Coldplay - "Yellow" 4:22 min
Travis - ''Why does it always rain on me'' 4:28 min
Der Sommer schlummert
unbekümmert
und unbenummert (Telefon)
bis zum 22222222222222. Juni
(oder kurz davor: 21.)
Enya - "Only Time" (deutsche Übersetzung) 3:35 min
PS.:
Heute morgen ist ein etwas größerer Brocken aus
dem All bei Tscheljabinsk (Ural-Gebiet, 1500 östlich Moskaus) explodiert.
Meteorit Tscheljabinsk 49 s
Der sichtbare Vorgang dauerte etwa 20 Sekunden.
Explosion Tscheljabinsk 16 s
Es soll zum Glück nur Glasschäden gegeben haben,
viele Verletzte infolge der herumfliegenden Glassplitter
Knapp 1000 Verletzte nach Meteoriteneinschlag (Text, ARD; Video von dort erreichbar)
Würde mich interessieren, wann man etwas auf einem Radar gesehen hat.
Vermutlich fliegen die Dinger ziemlich schnell (der große heute nacht mit
7,8 km/s). Im Unterschied zu Raketen starten sie natürlich nicht auf der Erde.
Raketen können deshalb von Satelliten frühzeitiger erkannt werden.
Aber dennoch - was sind unsere Warnsysteme gegen Raketen
eigentlich wert?
ZDF-Beitrag
Hier zu erfahren:
Experten schätzen, daß der Meteorit sich mit 54.000 km/h = 15 km/s zur Erdoberfläche
raste. Der wird kurz vor der Explosion unheimlich heiß gewesen sein.
Ein russischer Astronom meinte, daß uns 10% aller gefährlichen kosmischen
Objekte bekannt sind (naja... das ist natürlich eine Schätzung, denn wenn wir
wüßten, wieviele es insgesamt gibt, wäre deren Bekannheitsgrad schon höher
aber prinzipiell hat er Recht, daß sich die Wissenschaftler darum stärker kümmern sollten.
Eine Frage ist für mich jetzt nebenbei auch beantwortet worden.
Die Russen lassen Videoaufzeichnungen in den Autos ganz gezielt
mitlaufen, um mögliche Unfälle zu dokumentieren. Deshalb gibt es
so viel Filmmaterial von Unfällen im russischen Straßenverkehr.
Es sind also keine Zufalls- sondern Überwachungsaufnahmen.
PS.2:
Das Wochenende ist im Eilanmarsch. Es ist Zeit, sich wieder einmal
einen Martin(i) (Buchholz) zu genehmigen:[spoil]
[/spoil]Der Sturm der Sterne
als Rache für Ratzi
Wahrlich, ich sage Euch: Es kam der Tag, da der Zorn des Herrn
übermächtig wurde, mächtiger als Er selbst. Und Er öffnete seine
Himmel und ließ einen Feuerball hinabstürzen zu den Gefilden der
Sündigen. Und Er ließ einen fürchterlichen Sternenhagel stürmen
über die Erde. Denn so steht es geschrieben: Und ein gewaltiger
Hagelschlag mit pfundschweren Stücken wird fallen vom Himmel
auf die Menschen herab. (Offb. 16, 17) Und es brach ein großes
Wehklagen aus auf der Erde. "Herr, wofür willst du uns strafen?"
Und Gott sprach mit Donnerstimme: "Fürwahr, Ihr müßt büßen,
denn unter euch weilt der vermaledeite Benedikt. Der war einst
mein Stellvertreter auf Erden. Doch er warf seinen Hirtenstab weit
von sich und reichte die Kündigung ein, ohne mich zuvor anzurufen.
Das lasse ich mir als Chef nicht bieten. Darum lasse ich nun über
die Menschen kommen die Zeichen meines himmlischen Zorns."
Dies sind die Anfangs-Verse der Offenbarung, wie sie verkündet
wird im Ersten Buch Martin. Denn wie anders sollte man wohl den
Meteoritenhagel erklären, der da über uns kam, wenn auch vorerst
nur als göttliche Generalprobe im fernen Ural. Die wahre Apokalypse
steht uns noch bevor. Und das ist alles die Schuld jenes Abtrünnigen,
der uns Deutsche nicht mehr Papst sein läßt!
Noch immer wird gerätselt, wie es zu seinem Rücktritt kam. Doch
es mehren sich die Hinweise, daß die Bundeskanzlerin ihre Finger im
Spiel hatte, genauer: die Finger am Handy. Angeblich soll sie nämlich
in der letzten Woche ein Telefonat mit dem Noch-Papst geführt haben.
Dabei soll sie ihm ihr "vollstes Vertrauen" ausgesprochen haben. Und
da wußte der Ratzinger, daß er endgültig verratzt war. Deshalb ist er
vor lauter Schiß von selbst zurückgetreten. Obwohl ein Papst
wahrscheinlich gar keinen Schiß hat, sondern höchstens Heiligen Stuhlgang.
