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Ute Donner machte das gut: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3-OVipX7Fl8[/youtube] Ihre Bilder zu Gundermanns Liedern sind eine schöne Visualisierung.
die Extreme - beklagt und abgewiesen auf manchen Gebieten. Aber was nützt das? Extrem gut, extrem schlecht. Die Spielräume. Die Einteilung der Welt, in Spielräume. Gundermann arbeitete im Braunkohle-Tagebau. Als Baggerfahrer. Wenn man so etwas 10 oder sogar 20 Jahre macht und täglich sieht, wie nicht nur ein wenig Boden, sondern gefühlt die Erde weggebaggert wird, kommen einem schon Gedanken, ob das alles normal ist. Bei dem jetzigen starken Regen würde dort wieder die Hölle los sein... 6 Uhr begann die Frühschicht.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kfW4dqSXqwk[/youtube] (Auch dieses Bild malte Ute Donner 2009 anläßlich des 20. Jahrestages von 1989 auf die Mauer. Das Prinzip war so, daß die Bildentstehung fotografisch dokumentiert wurde und danach andere Künstler neue Bilder drüber malen durften.)
Für die in Cottbus und Umgebung Beschäftigten war es natürlich ein Einschnitt, als viele der Gruben geschlossen wurden. Sozusagen ein Zechensterben. Die Braunkohle war jahrzehntelang die Haupterwerbsquelle in der Lausitz.
Und das hier ist ein "Tagebau" anderer Art, aber nicht weniger gigantisch und zerstörerisch - ein Blick auf Venedig von einem Kreuzfahrtschiff. Und viele Blicke von Venedig auf die Kreuzfahrtschiffe. Es hat mit Schiffen zu tun - also: Aus dem Ruder gelaufen...!!! Riesenschiffe in Venedig 5:02 min
Vor gut 10 Jahren war ich auch einmal nach "Hoywoy", nach Hoyerswerda, in die Lausitz gereist. Diese Stadt war die Wohnstadt der Braunkohlen-Arbeiter. Extra als "Block" für sie gebaut. Dort wohnte zu Lebzeiten auch Gerhard Gundermann. Gehört jetzt zu Sachsen, liegt aber dicht an der Landesgrenze zu Brandenburg.
Das neue Kraftwerk "Schwarze Pumpe" habe ich bei der Fahrt unterwegs gesehen. Man hätte denken können, es sei eine Klinik mit 'nem großen OP-Saal. Weiß wie Schnee. Der Betreiber ist Vatten(un)fall (das beziehe ich auf die Atomkraftwerke).
Das Treffen damals galt der Erinnerung an Gundermann und es sollten Möglichkeiten diskutiert werden, wie man sein Erbe pflegen kann. Es gibt einen Verein, in dem ich allerdings nicht mitgliede. Ich bin nicht so der Typ des Mittelpunktlandungs-Marktschreiers. Ich hatte auf einem A4-Blatt einen Vorschlag gemacht, daß man ein "Reisendes Museum" (als Track oder eine ähnliches größeres Fahrzeug) schaffen sollte, das dann durch die Bundesrepublik tourt. Gundermanns Auftritte sind sehr zahlreich filmisch dokumentiert. Diese Konzertmitschnitte könnte man auf eine mittelgroße Leinwand projizieren und ihn so an zentralen Plätzen in Klein- und Großstädten "auftreten" lassen. Und dann noch eine tolle Skulptur dazu: Gundermann mit seiner Gitarre... (eine Skulptur, keine Wachsfigur!!!). Etwas zum Lesen/Bildbetrachten. Vielleicht auch etwas Interaktives...
Nö, mein Vorschlag wurde nicht einmal diskutiert. Chance verpaßt ... (Ja, vielleicht war die Idee zu teuer, zu futuristisch, zu "absurd". Wenn aber nun heute Leute versuchen, die Songs zu covern - das führt im günstigsten Fall zu den Feststellungen, daß Gunderman einen interessanten Song geschrieben hatte oder das der aktuelle Interpret ein interessanter ist. Aber das originale Gesamterlebnis eines faszinierenden lebensprallen und gedankenreichen Künstlers bleibt weitgehend abwesend, ist abgereist.
wieder einmal voller Ansch... unter dieser Nummer. Zu viel Wasser in zu kurzer Zeit. Ich habe so was zum Glück noch nie aus der Nähe erlebt. Natürlich wird im Moment ausschließlich über das Schlimme und Schwierige berichtet. Was aber kann man tun, was kann man ändern für die Zukunft ? Und was ist bereits geändert worden und bewährt sich gerade ?
