Filmtipp




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Filmtipp

Beitragvon Caniko » 04.08.2011, 21:35

Grüezi mitenand

1
http://www.youtube.com/watch?v=Ac_v5LoY0nI&feature

2
http://www.youtube.com/watch?v=eYSBT81MmPU&NR=1

3
http://www.youtube.com/watch?v=bbfPUrXscCs&feature

4
http://www.youtube.com/watch?v=U537OUHMuBQ&feature

5
Leider nicht vorhanden
Aber vielleicht auf myvideo zu sehen?

6
http://www.youtube.com/watch?v=oaCc-O1AXZs&NR=1

7
http://www.youtube.com/watch?v=HB4D1y0r2ig&NR=1

8
http://www.youtube.com/watch?v=_KiNtfI7QZ0&feature


Pfiati Caniko


PS
Aus urheberrechtlichen Gründen (?) wurde der Film Seitenverkehrt hochgeladen.
Dem Thema und dem Film schadet es aber nicht.
Caniko
 

von Anzeige » 04.08.2011, 21:35

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Beitragvon miljas » 04.08.2011, 23:24

Hallo Caniko,

ich schaue mir die Links morgen an.
Ich bin geschafft.
Ich wollte mal wieder etwas von Juli ane Wer Ding hören.
Ich fand auch etwas - das als erstes - vielleicht für die direkt gefühlten indirekten emotionalen Gefühle...

Juliane Werding - Vielleicht irgendwann

Vielleicht... vielleicht irgendwer... vielleicht irgendwas... vielleicht irgendwie... vielleicht... so leicht...
dann...

Davor lief mir etwas über den Weg - das ist so herrlich intelligent "blöd"... :xmas_54: ... deshalb bin
ich "fertig":
Am Tag, als Joseph Stalin starb
(leider ist die Tonqualität nicht rühmlich)

http://de.wikipedia.org/wiki/Nutella

Na, ja - irgendwo und irgendwoher... in Deutschland gab es Nutella erst ab 1965.
Stalin starb bereits 1953.
Ein bißchen spinnen sie sicherlich.
Dennoch.
Diese Nutellabezugnahme... grandios.
Das könnte der Weg sein, endlich alle diesen verbrecherischen Dikdatoren loszuwerden.
Das geht ganz einfach:
Man frühstückt mit ihnen.
Fast unter Garantie wird es Nutella geben.
Denn überall gibt es Nutella, in der ganzen Welt.
Man fordert ein großes Glas - mindestens 750 g.
Je größer, desto besser.
Und dieses Glas nimmt man zur Hand, um damit scheinbar seinen Toast oder ein Brötchen
oder ein Knäckebrot zu bestreichen, und dann wirft man es dem Dikdator kraftvoll an den Kopp.
Zum Beispiel diesem Assad in Syrien, diesem Schlächter an seinem Volk.
Ich denke, das wäre machbar - Nutella als Waffe im Kampf für eine bessere Welt.
Das wäre überraschend und sehr wirkungsvoll.
Denn damit rechnet niemand.

[align=center]Bild[/align]

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:
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Beitragvon miljas » 05.08.2011, 21:35

Hallo Caniko,

ich habe mir den Film angesehen.
Offen gesagt, spricht er mich in der Gestaltung und dieser sozialen Ausgangssituation nicht so sehr an.
Es ist ein amerikanischer Film - na, ja - in Amerika ist alles größer - die Autos, die Häuser, der Glämour, die Musik, die Gefühle... Ein wenig oder wenig mehr ist Deutschland natürlich auch schon amerikanisiert - auch in Geschmacksfragen.

Was den Inhalt angeht - das ist wohl doch etwas übertrieben, daß ein Kind als Organspender/"Ersatzteilspender" durch PID gezeugt wird oder wurde.
(Ich habe gelesen, daß der Film nach einem Roman entstand und diese PID-Geschichte kommt auch in dem Roman vor - bei Wikipedia nennt man das "Science Fiction").

