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Junge, Junge - jung...

Beitragvon miljas » 03.05.2019, 10:55

Guten,

einfach vieles abschütteln,
so, wie es die Barkeeper machen...

https://www.youtube.com/watch?v=acUCrfe6oMk


9. Februar 1978.


Kate Bush - Wow

(Katze: Miau :-) )

Wenn wir 5 Erden hätten,
dann wäre die Verrücktenanstalt noch größer.
Wann, verdammt nochmal, wird es diese Meldung
geben?:

"Die Größe des Regenwaldes ist im letzten
Jahr um die Fläche Großbritanniens gewachsen."

Vielleicht nächstes Jahr, zum 1.April?

Es ist einfach unglaublich - im Jahr 2018
wurde wieder hemmungslos abgeholzt.

Kalt:
Wald lose
Welt.



----------------------------------

Die B.mann - Autobio:

https://books.google.de/books/about/War ... edir_esc=y

75 von 683 Seiten - immerhin... Inhaltsverzeichnis...
Also, Einfallslosigkeit beim Textabsondern - so
etwas kann man ihm nicht nachsagen.

Von dem neueren Hörbuch habe ich noch
nicht alles gehört.

Aber schon die eine Story - ich
weiß nicht so recht...

Es ist zu skuril. Und ich frage mich besorgt,
welche Rolle B.mann dabei wirklich
spielte.

Ein Mädchen, Monika, fast schon Jugendliche,
spielte bei B.mann im Hinterhof mit den Nachbarskindern
Rollenspiele/Theater. Irgendwann nach dem Mauerbau
wird B.mann von ihr als Parteisau beschimpft. Das
Mädchen wächst zur jungen Frau und verliebt
sich in einen Sachsen. Sie wohnen bei ihrer Mutter.
Er arbeitet im Milchhof.
Als er nach 'ner Wohnung fragt, sagt man ihm,
daß vieles möglich sei - er solle in die Partei
eintreten. Die junge Frau konsultiert B.mann.
Der gibt keine Empfehlung. Der junge Sachse
ist dann wohl eingetreten. Hat sich zum Facharbeiter
qualifiziert. Aber Wohnung blieb aus.

Er begann eine eigenwillige Nebenbeschäftigung.
Auf dem Straßenstrich in der Oranienburger
Straße verdiente er sich Westgeld oder Westdinge.
Also, er selbst prostituierte sich.
Das mißfiel seiner Frau. Da er nicht aufhörte, drohte
sie ihm und hat ihm schließlich ein Küchenmesser
in den Rücken... In diesem Zustand, mit dem Messer
im Rücken, lief der Mann zur Charite (von der Chausseestr. 131
ein paar hundert Meter). Das rettete ihm das Leben, denn
wäre das Messer herausgezogen worden, wäre
er verblutet. Die Frau kam ins Gefängnis. Als sie wieder
raus kam, lebte ihr Mann mit der Mutter schlafend
zusammen. Daraufhin hat sich die Frau mit Gas das Leben
genommen.

"Schöne" Geschichte... :-(
Aber welche Rolle hat B.mann gespielt?
Konnte er helfen, hat er geholfen?

Heute ist es mir ziemlich egal, was die
Nachbarn tun. Das hat persönliche
Gründe. Aber damals war man mehr beieinander.
Naja, wer weiß - vielleicht hat er alles Menschenmögliche
getan, oder auch nicht.

------------------------------------

Hahaha - das sind Berichte, ganz nach meinem
Geschmack:

http://www.sport-art-news.de/index.php/ ... v/10-start

Der gute Herr Schmider, der ehemalige Boß von
Flowtex, dem die Villa früher gehörte, soll
über weitere, auch sehr bescheidene, Unterkünfte im Globalumkreis
verfügt haben. Ich weiß nicht, was der JUSO-Chef
dazu meint - er hat ja nur gesagt, daß jeder nur den
Wohnraum besitzen sollte, den er selbst nutzt.
Schmider war vermutlich kein Wohnraumvillen-VERMIETER...

Wie sollen eigentlich diese Südlink-Kabel
verlegt werden? Also, diese Stromhauptkabel
für den Transport des Windrad-Stromes aus
dem Norden zu den Bedürftigen nach Süden.
In Bayern sollen die Kabel unter die Erde.
Mit Flowtex?

Und wenn die Technologie aus US A stammt - ist
es dort schon gebessert? In Spielfilmszenen
von dort sah es immer kabelmäßig sehr "durcheinander"
aus.

