In diesem Forum können auch Gäste schreiben, Beiträge nach dem Absenden aber weder bearbeiten noch löschen. Wir behalten uns vor, alles, was nicht dem Forumgedanken entspricht oder ungesetzliche oder den guten Sitten widersprechende Gedanken oder Spam enthält, zu moderieren, zu editieren oder zu löschen.<br><br>Als Mitglied schreibe hier bitte ausschließlich nach dem Login, um Fakes grundsätzlich zu vermeiden.
Es wird immer so argumentiert, daß während der Nazizeit die deutschen Oppositionellen Zuflucht in anderen Ländern fanden (Exil). Das stimmt. Allerdings waren es absolut gesehen nur eine "Handvoll" Menschen. Und sicher nicht solche, die im Ausland sich als "deutsch" ("jetzt bin ich hier, ein Deutscher... ") benahmen. Die Zustände in der jetzigen Zeit sind völlig andere. Eine jahrzehntelange verfehlte "Gastarbeiter-Politik" trifft nun auf die Probleme der Kriminellen (Libanesen) und der Wirtschafts- und Bürgerkriegsflüchtlinge. Das sind völlig andere Dimensionen und Zustände. Im Grunde genommen - zumindest der Ansatz - drohen amerikanische Verhältnisse (Mafia, Ghetto a la Bronx ...) punktuell, je nach Entwicklung im Weiteren.
So sehr ich auch das Verhalten von Leuten in Sachsen ablehne, die Terror, Angst und Schrecken gegenüber den Menschen anwenden, die wochen- und monatelang aus den Problemgebieten dieser Welt geflüchtet sind bis Deutschland - diese Neonazis kommen nicht aus dem Nichts. Nein, die kommen aus der deutschen Wirklichkeit! Aus Familien, aus Wohngebieten, aus Schulen, etc. Natürlich möchte niemand eine "normale Gegend" nun in eine kriminelle und kulturell völlig veränderte Gegend umgewandelt sehen. Davor haben die Menschen Angst. Wenn 1 Mensch kommt, oder 10 - okay. Wenn es jedoch plötzlich Hunderte, Tausende sind - und das landesweit... das ist ein Weg, der schwierig sein und alle möglichen Probleme bringen wird.
Wenn nun diskutiert wird, daß die Menschen abgeschoben werden sollen bei unberechtigtem Asyl-Antrag... wer glaubt denn ernsthaft, daß große Teile dieser Betroffenen sich dann wieder abschieben lassen... ??? Sie werden versuchen, illegal in den westeuropäischen Ländern zu bleiben. Wer es einmal bis hierher geschafft hat... dann höchstens noch andere Länder und weiter, wenn sich Möglichkeiten ergeben (Verwandte in USA, Kanada, Australien etc. ... ) (Und außerdem halte ich solche Abschiebungen so und so für problematisch. Selbst wenn es sogeannte "'Wirtschaftsflüchtlinge" sind - die meisten von ihnen wollen sicher für ihren eigenen Lebensunterhalt selbst arbeiten. Wenn es bürokratische Hindernisse, zu wenig Stellen für Geringqualifizierte oder keine Angebote zur Qualifizierung gibt, verschlechtern sich die Chancen auf Integration der Menschen.)
Das Kernproblem des Ganzen sind nach wie vor die Krisensituationen in den benachbarten Weltregionen - die Nahostprobleme, das Problem eines fehlenden Palästinenser-Staates, die verfehlte Irak-Politik, insbesondere der Amerikaner, genauso wie die verfehlte Afghanistan-Politik, neuerdings die Ergebnisse des "arabischen Frühlings", die kolonialen und neokolonialen Nach- und Auswirkungen in Afrika. Europa ist weiter gekommen mit seiner europäischen Entwicklung, auch wenn es jetzt die Schwierigkeiten bezügl. GB, Griechenland, dem Euro allgemein und bezügl. der Ukaine bzw. dem Europa-Russland-Verhältnis gibt. Es muß allerdings mehr unternommen werden, um die europäische Entwicklung voranzutreiben und die natürlichen europäischen Nachbarregionen bis weit nach Afrika und in den Nahen Osten hinein wirtschaftlich und politisch förderlich für alle Seiten zu beeinflussen. Wenn man nur meint, die wirtschaftlich-politischen Kooperationen mit weiter entfernten Weltregionen wie USA, Japan seien die einzig wichtigen, dann irrt man. Das ist nicht alles. Und die Schwierigkeiten von territorialen Nachbarregionen können erheblich störend wirken, wie es gerade zu Tage tritt. Gestern war gestern.
Und unseren spitzen Politiker... Markige Worte gegen das sichtbar Böse sind sicher nötig. Aber mehr Realismus in der Betrachtung der Gesamtwirklichkeit über die gesamte Zeit ist viel notwendiger. Übrigens, Joschka Fischer lebt auch noch... Jetzt beschäftigt er sich auch mit Flüchtlingsfragen. Und warnt, daß Europa daran und damit scheitern könnte. Ich habe eher den Eindruck, Europa könnte vor allem an unfähigen Politikern scheitern... Als Fischer zum Geldverdienen abdrehte, war es wahrscheinlich seine beste Idee...
PS.: Man sollte es auch so sehen: Die DDR war ein vergleichsweise gegen den Rest der Welt abgeschottetes Land. Die Sachsen noch viel mehr ("Tal der Ahnungslosen", da dort kein West-TV). In den ländlichen Gegenden ist man eher regional eingestellt - Erzgebirge... mit eigenem Dialekt, Traditionen ... Als im Westen die "Gastarbeiter" aufkreuzten, gab es zwei bis drei wichtige Voraussetzungen: - Die Menschen, die kamen, wollten arbeiten, auch unter schwierigen Bedingungen - Die (West-)Deutschen wollten Wohlstand und tolerierten die Ausländer - Seither sind mehrere Jahrzehnte vergangen und neue Generationen sehen alles anderes und besser - Die schlechten Erfahrungen des Westens in den folgenden Jahrzehnten mit mangelnder Integration konnten die Ostdeutschen besichtigen. Und wenn nur jeder 1000. Sachse etwas Negatives gesehen hat - es reicht aus, um die gesamte "Mannschaft" in ablehende Sichtweise zu bringen. Und wenn dann noch solche üblene Hezter mit faschistisch-rassistischen Orientierung sich an die Spitze von Bewegungen setzen, dann wird es leider ganz übel.
ich glaube, man muß in dieser Frage der Aufnahme von Ausländern in größerer Zahl schon genauer hinschauen. Anders als die USA, Kanada, Frankreich oder Großbritannien ist Deutschland weder ein Einwanderungsland gewesen wie die ersten beiden Nationen, und es war auch kein traditionelles Kolonialreich wie die beiden anderen Nationen. Das ist erst einmal Fakt. Daß die Entwicklung im geteilten und "kürzlich" wiedervereinigten Nachkriegsdeutschland auch eine besondere war, ist auch Fakt.
Die Aufnahme von verfolgten Flüchtlingen kann nicht nur eine Frage der Verfassungsdefinition sein, sondern muß auch von der Bevölkerung im breiten Umfang mitgetragen werden. Das wird sie mittlerweile auch. Wenn es aber auch viele Menschen gibt (zum Beispiel in Sachsen), die Bedenken haben, dann muß man sich dem stellen. Wenn ein führender Politiker nun nach schrecklichen Geschehnissen um eine Flüchtlingsunterkunft von "Pack" spricht, dann muß er sich fragen lassen, wen genau er damit meint? Ob er im engeren Sinne nur diejenigen meint, die gewaltätig und terroristisch auftreten und aufgetreten sind, oder ob er auch die anderen meint, die Bedenken haben, sich aber nicht gewaltätig verhalten.
Ich kenne es aus einer gewissen, nun auch nicht völlig vertieften, Anschauung, daß die Roma nicht die in die Deutschland übliche Lebensweise haben. Wenn sie in den Balkanländern nicht gut gelitten sind, dann wird es hier in Deutschland auch Schwierigkeiten geben, wenn sie irgendwo spontan campieren und durch die Gegend ziehen oder in Stadtteilen ghettomäßig leben und schlechte Viertel dann in noch schlechteren Zustand kommen. Wenn Ausländer in großer Zahl hierher nach Deutschland kommen und sich dann oft auch in einer gewissen Logik - je nach Herkunftsland - zusammenfinden in Wohngebieten, dann sind Verdrängungskonflikte vorprogrammiert. Ein Teil der bis dahin deutschen Bewohner zieht dann weg und der andere Teil wird unter Umständen opponieren. Und dieses politische kommunale Mikroklima findet dann Widerhall im Lande, je nach Befürchtungen und Ängsten. Wenn ein Land prosperiert, oder auch eine Gegend, dann wird es auch in dieser Hinsicht weniger Probleme geben. Gegenseitiges Vertrauen muß wachsen und ermöglicht werden. Die Frage der Roma ist sicher eine spezifische. Neulich sagte jemand, daß sie keinen eigenen Staat haben, der ihnen Schutz bieten könnte. Ja, warum ist es so...?
Bezeichnungen wie "Pack" und "Dunkeldeutschland" finde ich nicht passend bezüglich der Gesamtproblematik. Neben den beiden Extremen der sich einerseits kriminell Verhaltenden und der andererseits aktiv Flüchtlingen Helfenden gibt es eine breite Zwischenschicht. Die Politiker haben schon oft genug Probleme ein großes Werk vor einer Schließung zu bewahren und Arbeitsplätze zu sichern.Sie sollten sich endlich Gedanken machen, wie sie für die gesamte Bevölkerung (einschließlich der Neubürger) ausreichend Arbeit schaffen und sichern können. (Und preiswerten Wohnraum schaffen ist dann gleich der nächste Punkt - siehe Mietensteigerungen in den Großstädten...).
Eine Lösung der Nahostprobleme ist sicher schwierig. Zu viele Widersprüche und Konflikte... Dennoch - man muß versuchen die explosivsten Konflikte zu entschärfen, um dort bestmögliche Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand für die Massen zu schaffen. Mir persönlich ist es gleich, an welchen Islam wer glaubt. Ob es nun Schiiten sind, oder Sunniten oder was auch sonst für eine spezielle Richtung. Wenn man mit jedem zusammenarbeiten und Geschäfte machen kann, dann soll man es tun und im Zuge dessen versuchen, alle Seiten erleben zu lassen, daß dieses das Wichtige ist. Daß nur aus einer konkreten Wirtschaft heraus mit den notwendigen Verwaltungs- und Infrastrukturumfeld so etwas resultieren kann. Glaubenskriege bringen keinen Wohlstand. keine Sicherheit und haben auch keine Zukunft. Und das wissen die Pragmatiker aller Seiten auch ganz genau...
PS.: Dieses Betroffenheitsgebaren von Politikern angesichts des Todes von Flüchtlingen in einem LKW ist ziemlich fragwürdig. Selbst eine solche Tötungsvariante, obgleich nicht in diesem Umfang, ist in Europa seit Jahren bekannt. Ich entsinne mich, daß wiederholt Menschen auf dem Wege von Frankreich nach Großbritannien auf diese Weise ums Leben kamen. Das ist immer nur eine Frage der Zeit, daß angesichts der Zustände solche Dinge geschehen. 20 und mehr Menschen in einem solchen Kasten eingesperrt. Und das vielleicht noch bei hochsommerlichen Temperaturen...
mittlerweile wird eine Zahl von "mehr als 70 Toten im Zusammenhang mit dem in Österreich gefundenen Kühllaster genannt.
Ich kenne mich mit diesen Fahrzeugen nicht aus. Ich weiß nicht, ob es neben der Kühlung auch eine Belüftung gibt. Vermutlich ja, aber wegen der Kühlfunktion wird diese schwach sein (das Fahrzeug braucht ja eine intensive Lüftung funktional nicht; denn die Kühlung der Luft kostet viel Energie - da wäre ein erhöhter Luftaustausch nur ineffizient). Bei mehr als 70 Menschen in diesem Kasten - das könnte man sich ja ausrechnen, für wieviele Minuten der Luftsauerstoff ausreichen würde. Ich vermute, bereits nach 15 ... 30 Minuten kann es kritisch werden (ich habe jetzt gelesen, daß ein Mensch 8 l/Minute benötigt; bei einem angenommenen Volumen des Kastens von 5x3x3 qm=45 qm reichen 45.000 l bei angenommenen 70 Menschen für ca. 1 Stunde; dabei müßte noch das Volumen der Menschen abgezogen werden; was ist eine schon eine Stunde bei einer längeren Fahrt... ???: Nichts!; abgesehen von den unmenschlichen räumlichen Transportbedingungen für die Menschen - eine solche Aktion ist als eindeutig lebensgefährlich anzusehen).
