sadomaso-Praktiken hat. Und als zweites ist er offenbar recht spontan und kommuniziert bezüglich dieses "Sachgebietes" mit seinen Partnerinnen erheblich weniger als beim Wetterbericht.
Nun kann ich es mir vielleicht vorstellen, wie es tatsächlich gewesen ist vor über einem Jahr.
Die Klägerin, die mit Kachelmann schon seit Jahren liiert war. säuerte wegen der ihr bekannt gewordenen anderen Liasons ihres Geliebten. Aber trennen wollte sie sich von ihm wahrscheinlich auch noch nicht. Und dann kam es zu diesem Treffen. Das war ein Treffen mit einem "Ja" und "Nein" und einem "Nein" und "Ja". Und "Sponti" Kachelmann hat dann wahrscheinlich spontan das Rollenspiel "Vergewaltigung" gewählt. Und bei der Klägerin ist dann in dieser diffusen Stimmung die Betrachtungsweise gekippt. Aus Spiel wurde dann für sie Ernst. Das wäre umso wahrscheinlicher, wenn sie vielleicht ohnehin nie den Kachelmannschen Bedürfnissen auf diesem Gebiet aus eigener Überzeugung gefolgt war. Darüber weiß ich nichts.

Und dann? Dann wäre eigentlich "P" erforderlich gewesen - "P" wie "Psychologische Betreuung". Aber woher so schnell nehmen, wenn nichts vorbereitet war? Dann eben kein Psychologe, sondern Papa. Und dann - auch das sofort und jederzeit verfügbar... - Polizei.

Wir werden sehen...
Heute ist erst einmal Mittwoch.

Viele Grüße und allen Kranken Gute Besserung! - miljas :t252: :t252:

PS:
Manche Leute sind humorlos - na, gut.
Aber wenn sie dann den Humor wenigstens als etwas Ernsthaftes betrachten würden (denn halbwegs guter Humor hat natürlich immer Ernstes im Sinn), dann würde ich das akzeptieren.
Wenn aber Humor abgelehnt und das Ernsthafte überhaupt nicht in Betracht gezogen wird, dann frage ich mich, was diese Leute überhaupt wollen oder können oder können wollen oder wollen können.
Vielleicht: Servieren. Und Abservieren. ?
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Beitragvon miljas » 12.03.2011, 12:24

Hallo,

wie mißt man die Stärke eines Erdbebens?
Bei der ARD wird es einem unerklärlich erklärt:
Wie entstehen Erdbeben und Tsunamis? (Text, ADR)
Momenten-Magnituden-Skala...
Ist ja auch momentan nicht so wichtig. Es waren 8,8-8,9 als Stärke-Wert; 125 km von der Küste entfernt, in 10 km Tiefe.
Das stärkste je gemessene Erdbeben war 1960 in Chile mit 9,5. Und dann muß man noch wissen, daß es von Wert zu Wert vor dem Komma 10fach stärker wird. Also 8,9 ist fast 10mal so stark wie 8,0 und... wenn ich richtig denke... fast 100mal stärker als 7,0.
Wie auch immer - die gezeigten Videoaufnahmen wirken verstörend.
Es fallen die Bilder von der Wand, Porzellan aus dem Schrank, selbst die Aufnahmen mit der Cam aus der Hand verwackeln. Und man weiß nicht, was geschehen wird - ob nun gleich das Haus einstürzen oder ob sich ein Riß im Boden auftun wird, wo man gerade steht, sitzt oder liegt.

Und dann noch diese gewalttätige Wasserwand direkt an der Küste bis kilometerweit ins Binnenland,
7-10 m hoch. 1 Liter Wasser wiegt ein Kilo. 1 Kubikmeter wiegt eine Tonne!

Und dann auch noch die Gefahr der unsichtbaren Atomseuche.

1923 gab es ein schweres Beben, bei dem Tokio weitgehend zerstört wurde und mehr 100 Tsd. Menschen den Tod fanden. Man weiß also um die Gefahren. Natürlich ist es allgemein gut am Meer - der Hafen (übrigens "Tsunami" ist japanisch und bedeutet: "Welle im Hafen"), der Strand, die frische Luft, der Ausblick, der Fisch...