(Die Chemnitz in Chemnitz kenne ich ein wenig. Im Grunde gernommen ist es ein Spiel mit dem "Feuer", wenn ein solcher Fluß durch die Stadt schwimmt. Aber man hat ja nicht den Fluß dorthin verlegt, sondern die Stadt hat sich um ihn gesellt. So schön im Tal..., weg von den "ollen" Bergen und Hängen.)
Ab Mittwoch soll es endlich deutschlandweit regenfrei werden.
das Lied stammt nicht von ihm. Vielleicht von Ernst Busch ?
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kB-1iGT3Sho[/youtube] "Auch du kannst auf der Sonnenseite leben" - (Gerhard Gundermann)
Sag ich doch - Ernst Busch: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=BoQ3e36_2tw[/youtube]
Die Interpretationsbreite ist größer als die Textbreite. - So ist das - bei mir jedenfalls.
Gerade erst hat er wieder geblüht - der Kampf-Flieder... Allerdings, es kann ernste Situationen geben, in denen ein Lied im Kampf bestärkt. Knüppel und Tränengas sind sehr unangenehm. Wieviele Menschen haben gegen diese Castor-Transporte und das so genannte Zwischenlager protestiert... Und nun sagt die Politik fast offen: Ja, es war alles Mist, was wir gemacht haben. Wir wollten damals nur ein lästiges Superproblem lösen, für uns - für uns Politiker. Mit Trick 729. Und von der Asse-Geschichte ganz zu schweigen.
PS.: Wahnsinn hoch 5: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1309942.html Eine von einem Hochwasser schwer geschädigte Stadt (Grimma, 2002) unter Einsatz von vielen finanz. Mitteln und großer Kraft der Menschen danach neu aufzubauen und den Hochwasserschutz nicht beschleunigt zu erreichen... Wenn es stimmt, was in dem Bericht gezeigt wird, daß Bürger der Stadt die Bauvorhaben bekämpft haben - das kann nicht wahr sein...
PS.2: Und das hier soll kapieren, wer will:
ARD hat geschrieben:Das Hochwasser in Sachsen sorgt für immer mehr Überschwemmungen. In Meißen fließt die Elbe seit der Nacht in die Altstadt. Wie eine Sprecherin des Krisenstabs mitteilte, habe der Pegel am Morgen bei knapp acht Metern gelegen. Das Wasser überstieg eine Schutzwand, die 7,85 Meter misst. Der Theaterplatz sei bereits überflutet worden. An der tiefsten Stelle stehe das Wasser einen halben Meter hoch, hieß es - Tendenz steigend.
Die Elbe wird sicher noch steigen, weil die Moldau einer ihrer großen Nebenflüsse ist.
Höchststand des Elbpegels in Dresden am 17.8.2002: 9,40 m Aktuell: 7:41 m
Zu Meißen ist bezüglich 2002 kein konkreter Pegelhöchsstand im Internet zu finden. Allgemein wird festgestellt, daß das jetzige Hochwasser den Fluß noch höher ansteigen lassen kann als 2002. Und daß bereits jetzt, da noch nicht der zu 2002 bekannte Höchsstand erreicht wurde (zumindest in Dresden, wo noch 2 Meter fehlen), in Meißen überschwemmt wird... - was ist dort los ??? Wie kann man eine (neue?) Mauer, so niedrig - viel zu niedrig - bauen ??? Und wenn es keine neue Mauer ist, sondern eine alte - dann ein umso größerer Mißstand!
So - nun habe ich es doch noch gefunden: http://www.wsa-dresden.wsv.de/fachinformation/gew/gew-pegel/meissen/pdf-me/Meissen_2001_10.pdf Pegel Meißen Höchstand im August 2002: 10,39 m Alles klar? - Die Schutzwand ist mindestens 2,54 m zu niedrig! Da kann man sich doch nur an den Kopf fassen... Man hätte sie sicherheitshalber 3 m höher bauen müssen. Auf 11 m. Vielleicht sogar auf 11,50 oder 12 m.
