Gnade vor Recht




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Gnade für statt vor!

Beitragvon Gast » 27.02.2008, 11:56

Guten Tag!

Na, da bin ich aber froh, kein begnadeter Anwalt zu sein, da hätte ich's schwer.

Wenn der Bankräuber zu der inneren Überzeugung gelangt ist, daß er falsch handelte und dies nie wieder machen wird, dann ist die Inhaftierung ein Unrecht

Erinnert mich so ein bißchen an die Beichte. Danach kann ich dann munter weiter so leben. Banken gibt es ja genügend ;-))).

Wenn ein Bankräuber zu der inneren Überzeugung gelangt ist, hat er dennoch die Bank beraubt.
Ich möchte den von euch sehen, der PRIVAT beraubt wurde. Der Einbrecher stellt sich dann reumütig vor euch hin und alles ist gut? Klar, kann ich ihm verzeihen, irgendwann, aber noch ist er im Besitz meiner wertvollen Gegenstände, hat vielleicht mein Kind erschreckt usw. Nach meiner Erfahrung sieht immer alles anders aus, sobald man selbst zu den Betroffenen gehört. Dann wird es verdammt schwer, die Gnade einzusetzen, denn diese muss auch erst erkannt werden.

Bevor ihr mit fiktiven Geschichten balanciert, solltet ihr auf den Kern zurück kommen. Kein Mensch hat das Recht, einen anderen zu schädigen.

Wir leben (hoffentlich) in einem Rechtsstaat und es gilt, die Würde zu achten. Über Straf-ver-fahren und Gnade kann ich mit vernünftigen, einsichtigen Seelenmenschen reden. Mit dem Rest nicht. Oder noch nicht. Und: das alles ist ein langwährender Prozeß. Und wer trägt die Kosten?

Gruß von einem Gast
Gast
 

von Anzeige » 27.02.2008, 11:56

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Beitragvon Harlekin » 27.02.2008, 12:40

eyyyy geiiiiiiiiil - noch´n Gast!

Herzlich Willkommen :t259:

Ein Schelm wer Arges dabei denkt :- )

Da fällt mir ein vom Erhard´s Heinzle

"Bäume, Bäume, nichts als Bäume
und dazwischen Zwischenräume
und hinter jedem Zwischenraum
man glaubt es kaum steht noch ein Baum
und hinter diesem Baum
da fließt ein Bach
Ach."

Gäste, Gäste, nichts als Gäste,
der Baum verzweigt sich ins Geäste
Man schreibe und sich „Unbekannt“ teste
was bleibt sind „Namenlose Über-Reste“.........
Na, hoffentlich gibt’s keinen Krach
Ach

Juhuu, tirilli ich weiß wer ich bin
jaja ich bin der Harlekin

Neee, Leutz, mal ernsthaft. Für mich klingen die beiden Gast-Beiträge als würde hier einer mit sich selbst reden, ääääh, oder sind es doch zwei verschiedene. Also ich weiß nicht, aber ich komm mir veräppelt vor?

Kurzer Tipp für Gäste: Benennt euch doch bitte IRGENDWIE, ich sag auch nicht so gern zu JEDEM zweiten hier „Hallo Gast“ obwohl und weil ich eigentlich ja doch Gastfreundlich bin hätte ich doch gern einen Namen (der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und alles ist RECHT, da bin ich GNÄDIG) zur Anrede. Damit kann ja dann immer noch genug Unfug getrieben werden.

NUR MEINE Meinung - und die Beiträge selbst sind ja nicht schlecht :-)
*** STERNE lassen sich nur ungesattelt reiten!!! ***
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Beitragvon Meer » 27.02.2008, 13:02

Meer hat geschrieben:Nein mobile,

es ist nicht nur die Wortwahl, es ist auch der Wortinhalt, der mir sogar noch wichtiger ist, weil damit sehr viel transportiert werden kann und das jetzt unabhängig von dem Tipp toggles an Burkhard.

-- Ich wusste sehr wohl -- kann ich auch erst ab den 3. Absatz sagen, denn ich hatte ja bereits die ersten beiden Erfahrungen, die insgesamt gesehen wohl unbewusst abliefen.
Dann wusste ich aus meiner Erfahrung was passieren kann und ich sah die Vergangenheit, aber nicht das Jetzt und just in diesem Moment falle ich noch einmal.
Weil ich ja nun aus den ersten beiden Erfahrungen weiß, wie ich da wieder heraus komme, geht das Herauskommen diesmal lediglich schneller. Über einen Bewusstheitszustand sagt es so natürlich nichts weiter aus, außer, dass ich mir selbst Schuld zuspreche.

Hier genau ist aber auch der Knackpunkt um den es mir geht.

Für etwas was ich unbewusst tat, kann ich mir keine Schuld zusprechen, aber genau das geschieht eben immer wieder und auch sehr leichtfertig, weil sich so ganz leicht Opfer und Feinde machen lassen.
Statt zu sich selbst zu sagen, -- mist, haste wieder nicht aufgepasst -- oder -- mensch, wo warste jetzt bloß mit deinen Gedanken --.

Wenn jemand etwas ganz genau wissen oder ausloten will, dann soll er das tun, denn danach weiß er mehr als vorher.
Ich kann ja nur aus meiner Erfahrung heraus sprechen und jemanden eben Tipps geben, aber befolgen muss das niemand.
Die Konsequenzen werden eh immer persönlich erfahren im Einzelbeispiel und bei einer Gruppe ebenso.
Deswegen ist unser aller Bewusstsein angesprochen und es sollte das gesamte Gruppenbewusstheit gehoben werden, damit wir friedlich miteinander umgehen können.