Hoffen wir, daß vor allem die Techniker und Ingenieure an diesem verdammten Atomkraftwerk duchhalten und sich etwas einfallen lassen werden. Die Sicherheitsvorschriften gehen wohl nur bis 8,25 Bebenstärke. ???? Wenn es 1960 bereits eines mit 9,5 gab...

Das fand ich irgendwo im Netz:

"
Fukushima I - 1 BWR March 26, 1971 460 MW
Fukushima I - 2 BWR July 18, 1974 784 MW
Fukushima I - 3 BWR March 27, 1976 784 MW
Fukushima I - 4 BWR October 12, 1978 784 MW
Fukushima I - 5 BWR April 18, 1978 784 MW
Fukushima I - 6 BWR October 24, 1979 1,100 MW
"

Das scheinen die Daten der Inbetriebnahme der einzelnen Reaktorblöcke zu sein. Also, wenn man noch 5 Jahre Bauzeit dazu gibt, dann war Mitte der 60er bekannt, wie stark die Erde beben kann, und daß nicht Schluß ist bei 8,25. Aber unabhängig davon - wer will denn das garantieren können, daß ein Gesamtsystem, das man nicht in dieser zusammengebauten Form auf derartige Erschütterungen testen kann, bei einem Erdbeben standhält? Wobei aber die Probleme bei dem Atomkraftwerk weniger die unmittelbare Einwirkung des Erbebens ist, sondern die Folge vom Komplettausfall des gesamten Energienetzes in der Umgebung. Diese Sicherheitslücke wird man wohl an allen Standorten von Atomkraftwerken weltweit prüfen müssen!

Explosion und Kernschmelze in Atomkraftwerk? (Text, ARD)

Nützt jetzt nichts - hoffen wir, daß die Kühlung wieder in Gang gebracht werden kann.
Und daß die Städte und Dörfer bald wieder aufgebaut werden (vernünftigere Lösungen, sich von der Küste zu entfernen, sind ohnehin ein Rufen gegen den Wind...)

Presser Gábor - Te majd kézenfogsz és hazavezetsz (?) (Yt-Video, 5:07 min)

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

PS:
Jetzt habe ich gerade gehört und ein Foto davon gesehen, daß die Gebäudehülle um den Reaktor infolge einer Explosion zerstört wurde. Es steht nur noch das Stahlskelett. Und niemand weiß (?), was in dem Reaktor genau los ist... Das ist natürlich ein unheimlich hohes Risiko - auch für die Menschen, die dort arbeiten. Was ist aber mit den anderen Reaktoren, wenn nur noch Batterieenergie zur Verfügung steht? - Die müssen doch auch gekühlt werden!!! Oder liefern diese Reaktoren "Eigenenergie" zur Selbstkühlung und nur Reaktor 1 hatte weitere Schäden in dem Leitungsnetz?


PS.2:
Gerade wurde gemeldet, daß eine Kernschmelze vorliegt.
Ich weiß nicht - hat man schon jemals darüber nachgedacht, einen solchen Reaktor wenigstens "kontrolliert" zu sprengen, bevor er selbst völlig unkontrolliert hochgeht... Wahrscheinlich nicht, denn solche Havarien darf es ja rein theoretisch und "unwahrscheinlicherweise" nie geben...

PS.3:
Ich habe gehört, daß es für insgesamt 5 Reaktoren (zwei in Fukishima I und drei in Fukushima II) den Notstand gibt - sie wurden abgeschaltet. Und was meinen die Journalisten immer mit fehlenden "Generatoren"? Meinen sie damit fehlende Notstromaggregate? Wenn es irgendeine Möglichkeit gäbe, würde ich versuchen ein passend großes Schiff dorhin zu bringen und von diesem aus die Energie in das Pumpsystem einzuspeisen. Dadurch hätte man den notwendigen Diesel auch gleich in ausreichender Menge zur Verfügung.

