Hallo,
gestern wurde eine Historiker-Studie zur Rolle von Mitarbeitern des Ausswärtigen Amtes im Dritten Reich vorgestellt.
Ich entsinne mich des Eklats, über den seinerzeit (2003) berichtet wurde. Da war ein Nachruf für einen während der Nazizeit stark belasteten Diplomaten im amtsinternen Blatt verfaßt worden und es waren ausschließlich dessen Verdienste während seiner Tätigkeit im Ausswärtigen Amt der BRD erwähnt. Daraufhin meldete sich der damalige Außenminister Fischer zu Wort und hat Untersuchungen zur Geschichte eingefordert und in Gang gesetzt. Aber, wie nun zu erfahren ist, mußte Fischer zum "Jagen getragen" werden.
Diplomaten tief in Holocaust verstrickt (Text, ARD; Video von dort aus erreichbar)
Hitlers Diplomaten in Bonn (Yt-Playliste)
( Dieser Film entstand 2006 : Eintrag in der Filmdatenbank )
Frau Marga Henseler schrieb damals einen Brief an Minister Fischer, und als der darauf nicht reagierte, einen weiteren an Kanzler Schröder. Hierzu ein ein Beitrag (Text, FAZ).
Selbstverständlich könnte dieser Beitrag auch im Thema zur Geschichte des dritten Reichs oder zu der des wiedervereinigten Deutschlands erscheinen - so greift manches ineinander, so oder so.
(Das Adenauer-Argument - zu sehen und zu hören in dem Dokumentarfilm - daß man Leute einsetzen mußte, die das "können" - gemeint ist der "diplomatische Dienst" - das war ja mehr als abstrus und lächerlich. Es hat sicher in der Zeit 1945 - 50... 55 genug junge Menschen gegeben, die nach dem Kriegsende versuchten, ihre Ausbildung weiterzuführen und zu beenden und eine Arbeit in den neuen demokratischen Zeiten zu leisten. Und einige fähige Menschen aus den Kreisen des Widerstandes wird es auch gegeben haben.)
Viele Grüße - miljas :t252: :t252:
