Einfach nett - zum Thema hohe Arnzeimittelpreise




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Beitragvon Starlight » 26.05.2008, 10:25

Ja nun noch mal zum Thema hohe Lebenshaltungskosten. Die steigen ja auch weil das Benzin so teuer ist. Wenn ich die Preise anschaue wird mir ganz schwindlig. Manchmal bleibt einem gar nichts anderes übrig, weil man nur einen Job bekommt der kilometerweit entfernt liegt. Da kommt dann auch ganz schön was zusammen. Wir leben ja nun zwar nicht gerade am Existenzminimum, aber spüren tun wir das auch. Ich schau mir auch alles zweimal an und überlege ob ich es nun kaufe oder besser sein lasse. Nahrung brauchen wir nun mal und deshalb gibts dann halt wieder mal eine Bluse weniger oder das T-Shirt wird auch länger getragen. Von wegen neues Auto oder sonst was. Nichts gibts. Und essen gehen fällt auch flach. Die können mich mal. Und man merkt ja auch schon wie sie jammern weil kein Umsatz mehr da ist. Ja wo solls denn herkommen? Glaubt mir, die merken das auch mit der Zeit. Wenn kein Geld mehr da ist, dann können sie uns auch keines mehr aus der Tasche ziehen. Ich behaupte mal von mir, dass ich bisher immer bestrebt bin, das Geld nicht leichtsinnig aus zu geben, auch nicht wenn ich es könnte. In Deutschland wird ja derzeit auch viel über Kinderarmut geredet und dass es immer eine größere Spanne zwischen Arm und Reich gibt. Ja ich glaub das kann u.U. ganz schnell gehen, wenn man keinen Job mehr hat. Darüber sollte sich unsere Politik mal Gedanken machen, vor allem wenn sie wieder Ihre Diäten erhöhen.

Die gesetzliche Regelung der Arzneimittelzuzahlung ist derzeit so, dass ein gesetzlich Versicherter im Jahr Zuzahlungen von 2% seines Einkommens zahlen muss. Wenn eine chronische Krankheit vorliegt nur 1%. Kinder sind frei.

Allerdings überlege ich mir manchmal ob ich mir überhaupt ein Rezept geben lasse. Weil, wenn ich in dem Quartal noch nicht beim Arzt war und dann nur wegen eines Rezeptes hingehe, zahle ich 10.- Euro Praxisgebühr und noch die Zuzahlung von dem Medikament. Wenn es nun was ist, was ich auch ohne Rezept bekomme und es billiger ist als die Praxisgebühr, dann hole ich es mir so. So gesehen bin ich ja froh, dass ich bisher ohne größere Krankheiten rum gekommen bin.

Unsere Apotheke hat so ein Bonussystem eingeführt. Jedes mal wenn ich dort was kaufe bekomme ich Punkte und die kann ich mir dann wieder anrechnen lassen oder ich bekomme eine Prämie.

Nun, soviel erst mal dazu.

LG Starlight :t291:
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von Anzeige » 26.05.2008, 10:25

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Beitragvon Gast » 26.05.2008, 11:07

Hallo, ihr,
und hallo, liebe Chord, freue mich sehr, Dich zu 'sehen'. :-D

Lebenshaltungskosten sind auch in Österreich und in Deutschland regional unterschiedlich.
Hier ist zum Beispiel eine interessante Karte, die dies für Deutschland veranschaulicht, allerdings ist sie leider von 2004:
http://www.fachkraefte-willkommen.de/ht ... altung.htm
Mich würde ja interessieren, ob das in dieser Form immer noch zutrifft, denn ich erwäge allen Ernstes, in eine Gegend (oder ein Land) mit niedrigeren Lebenshaltungskosten zu ziehen.


Auch für Österreich habe ich etwas gefunden. Zitat:
"Langlebige Konsumgüter kosten in Österreich mehr als in Deutschland, die Lebenshaltungskosten sind in Wien höher als zum Beispiel in Frankfurt oder Berlin. Hohe Ausgaben haben auch die Einwohner von Vorarlberg, am wenigsten zahlen die Tiroler für ihre Lebenshaltung."
http://www.ba-auslandsvermittlung.de/la ... __nnn=true
Auf der Seite stehen auch "Durchschnittliche Preise in Österreich", allerdings sind die von 2006 und dürften so nicht mehr gelten.