PS.4:
Keiner weiß etwas Verbindliches... haarsträubend, aber nicht verwunderlich:
Japan lässt die Welt im Unklaren (Yt-Video)
Die Manager des Stromkonzern sitzen in Tokyo.
Na, jetzt vielleicht gerade nicht.
Oder vielleicht gerade jetzt doch, denn: sicher ist sicher.
Scheint eine "saubere" Company zu sein... :-(

PS.5:
Herr Professer Lerchl, Mitglied der deutschen Strahlenschutzkomission, hat mitgeteilt, daß nach einer Kernschmelze keine Kühlung mehr möglich sei. Das Wasser würde verdampfen und es würde zu einer Knallgasexplosion kommen. Was man aber tun könnte - davon hat er nichts Konkretes gesagt (den Austritt radioaktiver Stoffe verhindern "...mit welchen Mitteln auch immer"). Weiß er nichts, oder stellt er sich dumm? (Das Volk könnte ja zu schlau werden...)
Prof. Lerchl (Video, ARD)
Vielleicht müßte man jetzt sofort beginnen, den Reaktor einzumauern, einzubetonieren, so dick als möglich, und dann diese Hülle kühlen!
Ich weiß es nicht.
Hier arbeitet man schon an Konzeptionen für tolle "innovative Reaktoren ohne Kernschmelze". :-( Für Deutschland, oder für wen?

PS.6:
Ranga Yogeshwar vom WDR erklärt recht gut, wie die Situation bei dem Reaktor ist (oder sein könnte, denn. umfassende Informationen gibt es von japanischer Seite nicht).
Neue Probleme in Fukushima (Text, ARD; Video von dort erreichbar)
10 MW Wärme produziert der stillgelegte Reaktor durch radioaktiven Zerfall (als Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlung und entsprechend der beteiligten Stoffe mit kürzeren oder unheimlich langen Halbwertzeiten) - das entspricht 5000 Wasserkochern.
Ein bis zwei Liter werden pro Kocher erhitzt - da kann man sich ungefähr vorstellen, wieviel Wasser bewegt werden muß, um den Reaktor zu kühlen.
10.000 t Meerwasser sollen in das sogenannte Containment zum Kühlen eingefüllt worden sein; Containment - das scheint ein Zwischenraum zwischen dem eigentlichen Reaktorgefäß und einer zweiten äußeren Schutzhülle zu sein; nun muß ein Kühlkreislauf mit Wärmetauschern und Pumpen gebaut werden, um die Kühlung dann aufrecht erhalten zu können - das ist ein Wettlauf mit der Zeit.
Und meine Befürchtungen, daß es auch mit den anderen Reaktoren Probleme geben könnte, scheinen sich leider zu betätigen.

Nur nebenbei bemerkt - Tschernobyl war vor 25 Jahren. ab Ende April.
Kiew, die Millionenstadt für die der Tschernobyl-Strom produziert wurde und die nur 100 km entfernt liegt vom Unglücksort, hatte damals großes Glück, daß der Wind nach Norden gerichtet war. In Weissrussland sind die Folgen spürbar geworden.
ZDF-Beitrag über Tschernobyl heute (Video, ZDF)
In dem Beitrag wurde von der "Lektion von Tschernobyl" gesprochen. Diese Lektion soll sein, daß
Transparenz bei einem solchen Unfall hergestellt werden sollte (damals wurden die Bewohner im Umfeld erst 3 Tage nach der Katastrophe evakuiert). Die "Lektion von Tschernobyl" ist aber in Vollständigkeit eine viel weitgehendere. Sie lautet: Alle AKWs sind so schnell als möglich (im Prinzip: sofort) abzuschalten und keine neuen zu errichten! Das ist die Lektion von Tschernobyl!
Wie sagte Frau Merkel am 12.3.2011 bei einer Wahlkampfveranstaltung: "Es ist eine ungewöhnlich außergewöhnlich schwierige Situation." Stimmt. Aber die Ursache ist letztlich nicht ein Erdbeben und damit auch nicht situationsbedingt, sondern es ist die schon jahrzehntelange permanente Überschätzung der Sicherheitsgewährleistung von Atomanlagen. Die Rumeierei wird allerdings ihre Fortsetzung finden - der Herr Umweltminister Röttgen hat das in seinem Interview gegenüber "heute.de" am Sa-Abend schon ganz deutlich wieder vorgeführt (Sicherheit... "nach menschlichem Ermessen..." - das interessiert doch die potentiellen und noch unbekannten Katastrophen(szenarien) nicht - das menschliche Ermessen! :-().
Wie sicher sind deutsche Atomkraftwerke?- Interview mit dem Experten von Greenpeace und einem Vertreter der Atomindustrie (Video, ZDF)