Gut, als Warnung sind Übertreibungen sinnvoll.
Ich habe vor einigen Jahren einen Bericht darüber gesehen, daß einem Menschen in Moldawien (das liegt zwischen Rumänien und der Ukraine, eine ehemalige Sowjetrepublik) für eine gewisse, relativ hohe Summe eine Niere abgekauft wurde. Danach war der Mann sehr krank, konnte nicht mehr richtig laufen, war nicht mehr körperlich belastbar - er war also zum Invaliden geworden, um die 40 Jahre alt. Diese dubiosen Geschäfte liefen über einen Chirurgen, der zwischen Türkei und Israel pendelte. Westeuropäische Begüterte ließen sich dann von ihm eine Spenderniere einpflanzen. Die Operationen wurden in Israel durchgeführt. Auch im Zusammenhang mit dem Kosovo gibt es dunkle Geschichten, daß mehr als 100 Serben etwa zur Zeit des Kosovo-Krieges verschleppt worden sein sollen. Und sie wurden wahrscheinlich für Organspendezwecke getötet. Die Spuren führen vom Kosovo nach Albanien und dann weiter in die Türkei. Da gibt es einen Bericht der UNO, und Reporter vom ZDF recherchierten kürzlich. Also, man kann gar nicht so abnorm denken, wie manche Leute handeln...

Zurück zum Film.
Wenn ein Kind lebensbedrohlich erkrankt, dann wird es natürlich sehr schwer sein.
Es kommt auch darauf an, in welchem Alter das Kind ist.
Ich war als Kind/Jugendlicher auch einmal etwas schwerer erkrankt und befürchtete, nicht älter als 20 zu werden. Zum Glück zeichnete es sich dann nach 2-3 Jahren immer mehr ab, daß dem wahrscheinlich nicht so sein wird und ich habe es dann ignoriert.
Wie man mit einem Kind in einer solchen Situation umgeht, habe ich selbst nicht erfahren.
Ich würde das Kind nicht unnötig belasten und diese diversen Rettungsversuche, Operationen und drastischen Eingriffe als "Schwerstarbeit" für das Kind ansehen und es entsprechend zu dosieren oder zu begrenzen versuchen. Ich will es einmal etwas zugespitzt formulieren - was bringt es, wenn man ein Kind "durchbringt" - daß es also eine solch schwere Erkrankung überlebt - es aber dann als Erwachsener seelisch völlig kaputt ist? Sicher, auch so etwas zu kalkulieren ist nicht einfach.

Die Schwierigkeit besteht auch im Vertrauensverhältnis zwischen dem Arzt und der anderen Seite. Wenn der Arzt vorschlägt, daß man noch Dieses und Jenes machen und versuchen könnte, er sich aber nur von seinen medizinisch-"technischen" Vorstellungen leiten läßt...
Andererseits, wenn man als Laie versucht sich selbst tiefer in die Schulmedizin hineinzudenken und zu -lesen, kann man natürlich Gefahr laufen, diese nicht alles vollständig und korrekt zu verstehen.

Es gibt glücklicherweise viele soziale Einrichtungen und Selbsthilfegruppen für derart schwierige Aufgaben, so daß man schneller zu besseren Entscheidungen und Lösungen finden kann.
Durch das Internet gibt es auch bessere Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und der Kontakaufnahme als früher.

Wie ich den Film besser oder anders gemacht hätte...
Na, ja - es ist nich ganz einfach. Die Aufgabe, eine Mischung aus spannender Handlung und Emotionsdarstellung zu bringen - das ist oft immer wieder ein kleines amerikanisches Desaster, wie ich finde.
Es waren da vielleicht auch zu viele Personen, die alle ein wenig oberflächlich dargestellt wurden.
Es ging auch immer hin und her mit den Zeitebenen, ohne daß man sich da so richtig umstellen konnte, also so ankündigungslos, dann noch ein wenig Musik, die mir nun schon wieder aus dem Sinn ist.