PS.4: Und Passau... Naja, es wird Gründe gegeben haben, weshalb die Stadt dort entstanden ist. In Nachbarschaft zu 3 (in Worten: drei) Flüssen. Ich war noch nie dort und kenne nicht die genauen Gegebenheiten. Aber so aus der Ferne stellt sich mir schon die Frage, warum man nicht die Stadt und die Häuser von vornherein direkt in die Flüsse gebaut hat ? Bei so viel Wasser und drohender Gefahr wäre das doch recht sinnvoll gewesen (nur, die Bewohner hätten dann wohl doch besser Fische sein sollen).
die Übergangszeit DDR - BRD war schon eine sehr merkwürdig-skurrile Situation. Günter Krause (CDU) war der Name des DDR-Ministers, der den Einigungsvertrag mit Schäuble aushandelte. Später wurde er dann bundesdeutscher Verkehrsminister bis ... es dann zu skandalös wurde oder er mit seinem Verkehrsbautempo (neue Projekte bei Bahn etc.) nicht mehr paßte, oder beides. Sein Argument damals im August 1990, daß nach der Einigung alles gut werden würde und wir (in der Ex-DDR) dann immer billige Ananas-Dosen kaufen können - das war schon starker Tobak. (Es war eine Anspielung auf den Verkauf dieser Konserven in der DDR zu hohen Preisen nur in den so genannten "Delikat"-Spezialgeschäften.)
Hochwasser:-Die-Bilder-des-Tages 2:30 min "... daß der Inn stärker fällt, als daß die Donau stärker steigt" (Paussauer Bürgermeister)
Und wann das nächste Mal... ??? (Langsam wird der Begriff "Jahrhundert"-Flut leider lächerlich.)
PS.: Dort wird es mit Sicherheit keine Hochwasser geben: Mondmann: Letzte Fussspur des Astronauten 2:54 min Über die letzte Mondlandung (die 6.) 1972. Gene Cernan - Kommandant von Apollo 17 - im Museum in Speyer.
Nicht zum Lachen, dennoch: "Mississippi-Feeling". Eine Erkenntnis hat sich auf jeden Fall wieder stark bemerkbar gemacht: Es gibt viel Wasser auf der Erde. Nur die Sahara und ihre Schwestern schauen wieder traurig zu ... Klar, das Foto zeigt es deutlich: Die Siedlungen sind im Tal, im Flußtal. Aber auch an den Hängen. Am unteren Bildrand liegen die Häuser leicht erhöht. Gut so. Nun sind sie vorübergehend auf einer Insel.
Bis zum Wochenende wird der Spuk mit den Höchstpegeln entlang den großen Flüssen noch mindestens gehen, wahrscheinlich bei Elbe und Donau am längsten (die Donau hat noch einen sehr weiten Weg vor sich bis Rumänien und zum Schwarzen Meer, da könnte es sogar noch lange bis in die nächste Woche hinein und darüber hinaus Probleme in den Anliegerländern geben). Dresden heute mittag. Dresden aktuell 8,74 m (7 Uhr, keine steigende oder fallende Tendenz). (Vor 11 Jahren: 9,40 m). http://www.wetteronline.de/?pcid=pc_pegel_data&gid=SAH&pid=p_pegel_data&sid=River&iid=Elbe
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=V9chw6o5Z_k[/youtube] Gerhard Gundermann - "Fliegender Fisch"
Tamara Danz - "Gib mir Asyl im Paradies"
Immerhin sind Twitter, Facebook und Internet in dieser Situation wohl eine große Hilfe, denn es gibt präzisere Informtionen für Betroffene und Helfer.
PS.: Dresden scheint an einer Überschwemmung vergleichbar 2002 vorbeigekommen zu sein. Der Pegel steigt nicht weiter und bleibt bei 8,76 m (damals 9,40 m). In Meißen sind es jetzt 10,04 m (damals 10,39 m). Aber was ändert das - Meißen ist bereits geflutet.