Als Rücktrittstermin hatte er sinnigerweise den Rosenmontag
ausgesucht, wo ein großer Teil seiner deutschen Landsleute zumindest
in den rheinischen Tiefebenen in den seltsamsten Kostümierungen
herumläuft. Und das macht ja der Papst das ganze Jahr über.
Der gewesene Papa Ratzi hat ja anscheinend einen leichten Hang zur
Transe. Er stellte sich immer nur in den ausgefallensten Röcken und
Kleidern zur Schau. Ratze-Fummel nennt man so was in Berlin.
Jetzt sucht man dringend einen Nachfolger. Aber irgendein
Furienkardinal wird sich schon finden, dem seine schicken roten
Schuhchen passen, damit der in seine reaktionären Fußstapfen treten
kann. Ex cathedra hatte er uns bei seiner Amtseinführung sein
Evangelium der alten Werte verkündet: "Einen klaren Glauben zu haben,
gemäß dem Credo der Kirche, wird oft als Fundamentalismus hingestellt."
Und weiter: "Wenn das so ist, dann laßt uns fundamental sein im
Glauben. Laßt uns ankämpfen gegen den Relativismus, gegen den Ungeist
der kritischen Beliebigkeit. Die Menschen wollen nicht mehr
hin-und-her-gerissen-sein im Widerstreit der Meinungen."
Und alle publizistischen Pilger, darunter so manche Spätheimkehrer
aus der 68er Bewegung, die zuvor brav ihr Hirn bei der kollektiven
Kollekte abgegeben hatten, warfen sich daraufhin zuhauf vor den
römisch-orthodoxen Ayatollah auf den Bauch. In fast jeder Gazette
hörte man die Reumütigen plärren: "Papa peccavi! Wir haben uns
schwer versündigt am heiligen Geiste. Lasset uns aufhören mit dem
Widerstreit der Meinungen, mit dieser unseligen Diktatur der Demokratie!
Hinfort mit dem Pfuibaba von Emanzipation, Gleichberechtigung und
Selbstbestimmung."
Und so verratzte auch immer mehr die kritische Vernunft dank des
Denk-Verhüterli aus dem Peters-Condom. Vorwärts Kameraden,
wir müssen zurück ins Mittelalter. Natürlich gab es einige störrische
Ketzer, die lieber im Zeitalter der Aufklärung bleiben wollten. Die
konnten von Glück reden, daß die segensreiche Einrichtung der
Heiligen Inquisition noch nicht wieder eingeführt war, obwohl der
Gebenedeite unermüdlich auf dieses Ziel hingearbeitet hat. Auf dem
Scheiterhaufen hätten auch die letzten Ungläubigen gemerkt,
daß man für diesen Papst Feuer und Flamme zu sein hatte.
In Sachen Sexismus war der Gerontologie-Macho ebenfalls ein
leuchtendes Vorbild. Ein männliches Oberhaupt, das mit seinem
erigierten Hirtenstab ständig in den weiblichen Unterleib hinein
regierte. Und da kennt er nur eine antikonzeptionelle Methode --
nämlich, daß Gott verhüte! So erteilte er alleweil seinen Segen:
Urbi et uteri!
Es gilt schließlich, das ungeborene Leben zu schützen. Auch
und gerade in jenen Ländern der Dritten Welt, besonders in Afrika.
Dort allerdings dauert das geborene Leben dann meist nicht lange.
Hunderttausende Kinder krepieren bald nach der Geburt elendig an
Hunger und Seuchen. Da geht es nicht mehr ums Leben, sondern
ums Überleben.
Falls aber zu viele überleben sollten, muß man schwerere Geschütze
auffahren. Deshalb hatte (oder hat?) die Bank des Vatikan auch ihre
Aktien bei den größten Rüstungskonzernen, die jeden Massenmörder
in den sogenannten Krisengebieten reichlich mit Mordwerkzeug
ausstatten. So gehen die Bänker des Vatikan mit apostolischer
Benediktion über Leichen, denn irgendwas muß ja getan werden
um die unverantwortliche Überbevölkerung -- besonders in diesen
Gebieten -- einzudämmen. Das ist gewissermaßen eine postnatale
Geburtenkontrolle, eine kollektive Abtreibung -- allerdings erst nach
der Geburt. Mit Gottes Segen, weg damit!
Aber das muß man ja nicht an die große Glocke hängen. Denn da
mangelt es doch so manchem gläubigen Katholiken am rechten
Verständnis. Die sind ja zuweilen in ihrer Naivität päpstlicher als der
Papst, wenn es ums geborene menschliche Leben geht. Dabei haben
die klerikalen Leichenbeschauer doch immer die posthume Seelsorge
der Betroffenen im Auge: Wie formulierte es einmal ein deutscher
Militärbischof so einfühlsam in seinem Wort zum Totensonntag:
"Den Hinterbliebenen bleibt doch immer ein großer Trost in dem
Wissen: Wer früher stirbt, lebt länger ewig."

(
[/spoil]