Dennoch, es ist ein Versuch, den ich anerkenne.
Amerika ist wahrscheinlich über weite Strecken tatsächlich so, wie der Film es darstellt.
Vielleicht auch so übertrieben actionmäßig. Man muß ja im Leben was erleben... und erst recht in Amerika! Hi! Wow. Ok.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

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Beitragvon Caniko » 06.08.2011, 17:38

Grüezi mitenand

Der Film mag vielleicht zu amerikanisch gemacht sein. Geschmacksache.
Er zeigt und schneidet interessante Themen an.
Leben aus dem Reagenzglas. Sterbehilfe. Das Recht auf seinen Körper. Mutterliebe. Nicht loslassen können. Sterben in Würde. Menschenwürde. Und mehr.

Menschenwürde. Würde des Einzelnen. Was ist Würde?
Im Augustkalender wurde der Fall Magnus Gäfgen von einigen schon kurz angeschnitten. Die Meinungen gehen teilweise sehr auseinander.
Eine Mutter, wie Starlight, sieht den Fall mit ganz anderen Augen als z.B. miljas, der sehr vorsichtig und relativ neutral versucht zu argumentieren. So scheint es mir zu sein.

Erstmal einige Fakten dazu:
M. Gäfgen hat kein Schmerzensgeld zugesprochen bekommen. Es handelt sich vielmehr um eine Entschädigung.
Juristisch ist das ein Unterschied. Die Schmerzensgeldforderungen wurden vom Gericht abgelehnt.
Zitat (Spiegel):
Entschädigung ja, Schmerzensgeld nein: Magnus Gäfgen bekommt vom Staat 3000 Euro, weil ihm Gewalt angedroht wurde. Das gebiete die Achtung vor den Menschenrechten, befand der Richter. Doch die Rolle eines Opfers gestand er dem Kindermörder nicht zu - und äußerte Verständnis für die Polizei.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... 94,00.html

Übrigens bekommt der Kindsmörder das Geld nicht auf die Hand. Das Geld bleibt in der Staatskasse. Aus dem Mordprozess hat G. noch über 70.000 € Schulden zu begleichen.


Persönlich habe auch ich mit dem Fall meine Schwierigkeiten. Mein inneres Rechtsempfinden (was ist das und woher kommt es?) mag das Urteil nicht akzeptieren.
Wieder wurde der Täter in den Mittelpunkt gestellt. Das Opfer und seine Angehörigen sind relativ unwichtig.
Es scheint ein Trend zu sein, dass einem Täter mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, als den Opfern. Trauer, Tränen, Sprachlosigkeit und Unfassbarkeit lassen sich vielleicht nicht so gut vermarkten?

Warum hat das Gericht nicht die Radbruchsche Formel angewendet?
Zitat (Wiki):
Dieser These zufolge hat sich ein Richter im Konflikt zwischen dem positiven (gesetzten) Recht und der Gerechtigkeit immer dann und nur dann gegen das Gesetz und für die materielle Gerechtigkeit zu entscheiden, wenn das fragliche Gesetz entweder als „unerträglich ungerecht“ anzusehen ist oder das Gesetz die – Radbruch zufolge – im Begriff des Rechts grundsätzlich angelegte Gleichheit aller Menschen aus Sicht des Interpreten „bewusst verleugnet“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Radbruchsc ... n-Prozesse

Da ich kein Jurist bin kann ich meine Frage nicht beantworten.
Warum gibt es kein Aberkennen der Menschenwürde, so sich ein „Mensch“ in schwerwiegenden Extremfällen menschenverachtend gegen seine Mitmenschen verhält? Darf so ein Mensch noch in einer Gesellschaft leben? Darf er noch den Schutz der Allgemeinheit genießen? Schließt er sich letztlich nicht selbst aus? Aus der Gesellschaft?
Philosophen, meist Theoretiker, haben darüber unzählige Gedanken in Bücher nieder geschrieben. Wie aber schaut es in der Praxis aus?


Richter und Richterinnen. Ich sehe es ähnlich wie Starlight (oder schrieb es La Donna?). In vielen Fällen zu lasche Urteile.
http://www.youtube.com/watch?v=xclw9V38xhU&NR=1

Ein ehemaliger Täter möchte, dass hart bestraft wird. Um Grenzen zu ziehen und aufzuzeigen.
Das nur ein Beispiel und ich möchte nicht als fremdenfeindlich verstanden werde!