Was die Apothekenkosten betrifft: Ich besorge mir ab und zu einige homöopathische Mittel, die es schon lange nicht mehr auf Rezept gibt, die sind ziemlich teuer. Was ich brauche, bestelle ich auch in einer Internetapotheke (habe mit Medpex gute Erfahrungen gemacht).

Dies jetzt nur in Kürze zu einem umfangreichen Thema.

Liebe Grüße :wink:
Rhonda
Gast
 

Beitragvon Gast-Chord » 01.06.2008, 16:57

So gestern war ich schon am Rande eines Nervenzusammenbruchs, weil sich mein neues Billigstnotebook im Anschluss an eine Virenfundmeldung und dem Versuch, dem den Garaus zu machen, plötzlich nicht mehr herunterfahrenließ. Das Ganze kostete mich zig Stunden und zuletzt gab ichs auf, aber seit heute geht es zum Glück wieder - brauch es nämlich grad im Moment wirklich dringend. Bis auf diesen einmaligen Vorfall bin ich übrigens hochzufrieden mit dem Teil!

Zur Situation mit den Medikamenten in Österreich:
Was die Gebühren betrifft - wir müssen eine Gebühr für die e-card bezahlen (früher musste man pro Krankenschein was zahlen,also nur, wenn man wirklich einen Arztbesuch in Anspruch nahm, heute muss das jede/r Krankenversicherte bezahlen, außerdem 4,80 Euro Rezeptgebühr pro verordnetes Medikament und außerdem gewissen Selbstbehalte nach einem äußerst undurchsichtigen System, das glaub ich, auch davon abhängt, wieviel oder wenig der Arzt/die Ärztin für seine Leistungen verrechnet - also es kann sein, dass man für einen Besuch beim einen Hautarzt, der genauso lang dauert wie bei einem anderen nicht dasselbe zahlt.
Außerdem wurden Leistungen sukzessive herausgestrichen - wenn früher z.B. eine neue Brille medizinisch notwendig war, wurde da noch ein gewisser Anteil der Kosten übernommen, heute glaub ich gar nichts mehr, auch der Anteil, der (wenn man überhaupt einen der wenigen freien Plätze ergattert) für Psychotherapie an "Kostenbeteiligung" gezahlt wird, ist ein Witz. We nicht viel Geld hat, kann sich längst keine Psych0otherapie mehr leisten.

"s ist schon so, dass manche Menschen heutzutage nicht gerne über Missstände reden möchten." - dass es Bequemlichkeit ist, glaube ich weniger, eher sind es eine Art ideologische Scheuklappen - wenn reichere Menschen aus der Mittel- und Oberschicht sich nicht weigern würden, wahrzuhaben, dass es unversicherte Menschen gibt, die gar nicht erst zu einem Zahnarzt vorgelassen werden - wie es mir selbst passiert ist, sich nicht weigern würden, wahrzuhaben, dass Menschen die nicht über weit mehr als 1.000 Euro für eine überlebensnotwendige PET-CT aufbringen müssen, einfach sterben müssen bzw. mit dem Wissen, dass sie sterbenskrank sind und ihnen eigentlich recht leicht geholfen werden könnte, weiterleben, wenn sie sich nicht weigern würden, zur Kenntnis zu nehmen, dass auch in Deutschland schon Menschen verhungert und erfroren sind und immer mehr Kinder in der Schule vor Hunger vom Stuhl kippen, und wenn sie sich nicht weigern würden, keinen Gedanken daran zu verschwenden, welche perverse Art der Geldumverteilung dank des Neoliberalismus von statten geht - nämlich eine Bereicherung von Unternehmen auf Kosten der Arbeitnehmenden und wider Willen Arbeitslosen, dann wären sie ja auch gezwungen über ihre eigene Rolle in dem ganzen System nachzudenken, über politische Lösungen die ihnen vermutlich ein Stückchen vom Wohlstand abzwacken würden und den Ärmeren zugutekommen lassen, sie könnten nicht mehr so bequem nach dem Motto "ich habs ja auch geschafft, und jeder ist seines Glückes Schmied" sich von ihrer Mitverantwortung für die Zustände, zu denen es in den Industrienationen mittlerweile gekommen ist, lossagen usw.usf. Allerdings glaube ich nicht, dass Bequemlichkeit der Hauptgrund ist. Es müsste dann jemand, der z.B. gedankenlos sein Kreuzchen Jahr für Jahr immmer bei der selben Partei macht, zugeben (auch vor sich selbst) dass diese weder in der Vergangenheit und schon gar nicht in der Gegenwart zum Wohl der Menschen agiert hat usw.usf. Aber da ist es natürlich einfacher, statt das System zu kritisieren, die SystemkritikerInnen zu kritisieren und ihnen Negativdenken und Pessimismus vorzuhalten. Ansonsten müsste man konstatieren, dass die alten Wege offenbar versagt haben, und zwar ziemlich krass, und dass, wenn man soziale Unruhen verhindern mag, man zu neuen und alternativen Lösungsmodellen greifen müsste, wie etwa zu einem bedingungslosen Grundeinkommen. Ich hab dieses Thema schon vor sehr langer Zeit im PeterLauster-Forum aufgebracht, bezeichnenderweise war die Resonanz relativ gering (ich hab übrigens schon vor Jahren genau das kritisiert, was du auch kritisierst -die exorbitanten Unternehmensgewinne, bei gleichzeitig sich immer weiter verbreitender Armut) - und Dachs, einer der wenigen, die sich da offenbar Gedanken machten, schreibt leider schon ewig lang nichts mehr dort.