Asylantrag abgelehnt, Know how gesammelt (zur Beantragung von Sozialhilfe), Ausgereist, Und wieder eingereist, Und Neuantrag...
Die Total-Nazis und die Nazisympathisanten skandierten neulich, als Merkel in Heidenau war: "Volksverräterin". Diese Leute, abgesehen davon, daß sie Menschenleben in Gefahr bringen und bedrohen, benehmen sich überhaupt nicht "volkskonform". Jedes abgebrannte Haus kostet wieder Geld des deutschen Steuerzahlers... Scheine in Flammen...
Und das ist schon Schwierigkeit genug. Wenn dann noch Menschen in Deutschland aufwachsen, die für solche Terrororganisationen, wie es der IS ist, hier großgezogen werden - dann kommt auch ein großes Fragezeichen.
Selbstverständlich kann man nicht alle unter Generalverdacht stellen. Jedoch müssen die Grenzen klar gezogen werden und die Prävention ist erforderlich, immer und bei allen.
Es ist ein Dilemma. Der Ungar hat nicht unrecht. Wenn man allzu laut immer wieder sagt, daß alle willkommen seien - dann kommen auch sofort und bald alle...
Natürlich sind die Zustände in den Herkunftsgegenden katastrophal, so oder so - ob nun Krieg oder Armut und Diskriminierung. Diese Probleme müßten von allen Regierungen konstruktiv bearbeitet werden. Der Bürgerkrieg in Syrien muß beendet, der IS zerschlagen werden. Syrien hatte gut 20 Mio. Einwohnter. Von denen sind jetzt 7 Mio. als Flüchtlinge unterwegs.
na, schön - Diskusssion. Die osteuropäischen Länder erklären, daß die Aufnahme von Flüchtlingen (und vor allem, deren Anzahl) die Entscheidung der einzelnen Länder sein soll. Das kann ich in gewissem Grade nachvollziehen. Diese Länder haben alle noch einen großen Nachholebedarf um wirtschaftlich auf westliches Niveau zu kommen. Und die islamische Orientierung sehr vieler dieser Flüchtlinge würde natürlich auch in diesen vorwiegend christlich orientierten Ländern zu einer Anderung führen. Angesichts der entstanden Schwierigkeiten in Westeuropa (Parallelgesellschaften, Radikalisierung bis hin zum Terrorismus) ist die Entscheidung in solchen Fragen schwierig. Die Flüchtlingskonventionen sind sicher zu berücksichtigen. Wie sie dann allerdings genau umgesetzt werden, ist eine andere Frage. Man könnte und sollte vielleicht auch mehr Unterstützung in die arabischen Nachbarländer Libanon und Jordanien und auch in die Türkei geben, damit die Flüchtlinge, jedenfalls das Gros, dort bleiben, in einem islamischen Umfeld. Irgendwelche religions-ethnischen künftigen Auseinandersetzungen in Europa sollte man nicht riskieren. Die Balkankriege waren schon schlimm genug und die gedeihliche und friedliche Entwicklung dieser Region ist längst noch nicht gesichert.
Juncker hat einen Plan zur Verteilung von 120.000 weiteren Menschen vorgelegt. Vielleicht sollte er insgesamt und auch im Plan jeweils noch eine Null dranhängen ?
Im Winter wird es erst einmal abklingen. Aber der nächste Frühling und der nächste Sommer kommen.
In Deutschland sollen 6 Mrd. mehr bereitgestellt werden. Bei 800.000 Menschen kann man sich ausrechnen, weiviel Geld das pro Jahr und pro Kopf sein werden. Klar - so etwa H4- Niveau... Aber so läuft es ja nicht - große Teile des Geldes müssen auch an Beschäftigte gezahlt werden.
"Prima" Rassisten großgezogen... Aber nicht nur von der DDR (Rassismus war kein offizielles Erziehungsziel in der DDR!) - die meisten dieser Rassisten sind auch die jüngeren - neubundesländisch erzogen... ! (Und wenn so etwas in der DDR unter der Decke immer noch präsent war - dann aus schwarz-rot-weißen und khaki-farbenen Zeiten..., die alte Bundesrepublike war nun etwas reisefähiger in Richtung Welt und offener für eine größere Anzahl Südländer geworden...)
das ist nun alles nicht die "feine englische Art"... Die Flüchtlinge müssen in Nußschalen Meeresüberquerungen wagen, dann Hunderte Kilometer laufen oder Unsummen für Taxis bezahlen, sich in Züge drängeln, in Lagern kampieren, quasi unter offenem Himmel, ohne ausreichende Versorgung, Rasierklingenzäune überwinden...
Da muß man sich wirklich fragen, was die Verantwortlichen in Botschaften und Behörden überhaupt sehen, haben sie alle Tomaten auf den Augen?
Eine solche Entwicklung, eine solche Tendenz - so etwas kann man sehen, wenn man vor Ort ist und genau beobachtet und hinschaut. Ich entsinne mich, daß bereits vor mindestens einem Jahr, oder noch früher, es hieß, daß man in Griechenland an der Grenze zur Türkei oder zu Bulgarien einen tiefen Graben anlegen wird, weil man die zunehmenden illegalen Grenzübertritte nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte. Daß die Ungarn jetzt diesen Grenzzaun bauen - ist das ein Wunder?
Ich bin der Meinung, man kann kein europäisches Land (EU-Mitglied) zwingen, Flüchtlinge in größerer Zahl aufzunehmen. Die religiösen Unterschiede und deren Folgen - das ist ein relevantes Thema. Andererseits sind die Ausgaben für Flüchtlinge in den Ländern, die sie aufnehmen, genauso relevant. Und entsprechend müssen dann EU-Geldströme umgeleitet werden - weg von den Ländern ohne Flüchtlingsaufnahmen, hin zu den anderen. Was, allerdings, weiterhin und grundsätzlich, fehlt - das ist eine EU-weit geltende Verfassung. Wenn es eine solche gäbe, wäre es auch viel leichter die Verpflichtungen aller Länder zu allen Fragen der europäischen Politik klarer zu definieren.
Wenn schon alle in einem Boot, dann aber auch richtig. Diese Versuche, ins Boot zu steigen bei schönen Wetter und die Segel zu setzen, und über Bord zu gehen, um eine Insel aufzusuchen, wenn höherer Seegang droht - das kann auf Dauer nicht sein.
PS.: Diese "Terrorismus-Kiste" ist natürlich lange noch nicht bis ans Ende ausdiskutiert. Die religiösen Auseinandersetzungen sind ein großes Übel. Natürlich - das waren sie auch in früheren Jahrhunderten. Die Kreuzritter sind ja nun keine Erfindung von Comic-Zeichnern...
Die Weltgemeinschaft insgesamt müßte sich zusammenfinden, um ein solches Übel ein für alle Male aus allen Religionen zu verbannen und jegliche Versuche, solche Gegensätze dann auch noch mit Gewalt, und insbesondere mit Terrorismus, durchsetzen zu wollen, auf das Schärfste zu bekämpfen.
Es mag sein, daß Religionen und Religionsrichtungen mit seltsamen und autoritären Tendenzen an die Macht kommen und dort versuchen ihre Macht zu halten. Die zivilsierte Weltgemeinschaft muß diesen Tendenzen geschlossen entgegentreten. So etwas darf sich nicht ausbreiten und unter Nutzung moderner Mittel auf allen Gebieten (Waffen, Kommunikation, Medien) operieren.