Die Bundesrepublik Deutschland ist ein freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat. Stimmt das wirklich? Was ist ein Rechtsstaat? Was ist freiheitlich-demokratisch und sozial?


Zurück zum Film.
Ich meine doch, dass der Film einiges bietet. Ein Angebot nur. Man braucht es nicht annehmen. Vielleicht ist es freiheitlich und demokratisch?


Die Würde ist was und hat wo ihre Grenzen?


Pfiati
Caniko


PS
http://www.youtube.com/watch?v=JD-0qN8OgXk

PSS
Und doch leben wir in einer relativ guten Versorgung und Demokratie. Was immer DAS zu (aus)sagen hat
Caniko
 

Beitragvon miljas » 07.08.2011, 03:20

Hallo Caniko,

es stimmt, die verschiedenen Probleme allgemein - Reagenzglas usw. - werden in dem Film angesprochen. Aber gerade diese Häufung ist vielleicht auch ein wenig viel auf einmal. Und insbesondere diese Eingriffe am "Retorten-Kind", um das andere zu retten - ich weiß nicht ob das eine realistische Mutterbeschreibung ist. Man kennt ja aus Märchen die Tochter/Stieftochter-Konstellation. Allerdings sind die dort beschriebenen Mütter grundsätzlich boshhaft, machtversessen und süchtig nach Reichtum. Die im Film gezeigte Frau hatte ja prinzipiell kein gestörtes und distanziertes Verhältnis zu ihrer leiblichen "Reagenzglas"-Tochter. Diese medizinisch-körperliche Ausbeutung der jüngeren Tochter wirkte ein wenig konstruiert.

------

Ja, diese Auf-den-Täter-Konzentration der Öffentlichkeit ist schon interessant.
Das hängt aber wahrscheinlich mit der Vorrangfunktion der Angst zusammen.
Die Angst geht von der Aggressivität und der Stärke/Gefährlichkeit des Täters aus,
nicht von der Schwäche oder der Verletzung des Opfers. Das ist meiner Meinung nach der
Hintergrund, weshalb die Täter als wichtiger empfunden werden als die Opfer.

Die Medien und die Gerichte verstärken nur diese Erscheinung.

Die Gerichte haben in erster Linie die Aufgabe die Täter zu bestrafen, und weniger den Opfern zu helfen. Da gibt es nach wie vor eine Tradition der "Strafgesellschaft", wobei es aber im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte Veränderungen gegeben hat.
Soweit ich es kenne, gibt es auch die Tatsache, daß ein Täter im Strafverfahren bestraft wird.
Für Wiedergutmachungen muß dann ein gesonderter Zivilprozeß geführt werden.
Das ist natürlich schlecht - "...und wenn sie nicht gestorben sind, dann prozessieren sie noch heute".

Und die Medien, insbesondere die auflagenstarken Promenadenblätter, nutzen in Kombination
mit der zentralen Täter- und Tatdarstellung die Opfer dann nach Möglichkeit noch als ergänzendes Angst-"Demonstrationsobjekt". Das ist recht zynisch, aber leider geschäftslogisch in der geschäftsdominierten Gesellschaft.

Würde des Menschen und deren Beachtung... - es wird versucht.
Warum? Vielleicht auch aus Idealismus. In erster Linie wahrscheinlich zur Erhaltung einer gedeihlichen Geschäftsatmosphäre. Das, was vor uns liegt, ist das Ergebnis von 150 - 200 Jahren Gesellschaftsexperiment Kapitalismus. Ohne Mensch, bedacht mit einem entsprechenden Respekt und einer entsprechenden Achtung (das würde ich für den Begriff "Würde" als etwas bodenständigere Synonyme verwenden), könnte diese Gesellschaft mit ihrer hochentwickelten Produktion und Organisation nicht funktionieren. Es gibt sicher auch in China Respekt und Achtung, allerdings nicht flächendeckend und nur in den Bereichen, die außerhalb der neuralgischen Zonen der Einparteienmacht liegen.

In Berlin gab es eine Richterin, die sehr dafür plädierte, jugendliche Straftäter schnell und frühzeitig zu verurteilen. Das ist natürlich die Frage, was genau abläuft und wie es funktioniert. Wenn ein Gericht eingreifen muß, ist es nicht unbedingt zu spät, aber es ist doch auch nicht der normale Gang der Dinge. Bildung, Begeisterung, Beschäftigung - das ist es, was sein muß und was wirklich etwas bringt.
Und das möglichst bevor irgendwelchen Gerichtstermine und -verurteilungen notwendig werden.

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Beitragvon miljas » 10.08.2011, 22:25

Hallo Caniko, Hallo,

ich habe natürlich von der Geschichte der Anne Frank gehört.
Ihr Tagebuch habe ich allerdings noch nie gelesen, in Amsterdam war ich auch noch nie.

Auf Youtube kann man den Film
Anne Frank - Die wahre Geschichte
sehen.
(Dieser Link führt zum Start der Playliste eines Youtube-Nutzers. Das heißt, daß die folgenden Teile 2 bis 13 dann automatisch gestartet werden. Die Gesamtlaufzeit kann ich dort nicht ablesen. Der Film ist seitenverkehrt, so daß man leider nicht immer die eingeblendeten Schriftbemerkungen gut lesen kann.
Der Film wird ab Teil 10 schwieriger, weil die letzten Lebensmonate der Anne Frank und ihrer Familie
in verschiedenen KZ beschrieben werden.)

Hier ein Bericht von
Miep Gies (1909-2010): Die Verhaftung
Miep Gies ist eine der Hauptbeteiligten an der Gesamtaktion.

Otto Frank (Vater von Anne Frank, 1889-1980) spricht über Annes Tagebuch (englisch, Erstsendung 24.12.1967)

Filme in dieser Machart gefallen mir besser.
Das liegt sicher auch am verwendeten Filmmaterial, an der Ausleuchtung und vor allem an der
unaufdringlicheren Erzählweise.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:
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Beitragvon Caniko » 12.08.2011, 20:32

Grüezi mitenand

Anne Frank und ihr Tagebuch haben wir in der Schule behandelt, gelesen und entsprechende Filme dazu gesehen. Auch einen Spielfilm. Das Tagebuch der Anne Frank. Es war ein s/w Film.
Tief berührt haben mich damals die Dokumentarfilme, die bei den Befreiungen der Konzentrationslager durch die Alliierten gedreht wurden.

@miljas, ich habe mir den Film schon fast ganz angesehen. Beinah hätte ich schon geschrieben, dass der Film für mich zu bunt und zu farbig ist – und gegen dem Ende zu sauber.
Wichtiger sind mir aber die Themen dazu.
Minderheiten. Unterdrückung. Gewalt. Ausbeutung. Vernichtung. Rechtlos. Folter. Arbeitslos. Hunger. Brotlos. Kopflos….
Und die Angst
Gab es nicht mal einen Film: "Angst fressen Seele auf"?
Oder so ähnlich?

Über all diese Themen könnten wir wohl tagelang philosophieren – ändern können wir letztlich leider wohl nichts.
Was hat sich wirklich geändert seit es Menschen gibt? In Bezug auf Minderheiten, Unterdrückung, Ausbeutung, Vernichtung und so weiter und so fort.
Was hat sich nach 1945 geändert? In Bezug auf Minderheiten, Unterdrückung, Ausbeutung etc.?

Diese Woche habe ich gelesen, dass der letzte Folterer wieder frei ist
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 28,00.html



Diese Woche habe ich aber auch gelesen, dass am 8. August 1942 (!) ein Film in die Kinos kam, den vermutlich alle kennen. Wenn auch nur vom Namen
http://www.youtube.com/watch?v=MHkQMtmlgfQ
http://www.youtube.com/watch?v=CY60R728odE&feature



Dieser andere Film hat bisher gute Kritiken bekommen.
Gestern lief er an und - obwohl ich nicht auf derlei Filme so besonders stehe -
http://www.youtube.com/watch?v=Ge_jlIGAjUU&feature
http://www.youtube.com/watch?v=XrxtkrAEsTg&feature
scheint er sehr realistisch zu sein. Relativ