Probleme können dann noch an der Elbe entstehen, wenn die Mulde, die Saale und Schwarze Elster mit Hochwasser auf die Hochwasser führende Elbe treffen... da kann es sich noch einmal "aufschaukeln" oder Rückstau auftreten. Je länger das Wasser auf hohem Niveau bleibt, desto mehr werden die Deiche belastet und es kann immer noch zu einem Bruch kommen, wie gestern gerade in Deggendorf an der Donau geschehen.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=1pa9cgwuyj8[/youtube] Gerhard Gundermann - "Owehoweh" 3:28 min
("Maschinen", "aus den Schienen" bezieht sich auf seine Arbeit am Bagger im Braunkohletagebau)
Manfred Krug - "Schau nicht hin" 6:10 min
PS.: Gestern in einem Bericht über die Katastrophengebiete gesehen und gehört: Ein Mann (in Bayern) steht im Gummianzug brusthoch im Wasser vor seinem Haus. Ein anderer - offenbar der Nachbar - schaut aus dem Fenster seines Hauses in einem höheren Stockwerk. Der erste meint: "Wenn es nicht so ernst wäre, eines muß man ja sagen - eine Ruhe ist das jetzt hier..." "Ja", sagt der andere "dos stümmt...".
Der Vorspann in diesen Blog-Videos (ganz allgemein, es gibt sie auch von anderen ARD-Korrespondenten) nervt. Aber im Bericht gibt es etwas wirklich Erstaunliches: Eine Seilbahn in einem der großen Slums (Favela) von Rio. Riesige Träger, an denen die Seile hängen. Sieht gut aus und wird sicher wirklich nützlich sein. "Teleferico" nennt sich die Seilbahn dort.
PS.3: Der Geheimdienstkoordinator James Clapper in den USA hat sich zu Wort gemeldet und die Veröffentlichungen der Wash. Post und des Guardian als "verwerflich" bezeichnet. Jetzt will er die Geheimhaltung teilweise aufheben und informieren. Ist interessant. Im Grunde genommen braucht man sich aber wirklich keinen Illusionen hingeben. Das Internet ist die größte Spionagemaschine der Welt und aller Zeiten - so fomulierte es Assange. Warum sollte es anders sein? Wenn man sich sogar auf "Cyberkriege" vorbereitet...
Gestern fand ich dieses Foto als Beispiel eines "mobilen Hochwasserschutzes" an der Donau irgendwo in Österreich:
(Quelle habe ich leider nicht notiert - es stammt von Twitter)
Wenn man so etwas sieht, kann es einem schon sehr mulmig werden... Andererseits, wenn es durchhält, dann Bravo!
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=zrOwBVoy3VM[/youtube] Gerhard Gundermann - "So wird es Tag" 4:57 min
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=PtbW7zYmYfM[/youtube] Gigliola Cinquetti - "Non ho l'età" (1964)
Ja, das Lied kennt man. Das ist eine ganz nette, wie es aussieht. Sie stammt aus Verona.
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Ich hoffe, daß es nicht zu weiteren großen Überschwemmungen bei Siedlungen kommen wird. Halle-Neustadt scheint gerettet worden zu sein. Was mit Bitterfeld wird, zeigt sich in den nächsten Stunden und Tagen. Und dort, wo es überschwemmt wurde, steht das Wasser jetzt tagelang, weil die Flußpegel nur langsam sinken. Man kann nur hoffen, daß sich jetzt alle schnell etwas einfallen lassen und es dann auch schnell umsetzen werden. Seit 2002 hat sich schon vieles geändert (zum Beispiel die länderübergreifende Flußüberwachung) und nun muß man wirklich einmal ranklotzen, bevor die nächsten Dauerregen kommen. Nichts wäre schlimmer, als wenn die Menschen jetzt beginnen, ihre Häuser zu trocknen, zu säubern, zu reparieren und neu einzurichten und dann gibt es den gleichen Schlamassel in wenigen Jahren erneut. Ausreden, daß schon nichts kommen wird, und wenn doch, daß es dann schon halten wird (Uraltdämme), und wenn nicht, daß man dann eben dort "Feuerwehr spielen" muß und wird - nein, so geht das wirklich nicht. Das muß alles lückenlos untersucht und bewertet und dann muß ein Programm erstellt werden, das, beginnend bei den wichtigsten Punkten, zügig abgearbeitet wird. Daß Deiche bei Städten und Siedlungen direkt brechen - so etwas darf es künftig nicht mehr geben! Und auch keine fehlende oder zu niedrige Mauern. In Grimma gab es wohl Probleme wegen Denkmalschutz und einer Brücke vom Architekten Pöppelmann. Man soll sich nicht so anstellen - man kann sicher Kompromisse zwischen Denkmal- und Hochwasserschutz finden. Klar, wird es dann vielleicht auch teurer. Aber am Ende viel billiger als die Katastrophenkosten.