Auch ein Thema - gleiche Lebensbedingungen
landesweit, in Stadt und Land. Beim TV
scheint man auf diesem Gebiet ganz vorn zu
sein. Gerade wieder gelesen: Usedom-Krimi!
Gibt es auch schon "Ballermann-Krimi"?
Oder "Dieter-Bohlen-Krimi"? :-)

------------------------------

Da ich nun den kostenfreien Torso
von B.manns AutobioEbook fand - siehe da, es
gibt Gleichartiges für das neue Buch:

https://books.google.de/books/about/Bar ... edir_esc=y

Sehr gut, weil ich den ersten Teil
der Hörbuch-Serie auf rbb-Kulturradio verpaßte.
In Teil 2 dieser Serie wurde das Ende
der Story von der Geliebten Garance vorgelesen.
Jetzt habe ich den Beginn gelesen.

Es geht um eine Krankenschwester,
die B.mann im Krankenhaus kennenlernte.
Der richtige Name der Frau ist unbekannt.
"Garance" ist B.manns Erfindung (und
all das Frankreichische, was dazu führte,
ist nur B.manns Zierstuck an der Zimmerdecke).

Die Frau hatte ein Kind. Der Kindesvater, ein Arzt,
hatte sich in den Westen "verflüchtigt". Die Stasi
forschte natürlich nach, was die Mutter seines
Kindes davon wußte. Sie wußte nichts.
Nun hatten sich die "Genossen" von
der "unsichtbaren Front" etwas Perfides ausgedacht.
Die Frau sollte einen Brief an den Mann
im Westen schreiben, daß er sie mit dem
Kind über die Grenze zu sich holen soll.
(Die West-Adresse kannte die Stasi.)
Schließlich hat sie den Brief geschrieben,
aber dann zeitnah eine Postkarte mit Gegendarstellung über
eine Westverwandte in den Westen schmuggeln
und von dort aus über den Postweg absenden
lassen. Dennoch ist die Postkarte in die Hände der Stasi
gefallen - im Westen! Und nun wurde die Frau
erpreßt, im Westen gezielte Spitzelkontakte
zu Männern zu leisten. Wenn erforderlich, auch
mit Körpereinsatz, meinte man indirekt.
Ihr Kind, so gab man ihr zu verstehen,
blieb immer als Geisel im
Osten und wenn sie sich generell diesem Vorhaben
verweigern würde, gäbe es bezüglich der Postkarte
ein Gerichtsverfahren, Sorgerecht für ihr Kind
könnte entzogen werden...

Sie weihte B.mann ein (nur so kann er auch
davon berichten, oder er hätte später
davon in seinen Stasi-Akten gelesen - davon ist
aber keine Rede).

Was hat B.mann getan in der Frage, außer
der Frau zuzuhören und ihr moralischen Beistand
zu geben? Der Fall ist klar - alles war kriminell hoch 2.

Die Affäre zwischen ihm und der Frau endete, als
sie eine - kann man es so bezeichnen? - ich
denke: ja - antisemitische Bemerkung machte.

Da hat der Herr B.mann Glück gehabt, daß er
an dieser Stelle keine weitere Verantwortung
tragen brauchte, aber doch einen guten
Novellenstoff bekam.

(Fairerweise soll hier erwähnt werden, daß
er sich nach seiner Ausbürgerung nicht nur
um seine Ehefrau, sondern auch um seine
Geliebte/Ex-Geliebte kümmerte, soweit
mir bekannt.)

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von Anzeige » 03.05.2019, 10:55

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Die Ewigkeit währt ewig, mindestens

Beitragvon miljas » 04.05.2019, 00:16

Guten,

die seltenen Erden sollten
häufiger vorkommen. Vielleicht würde
man sich dann wohler fühlen.
Nur eine Erde - das ist wirklich bißchen wenig.
Und nirgendwo gibt es Ersatzteile!
Und welche Versicherung wird zahlen
bei Totalschaden?

Man dreht schon halb durch,
wenn solch ein zartes kleines Wesen gewesen ist.



Seit 10 Jahren gibt es bereits dieses Video.

Für ein anderes ehemalig-ewiges Wesen hatte
man kürzlich einen Film gemacht. Den muß
ich mir noch anschauen. Die Menschin, die
die Brücke baute, war mit dem Italiener in
der Runde im Gespräch. Es ist witzig, als er
ausnahmsweise die Zigaretten rausholt und
sie etwas Besonderes zeigen läßt.



Das sind Originalfotos von Quiberon:



Ich finde, Totalüberwachung hat was.
Ein Leben von Anfang bis Ende, lückenlos, alle (Meß)Daten.
Audios, Videos, Gedanken, Emotionen.
Es müßte nur garantiert sein, daß die Daten erst
100 oder 200 Jahre später auftauchen. Oder 1000.
Das soll der Gott der Ethik entscheiden.
Man kann ja nicht ewig so tun, als ob
es keine Ewigkeit gäbe.