Und ein wenig erinnert mich das Thema an Euch
Primaten
Sind wir Tiere oder Menschen oder einfach nur Primaten
Was ist der Unterschied

http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Lauster
Euer Problemchen
Es ist so furchtbar erschreckend langweilig
Warum?
Weil von euch niemand etwas dagegen tut

Jede/r darf bei Wikipedia schreiben und eine Diskussion anregen, beginnen
Den Hauptartikel mit einer Kritik versehen
Oder nur einen Hinweis auf sein Forum
Euch geht es nicht um den alten Mann
Euch geht es darum, wie der Verdreher des Forums agiert?
Hinweise:
- So wer im Wiki schreiben möchte, macht es mit einem Nicknamen
Sonst ist euere IP zu sehen!
- Schreibt sachlich und belegt euere Aussagen

Letzteres dürfte schwierig werden aber doch zu lösen sein
Schau mer mol – wie kreativ Ihr sein möchtet
Primaten Affen oder Mensch


Pfiati Caniko

PS
http://www.youtube.com/watch?v=3htsmt_QlVA
Caniko
 

Beitragvon miljas » 13.08.2011, 17:55

... seid alle miteinander begrüßt, insbesondere Caniko,
(ich dachte, es geht in Bayern und Umgebung immer: "Grüß Gott!" :-)),

Ich habe gelesen, daß es mehrere Verfilmungen zur Anne Frank-Thematik gab.
Wenn man einmal etws in s/w gesehen hat, fällt es natürlich schwerer sich das Farbige
vorzustellen. Allerdings muß man sagen, daß auch die Nazizeit (leider) farbig war.
Zum Beispiel wurde Göring - wie ich hörte - spöttisch "Goldfasan" genannt.
Und einige Farbfilme entstanden in dieser Zeit bereits. Die waren damals sauteuer,
stammten von Fa. Agfa.
(Ich glaube, es waren zwei unterschiedliche Verfahren - Agfa und Kodak-Eastman.)

Die Themen, die man aus solchen Filmen ableiten kann, sind vielfältig.
Das, was Du, Caniko, darin siehst, ist natürlich auch sichtbar. Darüber
hinaus wird allerdings auch gezeigt, wie diese Menschen um Anne Frank herum ihre
normalen menschlich-persönlichen und entwicklungsgeschichtlich bedingten Reaktionen
zeigen. Das finde ich an dem Film besonders bemerkenswert. Der Vater von Anne Frank
sagte später, daß er von den Aufzeichnungen seiner Tochter deshalb beeindruckt war,
weil er sie so nicht kannte. Er dachte nicht, daß sie sich tiefere Gedanken machen kann,
sondern er sah sie wohl mehr als seine sympathische, aber auch recht vorlaute jüngere
Tochter an.
Und beim Zusammentreffen und Miteinanderleben der verschiedenen Erwachsenen - neben
dem Vorsatz seinen Leidensgenossen eine Hilfe und einen Schutz
zu bieten - gab es auch Entwicklungen, die von einem selbst schwerer zu beeinflussen sind.
Genau so ist es. Und es kann auch zu Überlagerungen kommen, gerade auch in solch
schwierigen Zeiten.
Auch ein Verräter kann unter Umständen nur aus purer Angst sich zu einem solchen
Verhalten verleiten lassen, zu dem er unter normalen Umständen vielleicht nie kommen
würde.

Was sich seit 1945 geändert hat bezüglich Deiner Themen?
Ich weiß es nicht.
Ich weiß nicht, ob es jemals untersucht wurde. - Deutschland war früher noch nicht so konkret
begrenzt wie heute. Es kamen damals Hugenotten, Salzburger, Polen, Juden aus Rußland.
Ich denke jedoch, daß noch nie vorher so viele Menschen mit ausländischen Wurzeln
in Deutschland lebten, wie heute.
Bei Vergleichen mit den Unruhen in England gibt es
Feststellungen, daß die Unterschiede zwischen Arm und Reich dort besonders groß sind.
Ich war bisher nur einmal in England. Allerdings habe ich mich bei der Gelegenheit auch gefragt,
wie man dort mit normalem Arbeiten überhaupt seinen Lebensunterhalt (einkommensmäßig)
verdienen kann. Später hörte ich dann, daß man in London-City und Umgebung arbeiten,
aber nicht wohnen kann. Selbst deutsche TV-Korrespondenten waren schockiert.