PS.: Was die Amerikaner und Ihren Schnüffel-Geheimdienst NSA angeht - das kann einen nur wütend machen. Ich würden ihnen empfehlen, jetzt endlich mit der Entwicklung und dem Bau eines "Gedankenlese-Satelliten-Systems" zu beginnen. Ich glaube, das benötigen sie - ganz dringend. Schon aus eigentherapeuthischen Gründen.
Ansonsten habe ich vor allem ein Problem damit, daß sich Verbrecher in den USA (Boston zum Beispiel) Schwarzpulver aus Böllern problemlos beschaffen und damit dann bastelmäßig hochgefährliche Dinge bauen können. Was ist das denn ??? Oder man kann Schnellfeuergewehre kaufen, locker vom Hocker. Wie zu hören ist, rüsten sich die mexikanischen Mafia-Ganges alle mit hochmodernen US-Waffen aus. Was, bitte, unternimmt die USA in dieser Frage? Da kann man sicher zielgerichtet noch und nöcher abhören, wenn man die Waffenhändler kennt, die vermutlich im Süden der USA sitzen. (Aber wer weiß, vielleicht sitzen die Drahtzieher irgendwo im Norden, gleich neben dem Gelände der NSA).
Ich kenne die Verhältnisse nicht aus der Nähe. Aber wenn ich sehe, wie es im Falle des NSU-Trios in Deutschland gelaufen ist, kann ich mir vorstellen, was sich in den großen USA im Falle von Nichtkompetenz-Zuständigkeiten alles abspielen wird. In manchen US-Thrillern wurde ja auch der Eindruck vermittelt, daß wirklicher Schutz und Einsatz für den Schutz der Bevölkerung ("das Gute und die Gerechtigkeit sollen siegen") wohl auch in den Sicherheitsbehörden mehr Privatsache, mehr Sache des persönlichen Engagements ist. Solche Mega-Technik- Vorstöße wie der der NSA sollen wahrscheinlich nur über die riesige Hilflosigkeit (und das fehlende Engagement) der Behörden hinwegtäuschen. Nicht unbedingt die Bevölkerung direkt soll getäuscht werden, die ja nicht über diese Aktivitäten informiert wird, sondern die Herrschenden an der Spitze. Wie heißt es so treffend: Man will belogen werden.
Und konkret - was hat die ganze Schnüffelei für B. gebracht? Nix. Obwohl bekannt, hat man den Mann nach einem halben Jahr R.-Aufenthalt im I.-Gebiet nicht weiter ernst genommen - genauso wenig wie die kollegialen Warnungen aus M. (Ich schreibe absichtlich Abkürzungen - damit das System Husten bekommt).
Und insgesamt? - Es wird sich schon lohnen. Nur werden die Ergebnisse so geheim gehalten, weil die Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung, insbesondere vor terroristischen Anschlägen, nur ein Vehikel sind, um viel weitergehender zu spionieren. Wenn der amerikanische Präsident bei einem Treffen mit dem chinesischen sich über den Aufstieg Chinas freut, so kann das vielleicht Obamas persönliche Ansicht tatsächlich sein. Wenn er es als amerikanischer Präsident sagt, ist es wohl eher pure Heuchelei. Denn die USA fürchten eine wirtschaftliche und politische neue Weltmacht China. Mit mehr als 1 Mrd. Einwohnern hat das Land das Potential mehrfach so mächtig wie die USA zu werden. Was in China mit der kommunistischen Einparteienherrschaft von kommunistischen oder sozialistischen Vorstellungen noch übrig ist, kann ich nicht beurteilen. Es gibt da sehr widersprüchliche Berichte. Aber wie auch immer es künftig in politischer Hinsicht werden wird - die Zeiten, da die USA diktdierten, wo es in der Welt lang zu gehen hat, werden mit Sicherheit über kurz oder lang vorbei sein. Und deshalb die geheimen Schnüffeleien. Man will sich noch so lange wie mögiich ganz oben halten.