-----------------------------------

Als B.mann 1976 nicht mehr durch die Mauer zurück
durfte, unterschrieb ein Dramatiker, der etwa zeitgleich
mit B.mann aus dem Westen, aus München, in die
DDR übergesiedelt war (1955), das Pro-B.mann-Papier nicht.
Im Gegenteil. Er hat es wohl sogar noch begrüßt, daß B.mann
"verwestlicht" werden sollte.
Leider gab es damals noch kein Internet, so daß
sein Beitrag von damals dort nicht zu finden ist.

Hier ein Zitat von Peter Hacks:
„Die Reime waren schon damals schlecht,
die Verse holprig, die Gedanken kraus;
die Worte waren schon damals nicht wichtig genug,
um nicht des Beistands der Musik zu bedürfen,
und die Melodien nicht stark genug,
um ohne Worte standzuhalten,
aber Biermanns Lieder waren bildhaft und wunderlich wie die,
welche die Schäfer auf der Heide und die die Dienstmädchen in den großen Städten singen.“

Hacks war bis dahin der meistgespielte
deutsche Dramatiker in Ost und West.
Danach war im Westen "Ruhe in der Truhe".

Im obigen Zitat wird nicht in vollem Umfang
B.manns Kunst politisch oder unter
dem Aspekt der Absichten von B.mann bewertet.
Aber was die Qualität angeht, kommt es der
Realität nahe. :-)

Nachtrag:

Jetzt habe ich den Beitrag von Peter Hacks
aus der Weltbühne doch noch gefunden. Er wurde in einer anderen
Publikation 2007 erneut veröffentlicht.

http://www.rotfuchs.net/rotfuchs-lesen/ ... angel.html

Das ganze Hick-Hack interessiert mich
weniger. Mir geht es mehr um die allgemeine
B.mann-Stänkerei, die nun auch den toten
Krug betrifft. Noch habe ich den Text nicht
im Original gelesen (oder im Hörbuch verlesen
bekommen), auf den sich der Sohn Krugs bezog.

Von meinen Bauchschmerzen mit zwei der Geschichten,
die B.mann als Novellen bezeichnet, habe
ich bereits geschrieben.

Und, offen gesagt, seine Erotik-Mitteilungen
sind nicht lustig und auch nicht sinnlich.
Vielleicht hätte er damit besser in eine Selbsthilfegruppe
der anonymen Sexonauten gehen sollen. :-) :-(
(Wenn es keine gab, dann hätte er eine gründen
können - damals, in der Chausseestr.)
(Eine intime Beziehung und was damit zusammenhängt,
solte auch besser weitgehend intim bleiben! Alles
andere ist respektlos.)

Nun habe ich auch noch das Gespräch B.manns
mit dem Spiegel gefunden:

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41067872.html

Naja, wenn man die Formulierung "reaktionäre
stalinistische Bonzen" breit öffentlich ausspricht, dann
kann man nur geringe Erwartungen auf deren
wohlwollende Reaktionen haben. So sind
derartige Bonzen nun mal...

In dem Spiegel-Interview fiel diese Formulierung.
Was er bei dem Konzert alles geäußert hat,
weiß ich nicht. Ich hab es damals nicht gesehen.
Ich war berufstätig in der Produktion und hatte
noch einen Nebenjob. Da habe ich kein fern
sehen können. Ein Lied kam im Radio. Naja...
Und später nach der Wunderwende
sah ich immer nur Auszüge.

In dem Interview hat B.mann zu erkennen
gegeben, daß er ausreichend gut informiert
war über sein gegenseitiges Verhältnis
mit den "reaktionären Stalin-Bonzen".
Man kann es so beschreiben:
Es war zerrüttet.
Was passiert in einer Ehe? - Wenn nicht
Mord- und Totschlag, dann geht
entweder der eine von sich aus,
oder er wird rausgeworfen.

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Directors' friends' cut

Beitragvon miljas » 05.05.2019, 18:12

Guten,

es geht auf der Stelle voran.

Das BKK (B.mann Konzert in Köln) soll
3,5 Stunden gedauert haben. Ich habe
zwei CD (aus dem Internet abspielbar)
gefunden. Da wird gekürzt worden sein,
weil es nur 2 Stunden sind.

Es sieht nicht gut aus für B.mann.
Ein Witz gegen die Stasi. Ein Lied
über Schikane gegen Ausreiseantragsteller.
Ein Lied über Fußabhacken individuell und
bei der Partei.
Ich werde mir das noch zu Ende anhören.