Aber was sollen alle diese Diskussionen?
Wenn es irgendetwas bringen könnte - mit einem einzelnen Menschen kann man ja vielleicht
noch diskutieren - um je mehr es aber geht, um so schwieriger wird es.
Ich sehe nach wie vor ein wirkliches Heil nur in der Komplett-Automatisierung.
Dann hat Mensch nichts mehr zu tun mit Ausbeutung, Unterdrückung, Gewalt usw.
Alles andere sind Übergangslösungen.

Walt Disney arbeitete wohl seit Mitte der 30er an Trickfilmen.
Ich habe einmal einen Artikel gelesen, daß er davor durch Europa reiste und sich offenbar
durch die alten Kinderbücher (auch deutsche) mit deren Zeichnungen stark anregen ließ.
Walt Disney war also als ein Vorläufer der Chinesen... :-) (was ja nichts Schlechtes sein
muß - was wissen wir, was am Ende dabei herauskommen wird - bei den Chinesen...).

Die Hollywood-Ami-Regisseure...
... die Filme haben anfangs (manchmal) die angenehme Seite, daß sie
Geld einspielen. Wenn sich allerdings später Leute anregen lassen, kann es ganz schön
nach hinten los gehen... (denken wir nur einmal an die umfangreiche Beschädigung von
Wolkenkratzern durch Flugzeuge).
Die Erfindung und Weiterentwicklung des Films ermöglichte eine verdammt real wirkende
Fantasiedarstellung. Und der Computer kann das dann ins Quasi-Reale treiben. Wer weiß,
vielleicht ist unsere gesamte Realität nichts weiter als eine gigantische Computersimulation.
Vielleicht bekam Gott irgendwann einmal zu Weihnachten einen Super-PC geschenkt... :-)

Ich denke, Pe.Lau. & Co. erfahren genug Widerstand, zumindest von meiner Seite.
Ich habe ihm (Pe.Lau.) voriges Jahr einen persönlichen Brief geschrieben.
Ansonsten habe ich es hier angesprochen, als wieder jemand rausgeflogen ist und werde
es auch weiterhin so machen, wenn ich von solchen Dingen Kenntnis erhalte.
(Daß es nun kurz hintereinander zwei waren - Zufall, oder auch nicht...)
Planmäßig werde ich jedes Jahr einen "Gedenk-Gottesdienst" abhalten.
Nein, Wikipedia werde ich damit verschonen.
Und wenn mir noch was einfällt... (vielleicht werde ich nach meinem Tod als
"intelligente" Tastatur wiedergeboren und schleiche mich dann bei dem Herrn Admin ein.) :-)

Danke für den "PS"-Link - ich höre mir lieber die
"Schnatter"-Geschichte von Anne Frank (ab 12:07 min) an ...:-)

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:

PS. (nicht direkt speziell an Caniko, sondern zur allgemeinen Erheiterung oder Erschreckung):

Es gibt so viele Probleme...
Zum Beispiel das Schlampen-Problem.
Männer haben keine Probleme.
Die haben nur Defekte.

Die Schlampen werden diese reparieren.
Oder therapieren.
Oder wegdemonstrieren.

Vielleicht sollte man Brillen erfinden.
Die müssen alle tragen.
Freiwillige Zwangsbebrillung.
Durch diese Brillen wird alles entschärft.
Auch die dämliche Werbung.
Auch die Fantasie.
Egal, wen man ansieht, wohin man schaut -
man erblickt Päpstin Bendiktina XVI.,
natürlich leicht variiert,
aber eindeutig erkennbar.