Übrigens, kann man meiner Meinung nach schon jetzt sehen, daß die Sicherheitsvorkehrungen auch nach klassischer Betrachtungsweise unzureichend waren/sind. Für die Funktion der Kühlsysteme gibt es 3 Absicherungsstufen - das allgemeine Stromnetz, die Notstromgeneratoren, die Batterien. Die einfache Rechnung lautet: 1 Fehler, oder zwei... 3-1=2 bzw. 3-2=1 --> Sicherheit. Die Natur droht aber schon mit 2 "Fehlern/Störungen": Erdbeben und Tsunami! Also sind 3 Sicherungen von vornherein nicht ausreichend an dieser Stelle. Es hätten mindestens 4, besser 5 sein müssen! Aber auch eine solche Sicherheit hätte keinen Anspruch auf Absolutheit! (Wahrscheinlich wird argumentiert werden, daß es auch Schutzmaßnahmen gegen die Tsunami-Welle gibt. Aber wie zu hören ist, hat es die Schäden bei der Notstromversorgung nun doch infolge des Tsunamis gegeben.)

PS.7:
13.3., 9.55 Uhr:
Jetzt sind bei 6 der insgesamt 10 Reaktoren der beiden Atomkraftwerke in Fukushima die Kühlsysteme ausgefallen. Das heißt, daß nur 4 Systeme noch funktionieren. Aber wie genau funktionieren diese noch - stabil oder auch kurz vor dem Ausfall? Man muß bedenken, daß die Belegschaft eines Atomkraftwerkes wahrscheinlich nicht dafür qualifiziert und ausreichend groß ist, um derartige Neuinstallationen wie einen kompletten neuen Kühlkreislauf und entsprechende Umbauten vorzunehmen. Ohne sofortige und massive Hilfe von außen wird man diese Probleme nicht in den Griff bekommen können. Aber vielleicht ist es schon zu spät. Denn 6, oder dann bald vielleicht sogar 10 Reaktoren - das ist in der Kürze der Zeit doch kaum zu bewältigen. Das Richtige und Wichtige wäre es jetzt, die Menschen aus dem Gebiet zu evakuieren. Und wenn auch nur sicherheitshalber bis die Lage sich wieder normalisiert. Ob 10 oder 20 km Umkreis ausreichen? Besser wären wohl 30 oder sogar 40-50 km.

Über die verstrahlten Menschen und Gebiete von Übermorgen wird heute schon nicht nachgedacht:
Kernkraft weltweit im Kommen (Video, ZDF)
Die Manager und Profiteure werden dann die unverstrahlten Restflächen besiedeln...

PS.8:
Ein schwedischer Atomingenieur meint zu der Entwicklung:
Reaktorsicherheit: Lars-Olov Höglund, ehemaliger Chefingenieur KKW Forsmark (Video, ARD)

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Beitragvon La Donna mobile » 13.03.2011, 19:24

miljas hat geschrieben:Hallo,

Herzlichen Glückwunsch zum Frauentag!


Na - der wird sicher bald abgeschafft werden...
"Warum Frauen lieber schön als schlau sein wollen" (Video, ARD, 6:46 min )

"fashiontv - Carla Bruni Portrait Retro " (Yt-Video, 6:42 min, im Vorspann einige Sekunden Werbung)

"Frau Holle, Filmmusik " (Yt-Video, 5:39 min)


Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

[align=center][/align]


Danke, - ja, klar, ist doch eine lustige Sache, das! Wir Mädels haben eine rote Rose von den Gewerkschaftlern am Firmeneingang erhalten, wie jedes Jahr halt und sonst war eigentlich keiner besonders nett zu uns :-(. Egal - wir sind ja eh die Königinnen, die Besten, die Unentbehrlichen, die Hoffnungsträger, die Zukunftssicherer, die Würdiger der Vergangenheit und die Bewahrerinnen des Kultur- und sonsigen Gutes, kurz, wir sind Klasse!
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Beitragvon miljas » 14.03.2011, 14:49

Hallo,

es ist zwar noch nicht Ostern, aber ich bitte euch dennoch atomkernig:

Kauft alle Eier!
Und schickt sie der Regierung!
Und allen mitherumeiernden Politikern!
Sie brauchen sehr viele davon.