Starlight - ja, von den 1 bis 2 % bin ich auch ausgegangen, für mich ist das in Ordnung, und fällt angesichts der Lebenshaltungskosten nicht ins Gewicht. An der Praxisgebühr sparen kann ich nicht, weil sie bei uns automatisch jedem, egal ob er einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsucht, die E-Card-Gebühr abziehen. Sachen, die es nicht auf Rezept gibt, kann ich mir kaum je leisten - das war schon immer so. Die Apotheke sieht mich daher relativ selten - ich hab keine Chance auf nen Mengenrabatt.

Rhonda (und auch die anderen) - zu noch offenen und evtl. noch auftauchenden Fragen, Meinungen etc. zu den Themen Arzneimittel- und Lebensmittelpreise werd ich zu diesem Thema erst wieder in ein paar Wochen antworten. (Auch wenn keine kommen sollten, werde ich dazu bestimmt noch was schreiben.)

Alles Liebe,

Chord
Gast-Chord
 

überteuerte Lebensmittel

Beitragvon Gast-Chord » 12.06.2008, 19:43

Lebensmittel in Ö um ein Fünftel teurer als in D

Anstieg um fast 30 Prozent: immer mehr SozialhilfebezieherInnen in Ö

Privatkonkurse in Ö nehmen stetig zu

immer mehr Unternehmer nach Pleite im Privatkonkurs


(nur weil die Links dort leider oft bald kostenpflichtig werden - vielleicht interessierts ja jemanden, und er/sie schaut jetzt schon mal rein - Zteeit zum "richtig" mitdiskutieren hab ich, wie gesagt, erst in ein paar Wochen.
Gast-Chord
 

Und?

Beitragvon Nobody » 13.06.2008, 19:40

Aloha Chord,

aus diesen, von Dir genannten Gründen, kann es doch nur gut sein,
eine Ö + D Freundschaft zu haben.
Ich bringe nach Tirol das Billige aus D
Und das billige Benzin hole ich mir aus T

So machen Tiger das wohl? (o;

Natürlich hast Du recht, dass in Ö vieles teuerer ist als -noch- in D

Aber - ich habe in D noch nicht diese Amarant-Dinger gefunden *g*
Weißt schon was ich meine?!
Hmm...die futtern wir jetzt nämlich auch in T :-P
Aber nicht mit so viel Zitronensaft wie Du (o:


Von Herzen
Nobody

PS
Ist in Freundschaft auch Freundin drinnen? ;)
Du machst mich mal wieder echt fertig und *g* und
Deine Mail werde ich demnächst mal beantworten.
Nobody
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Registriert: 17.01.2008, 19:47

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