Die defekten Männer werden es erkennen.
Die Schlamperei gilt nicht ihnen.
Sondern den Geschlechtsgenossinen.
Es herrscht eine Wettbewerbssituation.
Thema:
Ich bin schlampiger als Du;
ich bin die absolute Schlampe;
ich kann gar nichts anderes;
ich will gar nichts anderes
- ich brauche frische Luft rundum.
(Ich beschäftige mich nicht mit Klamotten - ich ziehe an, was mir über kommt.)

Ist doch alles starker Schwachsinn, stimmt's?

Sex ist,
wenn die Sonne scheint,
wenn der Mond schimmert,
wenn die Luft flimmert.

Sex kann man auch mit Tieren, Pflanzen und Landschaften haben.
(Natürlich nur über den platonischen Seelen-Koitus -
so ist es gemeint!)
Früher gab es Unkraut-Ex, heute gibt es Unkraut-Sex :-)

Auf die Plätze, fertig, Sex! :-)
Bitte, vorher schriftlich beantragen!
(bei den Schlampen und auch bei anderen)
(notfalls über SMS)

Der Aufmarsch der Schlampen - Was sie schon immer über Sex sagen wollten (Audio, hr; 53:44 min)

[align=center][/align]
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Beitragvon miljas » 14.08.2011, 15:36

Hallo,

ich habe es mir überlegt...
Die haben doch alle eine Meise!

"Detektive der Geschichte"...
(sagt strahlend immer unser Guido ... Knopp)

Caniko hat recht mit seinen Nachfragen.
Da begehen sie nun 50 Jahre Mauerbau - natürlich, für die direkt Betroffenen ist das
immer noch frisch und schmerzlich. Wenn man allerdings den Geschichtsdurchblick wagt -
ein Fehler nach dem anderen!...

Wozu die Menschwerdung, wenn kein (ausreichendes) Inventar
vorhanden ist? (Wo ist denn mein Rolls Royce? Wo steht er denn ???)

Und dann gibt es ein paar Spezialisten á la Pe.Lau. - die wollen einem an der
SeelenDenk-Programmierung herumfummeln...
Die Frau (oder der Mann) vom anderen Thema hat doch völlig recht - es herrscht Chaos,
aber nicht nur hier, sondern in allen Oslen und Athenen und was es da noch so alles bei
google-earth in den Karten gibt.

Die Börsen sollen beruhigt werden... "Sei ruhig, bleibe ruhig mein Kind, in dürren
Blättern säuselt der Wind..." :-)

Ich weiß nicht... Vielleicht:
Denkt an die Kartoffel!
Sie ist jung.
Ein Kind der Erde.
Sie wächst dort, wo keine Autobahn und keine Gleise sind.
Vielleicht bringt die Kartoffel die Rettung.
Wenn man sie weiter und weiter anbaut - irgendwann verwandelt sie sich über
die sogenannten "Menschen" in menschliches Inventar.
In IKEA-Möbel, in Elektromobile, in Tomatenkraftwerke usw.

Sollte das alles nicht funktionieren - dann müssen vielleicht die Genetiker ran.
Dann hilft nur noch: Mensch 2.0 .
Aber ob der dann den Rolls Royce vergessen wird?
Da bin ich mir überhaupt nicht sicher!

Viele Grüße - miljas :t252: :t252:



Bild
Kartoffelergebnis. ?
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Kartoffelergebnis. ?
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Kartoffelergebnis. ?

Ulla Meinecke - Der Mensch als Mitternacht (Mann vor, und Frau nach Mitternacht)

Allu Deinecke - Saures Schinden

Bild

"Nur im Kino!"
(Noch nicht ... außerhalb... bis ... demnächst)
Aber vor allem: "Nicht im Internet!!!!" :-)

[align=center][/align]
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Beitragvon miljas » 23.08.2011, 09:05

Hallo,

"The Strawberry statement" in der Originalversion ("Blutige Erdbeeren", 1970) (Yt-Video, 1:44:10 h)

Studenproteste Ende 60er/Beginn 70er.
Nach einem Buch von James Samen Kumen über Geschehnisse an der Columbia Universität,
New York, im Jahre 1968. Gedreht wurde der Film in San Francisco.

Viele Grüße - miljas :t252: :t252: :t154: :t154:
Zuletzt geändert von miljas am 23.08.2011, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
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