( Wie sicher sind deutsche Atomkraftwerke? (Video, ARD) )


Viele Grüße und vielen Dank - miljas :t252: :t252:

PS.:
Man kann die Eier hartkochen und dann in so eine Art kleine Castoratrappe verpacken,
damit sie den Transport besser überstehen. ;-)
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Beitragvon miljas » 15.03.2011, 02:24

Hallo,

es ist erfreulich, daß überhaupt etwas und ausführlicher dazu gesagt wird:
Wie gefährlich ist das Restrisiko? (Text, ARD)

Wer bestimmt, diesem Risiko den Vorsatz "Rest" zu geben?
Das scheint eine fachlich-politisch korrekte Bezeichnung zu sein.
Was, wenn ich das nun einfach "Hauptrisiko" nenne!
Denn so lange alles funktioniert, ist es ja kaum riskant.
Wenn es aber nicht mehr funktioniert, dann wird es riskant.
Und in diesem Sinne könnte ich eigentlich "Haupt" auch
weglassen - denn das ist das RISIKO !

Es hat schon sehr viele Störfälle gegeben.
Und spätestens seit Tschernobyl muß man sagen:
Ein Atomkraftwerk kann explodieren!
Mit all den möglichen Folgen, insbesondere mit großflächiger Verbreitung
von Radioaktivität (in Form radioaktiver Substanzen), aber auch Vergiftungsgefahr (Plutonium).
Das ist das RISIKO.

Hier wird über den vorherigen Stand der Dinge in Fukushima I berichtet :
AKW-Betreiber rechnen mit Kernschmelze (Video, ZDF)

In Japan ist das nächste Reaktorgebäude (Block 2) durch eine Explosion zerstört worden
(vermutlich wird es so sein - ich habe nur gelesen, daß es eine Explosion gab).
Nun kann man nur hoffen, daß die improvisierten Kühlversuche doch erfolgreich sein werden,
um das Allerschlimmste zu verhindern.
Natürlich ist es von außen schwierig, etwas zu beurteilen.
Auf den Fotos ist zu erkennen, daß das Kraftwerk von See aus erreichbar ist.
Also müßte und könnte man vielleicht schnellstens erforderliche Technik auf diesem
Wege dorthin transportieren. Vorausgesetzt natürlich, daß man überhaupt weiß,
was man tun will und kann und genau benötigt.


Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

PS:
Jetzt wurden weitere Informationen bekannt.
800 Arbeiter waren in dem Kraftwerkskomplex tätig.
Jetzt hat man nur noch 50 dort belassen, weil die Strahlenbelastung zu stark geworden ist.
Der japanische Ministerpräsident, der selbst die Leitung des Krisenmanagements für das AKW übernommen hat, forderte die Menschen im Umkreis von 30 km auf, ihre Häuser nicht zu verlassen.
Im Block 4 soll ein Brand ausgebrochen sein.
Es sieht leider alles sehr schlecht aus.

Ich war im Juni 1986 nach Kiew gereist.
In Kiew war es relativ normal - es wurde viel gewischt und gespült.
Zur gleichen Zeit war in 100 km Entfernung mit Spülen nichts auszurichten.

Ich ziehe mich jetzt von diesem Atomunglück in Japan und den Nachrichten darüber zurück.
Ich kann ohnehin nichts tun und möchte nur sagen, daß ich so etwas auf keinen
Fall ein drittes Mal erleben möchte.
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Beitragvon miljas » 15.03.2011, 16:08

Hallo,

der neue Beschluß:
Bis 15. Juni werden die ältesten (bis 1980) in Betrieb genommenen Reaktoren
außer Betrieb gesetzt, und desweiteren bleibt AKW Krümmel abgeschaltet vom Netz.
Neckarwestheim I wird dauerhaft nach Informationen aus Stuttgart stillgelegt.

Vom Prinzip her zunächst erfreulich, aber...
Daß der Herr Mappus so kurz vor den Wahlen vom Saulus zum Paulus wurde... ?
Ich habe gehört, daß N I nach den alten Bestimmungen ohnehin in diesem Jahr
die Abschaltung drohte.

Ein Spezialist von der RWTH Aachen sagte, daß es mindestens ein halbes Jahr dauern wird,
bis man von Fukushima I einen umfassenden und nachprüfbaren Bericht erhält.
Und erst danach kann man in dieser Frage selbst umfassend tätig werden.
Das leuchtet mir ein.
Ab wann die Fachleute in Japan beginnen können, den ausführlichen Bericht
tatsächlich zu schreiben - das ist gegenwärtig auch überhaupt nicht klar.
Denn sie haben im Moment dort andere Probleme.

