...wird am kommenden Sonntag wiederholt. Ich werde es dieses Mal nicht versäumen, den Film aufzunehmen.toggle hat geschrieben:Ein starker Abgang...
LG
toggle
...wird am kommenden Sonntag wiederholt. Ich werde es dieses Mal nicht versäumen, den Film aufzunehmen.toggle hat geschrieben:Ein starker Abgang...
toggle am 17.09.2005 hat geschrieben:Weil es in den Themenkomplex "Gut und Böse" ausgezeichnet hineinpaßt:
Zitat aus FAZ-Net Wissenschaft vom heutigen TageMenschen, die nie gedacht hätten, daß sie in der Lage sind zu töten, bringen wehrlose Zivilisten um. Wie kann so etwas geschehen? Viel leichter, als das wohl die meisten Leute (wie auch viele hier im Forum, mich eingeschlossen) für möglich halten würden. Harald Welzer (siehe Zitat) ist der Ansicht, man muß lediglich eine einzige soziale Koordinate verschieben. Alles andere ist dann nur noch eine Frage der Technik.Sozialpsychologie: „Ohne Moral läßt sich kein Genozid durchführen”
04. September 2005 Harald Welzer, Jahrgang 1958, ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen und Professor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke. Sein Buch „Täter - Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden” ist gerade bei S. Fischer erschienen.
Wen der gesamte Artikel interessiert, ein Interview mit Welzer zu seinem neuen Buch, der klicke hier.
Eiskalt läuft es mir den Buckel herunter bei dem Gedanken an eine mögliche Polarisierung in unserer heutigen Gesellschaft, die ähnliche Folgen wie im zerbrochenen Jugoslawien haben könnte. Das einzige, was solchen Exzessen, was der Möglichkeit zur Entmenschlichung bestimmter Personengruppen in meinen Augen vorbeugen könnte, ist Bildung, Bildung und noch mehr Bildung. Liebe allein ist dazu nicht in der Lage. Außer Wohlstand, der keinen Anlaß zu extremem Verhalten bietet, ist es allein die Bildung, die die Möglichkeit, manipuliert zu werden, wirksam verhindern kann. Je größer der Durchblick, über den die Menschen verfügen, je aufgeklärter sie sind und je wacher sie DENKEN (!!!), desto geringer die Chancen für Verführer à la Führer eines Schlages Milosewicz, desto schmaler die Basis für Haß auf bestimmte Volksgruppen und für Völkermord.
Natürlich darf die Liebe nicht zu kurz kommen. Allein aber ist sie einfach zu schwach, um Schutz gegen das Böse solchen Schlages bieten zu können. Denn vage Gefühle ohne Worte geben keine Widerstandskraft gegen Verführung. Deshalb: Aufklärung tut not - nicht gefühlvolles Versinken in Liebesschweben!
Denken tut not, und zwar Denken, welches Gefühlswelt und Liebe einschließt. Denken, das Artikulationsfähigkeit trainiert und wieder trainiert. Ein Widerspruch? Wohl kaum, wenn ich an die Menschen denke, die ich kenne, die für sich Liebe verbunden mit Denkferne postulieren. Habe ich diese Menschen kritisch darauf angesprochen, reagierten sie mit allem anderen als mit Liebe, vergaßen ganz schnell ihr hochgepriesenes Liebesgefühl und agierten mit einem erstaunenmachenden Potential an Aggressivität. Oft genug erlebt, leider, leider...
Bei aller Liebe also: Vergeßt niemals das Denken und verbindet Eure Liebe mit Eurem Verstand!
Gruß
toggle
*grübel, grübel, erschreckend, so manches, wundern tuts mich allerdings nicht*
P.S. Einen weiteren wichtigen Hinweis auf den Hintergrund dessen, was derzeit in unserer Gesellschaft stattfindet, liefert folgender Absatz in dem Interview:...Das Interessante ist: Es finden sich immer genügend Leute, die sich zum Töten bereit erklären.
Warum?
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Vorgesetzter erteilt Ihnen einen sehr unangenehmen Auftrag. Wenn Ihnen dieser Mensch sympathisch ist und er gleichzeitig glaubwürdig zum Ausdruck bringt, daß er selbst mit diesem Auftrag auch nicht recht glücklich ist, aber halt dafür sorgen muß, daß er erfüllt wird, dann ist das doch viel motivierender als ein knallharter Befehl. Das weckt Solidarität. Dieses Prinzip machen sich übrigens seit langem auch Manager aus der Privatwirtschaft zunutze: Viele haben erkannt, daß ein gewisser Handlungsspielraum für die Untergebenen bei arbeitsteiligen Projekten meist zu besseren Resultaten führt als simple Befehlsketten.
| Filmtipp Forum: Offenes Kommunikationsforum Autor: Anonymous Antworten: 20 |
Filmtipp: "Im Juli" Forum: Offenes Kommunikationsforum Autor: toggle bis 12. Jan. 2012 Antworten: 0 |
Zurück zu Offenes Kommunikationsforum
0 Mitglieder