Sinnlose Kriege als "kurzfristige Lösung" bringen allerdings in solchen Situationen nichts. Wenn einfach die eine Religionsrichtung die andere ablöst und sich die Unterdrückung umgekehrt - das fördert nur das Fort- und Aufleben solcher Radikalisten.
der grenzfreie Schengen-Raum hat Grenzen. Die sogenannten EU-Außengrenzen. Wenn man die Reisefreiheit innerhalb des Schengen-Raumes erhalten möchte, muß man sich einigen, welche Funktion die Außengrenzen haben sollen. Abschotten oder durchlässig machen?
Daß die Syrer nach bereits jahrelangem Bürgerkrieg und staatsterroristischer Bedrohung das Weite suchen, und vor allem das wirtschaftlich hoffnungsvolle Weite - das kann man verstehen. Syrien war früher, bis zum sogenannten "arabischen Frühling" kein Chaos-Land. Es ging den Menschen relativ gut, soweit man das von von hier sehen kann. In Syrien herrschte eine Art arabischer Sozialismus, wenngleich es sich wohl ähnlich wie im Irak um eine auch gegenüber Gegnern brutale Familiendikdatur handelt. Von Festnahme und Folter politischer Gegner durch den syrischen Geheimdienst war oft zu hören.
Die gegenwärtigen Entwicklungen sind schwierig. Es kann keine Lösung sein, daß die Menschen alle weggehen aus ihrer Heimat. Wenn sie sich nach so langer Zeit sich zur Flucht entschließen, dann in der Fremde eine Existenz aufbauen, werden sie auch kaum wieder zurückkehren. Und damit gehen der Region natürlich auch die potentiellen Träger einer besseren politischen Zukunft verloren. Andererseits, wenn sie sich nun soweit auf den furchtbaren Fluchtweg begaben und es geschafft haben, die Distanzen zu überwinden, kann man sie nicht brutal abweisen. Es ist eine schwierige Situation, einerseits Menschen aufzunehmen, andererseits die Fluchtbwegung nicht noch weiter zu befördern. Was die Religion angeht - die staatlichen und grundgesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland und in den EU-Staaten dürfen nicht gefährdet werden. Man muß genau darauf auch hinwirken. Wer sich von den Neubürgern nicht daran halten möchte - der muß gehen. So knallhart muß man es wohl definieren. Dies sowohl zum Schutz des Landes, als auch zur Abschreckung von Menschen mit Systemwechselabsichten. Und ein solches Schutzbedürfnis besteht auch EU-weit. Wenn in den osteuropäischen Ländern dazu Bedenken bestehen, dann muß man das zur Kenntnis nehmen und gewissem Grade auch respektieren. Dieses Staaten haben noch keine Tradition der Aufnahme vieler Fremder aus anderen religiösen Kulturkreisen.
heute kam die Meldung, daß der Premier der Slowakischen Republik (Nachbarland Tschechiens, Ungarns u. Polens) sagte, daß die Slowakei sich niemals Flüchtlingskontingente verordnen läßt. Selbst dann nicht, wenn alle anderen Länder der EU dem zustimmen.
Ich würde sagen, daß das legitim ist. Flüchtlingen und Verfolgten zu helfen, kann man sicher auch in anderer Weise. Mit Geld, mit Hilfe im Ausland direkt vor Ort, etc. Warum muß man ein Land zwingen, Menschen anderer Religiosität und Kultur in größerem Umfang ansiedeln zu lassen? Ganz offen gesagt, wenn jetzt in meinem Wohnviertel täglich bei schönem Wetter sich alles im Freien abspielen würde, Grillen, Musik, etc. - ich weiß nicht, ob ich das so toll fände...
Wenn die Slowaken der Meinung sind, die 'Ansiedlung von Flüchtlingen nicht fördern zu wollen, dann ist das eine demokratische Entscheidung. Man muß auch sehen, daß das Land gewisse Erfahrungen mit Sinti und Roma hat. Auch die Integration dieser Menschen ist nicht so einfach.
Wenn Großbritannien, Frankreich, Skandinavien und Deutschland diesen Weg gingen - aus sicher unterschiedlichen Gründen - dann sollte man anderen Nationen ihren Weg gehen lassen. Wie gesagt, das allgemeine Prinzip Menschen in Not zu helfen, soll dadurch nicht außer Kraft gesetzt werden. Dieses Prinzip sollte für alle EU-Mitglieder bestehen bleiben.