Insofern ist dieses viertel Jahr vielleicht doch nichts weiter als ein Beschwichtigungsversuch.
Retten, was zu retten ist. Und im Sommer denken die Leute dann alle an Urlaub...
Man hätte doch sofort beschließen können, daß die 7 alten "Kisten" und dieser
Krümmel-Problemfall sofort stillgelegt werden. Greenpeace sagt, daß vor 2 oder 3 Jahren
bei großer Sommerhitze schon einmal 7 Reaktoren vom Netz genommen werden mußten
und die Versorgung gesichert war. Sicher, Sommer ist natürlich nicht Winter
(obwohl es da vielleicht gar nicht so große Unterschiede gibt im Verbrauch? - denn im
Winter mehr Heizung und Licht, im Sommer mehr Lüftung und Kühlung).
Da sollte eben überall versucht werden, mit dem Stromverbrauch etwas sorgsamer
umzugehen. Und dann ist das auch zu schaffen und die Beseitigung der Gefahr ist viel wertvoller.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

PS.:
Das einzige, was in dem havarierten japanischen Atomkraftwerk noch helfen könnte, wären Roboter. Aber, abgesehen von der Qualifikation solcher Geräte (also wozu genau sie fähig wären), müßten sie wahrscheinlich auch strahlungsunempfindlich sein. Und weil die moderne Elektronik an dieser Stelle auch immense Probleme bekäme, wären solche Lösungen auch kaum möglich.

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Beitragvon miljas » 16.03.2011, 05:29

Hallo,

gestern habe ich mir einige Videos von Beobachtern der Tsunami-Katastrophe in Japan angeschaut.
Es gibt Aufnahmen, die von einem Flugzeug oder Hubschrauber aus gemacht wurden und Aufnahmen, die von erhöhten Standorten, also Häusern oder Bergen, aufgenommen wurden. Wenn man das sieht, wirkt es auf einen gleichzeitig beeindruckend und beunruhigend.
Ich weiß nicht, wie groß die Vorwarnzeit war. Aber ich denke, es werden nur wenige Minuten gewesen sein. Die Wellen sollen Jet-Geschwindigkeit erreichen - also so um die 800 km/h. Das würde bedeuten, daß die Wellen 7-8 Minuten nach dem Beben die Küste erreichten. Ich werde hier nicht die verschiedenen Videos verlinken. Aber eines ist recht interessant, denn es werden Aufnahmen aus einer Stadt gezeigt, die eine 10 m hohe Schutzmauer besitzt:

Bilder aus Taro/Miyako (Video, n-tv)

Der Kommentarstil ist zwar nicht mein Ding, aber von der Sache her wird im Kommentar von einer "meterhohen Flutwelle" gesprochen, die die Mauer überwunden hat.
Diese Welle muß dann mindestens 10 m hoch gewesen sein - wahrscheinlich eher 12 - 15 m, so wie es im Film zu sehen ist.
Wenn man dort wieder siedeln will, muß man sich gründliche Gedanken machen... ich habe auch schon von noch höheren Tsunami-Wellen gelesen.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:
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Beitragvon miljas » 16.03.2011, 23:48

Hallo,

es gibt eine internationale Atomenergiebehörde.
Gehört zur UNO.
Sitzt in Wien.

Hinter den Kulissen der Atomenergiebehörde IAEA (Text, ARD, Video von dort erreichbar)

Chef der Behörde ist gerade ein Japaner.
Morgen will er nach Hause fliegen...


Hoffen wir, daß der Einsatz der Wasserkanonen erfolgreich sein wird,
so daß man dann weiter an anderen Lösungen zur Kühlung arbeiten kann.

Es tut mir so leid für die Japaner (vor allem für die Menschen aus der direkten Umgebung)
und ich hoffe, daß es noch ein halbwegs gutes Ende finden wird und keine großen Flächen
bis eventuell nach Tokio verseucht werden.
Das, was bisher geschehen ist, reicht als "Denkzettel" für alle (für die gesamte Welt)
völlig aus. Nun sollte sich das Schicksal gnädig zeigen.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:
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