Ich bin auch der Meinung wie Starlight, dass es nur einen Weg im Endeffekt gibt, da mag ich Aus- und Abwege gegangen sein so viel ich wollte, letztendlich gibt es nur den EINEN, natürlich nur aus meiner Sicht.

LG Meer


liebe mobile,

danke für deine näheren Erklärungen zu deinem speziellen Fall im Internen.

Daran sehe ich, dass es eben aus deiner Schilderung heraus eine "einseitige" Kiste dieses Menschen war und das kann ja nie gut gehn für eine Gemeinschaft.
Und du siehst, dass derjenige sehrwohl dieses Loch gebraucht hat, um evtl. für ein weiteres Verhalten etwas mitzunehmen.
Auch haben Warnungen, Belehrungen, Tipps und Hinweise so lange nichts gebracht, bis es ihn selbst an die Substanz ging und letztendlich musste er die Konsequenzen seines Handelns einstecken.

Wo ist also jetzt noch ein Problem???

Grüßle Meer
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Beitragvon La Donna mobile » 27.02.2008, 13:10

Meer hat geschrieben:...
Wo ist also jetzt noch ein Problem???

Grüßle Meer


...es gibt jetzt kein Problem mehr.

mobile
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Beitragvon Gast » 27.02.2008, 13:34

Hallo lieber froh seiender kein begnadeter Rechtsanwalt zu sein müssender Gast (oder so ähnlich richtig forumliert),

ich denke, so schwer wäre es als Rechtsanwalt so oder so nicht, wenn man erst einmal Fuß gefaßt hat - die Knete kann man dann auch so oder so abfassen... leider.

Klar, kann ich ihm verzeihen, irgendwann, aber noch ist er im Besitz meiner wertvollen Gegenstände, hat vielleicht mein Kind erschreckt usw.

Und wie soll das besser werden, wenn er im Knast sitzt? Ich sagte ja, vorausgesetzt, es ist zu einer inneren Distanzierung vom Verbrechen gekommen:

Aber der Einmaligkeitsbankräuber müßte umgehend auf freien Fuß gesetzt werden, daß er auch den verursachten materiellen Schaden abtragen kann.

Den moralischen Schaden erwähnte ich nicht, aber das gehört selbsverständlich mit dazu.

Und mit "innerer Überzeugung" meinte ich auch eine tatsächliche "innere" Überzeugung. Ist natürlich die Frage, wie man das feststellen kann, aber irgendwelche Kontakte wird es ja mit einem Gefangenen geben... und sei es "nur" das Verhör, der Gerichtsprozeß und dann die Kontakte im Gefängnis...

Die Sache mit dem Banküberfall ist natürlich jetzt einfach fiktiv - da kann man hernehmen, was man will - auch die vielen anderen Fälle vor Gericht und allgemein die Rechtsdurchsetzung. Eine Strafandrohung ist natürlich abschreckend (gemeint), aber was nützt es, wenn sie nicht abschreckend wirkt? Wichtiger ist doch, daß bei allen die innere Überzeugung entsteht, daß es nicht der richtige Weg sein kann und sein darf, unrechtmäßige Wege zu gehen. Und diese Abschreckung macht nichts weiter als Angst, aber sie überzeugt doch kaum oder nicht oder nicht alle. Um so wichtiger wäre es, jemanden, der sich davon abgekehrt hat, so schnell als möglich wieder ins normale Leben zu entlassen, daß er, wie gesagt, eine Wiedergutmachung leisten kann und als lebendes Beispiel eines nun vom Richtigen überzeugten Erfahrungstägers unter seinen Mitmenschen leben und wirken kann.

@Harlekin - Ich grüße Dich. Du bist ja ein richtiger Dichter! Und nicht nur ein schlichter.
Nein, schriftliche Selbstgespräche in Foren führe ich nicht.

Ich bleibe der begnadete Nichtjurist in diesem Teil der Welt.
Gast
 

Beitragvon Gast Reinhardt » 27.02.2008, 13:40

Hallo Harlekin,

da ich nur 1x hier geschrieben habe (der letzte Gast), habe ich mir keinen Namen gegeben. Und da ich nicht vorhabe, mich mehrmals einzuladen, bitte ich mein kurzes Auftreten zu entschuldigen.

Du hast die Zeit, dich darüber auszulassen, ich habe sie nicht. Doch, aber für andere Dinge ;-)

Gruß
Reinhardt

P.S. Gut abgeschrieben hast du den Heinz - er ist und bleibt gut.
Gast Reinhardt
 

Beitragvon Meer » 27.02.2008, 16:05

ein Gast schreibt:
Zitat
Wenn ein Bankräuber zu der inneren Überzeugung gelangt ist, hat er dennoch die Bank beraubt.
So ist es, genau!
Nur diese innere Überzeugung hatte er eben "vor" der Tat nicht und handelte deswegen unbewusst. Denn ist er "wahrhaftig innerlich" davon überzeugt, dass er damit eine Straftat in diesem Beispiel nach geltendem Gesetz begeht, täte er es nicht, außer er schädigt absichtlich und bewusst und dann ist eine angewandte Regelung oder ein Recht durchaus angebracht.

Die Schwierigkeit bei allen sog. Unrechtmäßigkeiten ist doch die, wie kommt jemand "selbst" zu dieser inneren Wahrheit was Recht und Unrecht ist und nach welchen Maßstäben richtet er sich aus.
Und nun kann man bei "vor" Adam und Eva anfangen und bis heute sich durchlesen, was es da alles schon für Gesetze gab und wer sie gegründet und verfasst hat und welches Motiv jeweils dahinter steckte und kann dann selbst entscheiden, inwieweit man sie als geltend anerkennt.

Gruß Meer
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