Ich fand nun etwas sehr Interessantes zu dem
nachfolgenden Protest der Schriftsteller.

(Den hatte auch Manfred Krug (und außer ihm
noch zwei weitere bekannte Schauspieler)
unterschrieben. Bekannt wurde nach der
Wunderwende das Treffen mit Werner Lamberz
- Honeckers Kronprinz - in Krugs Haus.)

Die Erklärung wurde beim Neuen Deutschland
(Staatspartei-Zeitung der SED) abgegeben,
mit der Bitte um Weitergabe und Veröffentlichung.
Das geschah 14.30 Uhr.
Des weiteren wurde die Erklärung an AFP, die französische
Nachrichtenagentur, mit einem Sperrvermerk von 3 Stunden
gegeben.

Honecker erhielt das Schreiben der Schriftsteller 18 Uhr.
Damit war die Karre schon mal sauber gegen die Wand
gefahren! Weil bereits die Veröffentlichung im Westen
im Gang war.

Ja, man kann argumentieren, daß die Repressionen
gegen die Protestierenden dennoch gekommen
wären. Ich denke, wenn man Honecker zunächst
direkt kontaktiert und etwas Zeit gegeben hätte,
wäre eine bessere Lösung möglich gewesen. So dumm,
gegen die besten Künstler des Landes vorzugehen,
war die SED-Führungsspitze sicher nicht.

Der Chefdissident Havemann schrieb einen Brief
direkt an Honecker. Allerdings hat er diesen Brief auch
dem Spiegel übermittelt. Und DESHALB hat man ihm Hausarrest
verordnet.

Bei den Schritstellern war dann der Teufel los.
Ein Schriftsteller - Karl-Heinz Jakobs - hat dazu Notizen
gemacht und diese 5 Jahre später, nachdem er in den Westen
übersiedelt war, im Spiegel veröffentlicht:

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14348879.html

Jakobs schrieb Romane. Sein bekanntester "Beschreibung
eines Sommers" wurde 1962 mit Krug verfilmt.


Was ist das????:


Das ist der Film.
Um ihn gegen Löschung zu schützen
wurden die Seiten verkehrt, die Geschwindigkeit erhöht,
der Titel erweitert... :-) - Kriegslist ist manchmal lustig...

...
Kapitän der Jenissei... :-) (in der Sibirischen Schweiz, oder wo :-) )



Diese Schauspielerin besuchte damals eine
Parallelklasse. Aus ihr sind viele (Rollen) geworden.
Den Chefätzt spielte Otto Mellies. Vorzüglich war
er. Seine Stimme stimmt.


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Ein Zünder in der Kirche

Beitragvon miljas » 06.05.2019, 11:28

Guten,

so richtig heftige Anti-DDR-Ansagen auf
dem Kölner Konzert von B.mann,
besser gesagt: Ansagen gegen Mißstände
in der DDR, habe ich auf den beiden CD
nur die 3 bereits genannten gefunden. Ob in den
1,5 h, die nicht auf den CD dokumentiert sind,
noch weiteres kam, weiß ich nicht.

B.mann meinte, er hätte auf dem Konzert
auch nur "Hänschen klein" singen brauchen.

Das wird zutreffend sein. Natürlich sind
die 3 genannten Ausfälle schon 3 zu viel,
aber entscheidend wird sicher die Vorgeschichte
sein. B.mann hat die ganzen Jahre über im
Westen veröffentlicht - das kam in die DDR hinein
auf den schwierigen Wegen, aber es kam.
Wurde weiterverbreitet.
B.mann traf sich in seiner Wohnung mit vielen.
Von all dem wußte die Stasi. Und B.mann wußte
auch, daß die Stasi davon wußte.

Im September 1976 war er ziemlich dreist.
Trotz Auftrittsverbot ist er nach Prenzlau gefahren
und hatte in einer Kirche einen Auftritt vor größerem
Publikum. Die Stasi wußte davon nichts.
Die erfuhren erst später davon über
einen Spiegel-Artikel:

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41157524.html

Es gab dort in der Kirche einen Kirchenmann,
der auch Biermann hieß. Außerdem wurde die
Veranstaltung als Gottesdienst angekündigt,
so daß keine Anmeldung bei der Polizei notwendig
war. So konnte B.mann der Stasi-Aufmerksamkeit ein Schnippchen
schlagen. Wobei er wohl dachte, daß die Stasi
im Bilde war und seinen Auftritt tolerieren würde.
(Im Brief an seine Mutter- siehe Spiegelartikel oben -
meinte er, daß jemand von der "Sicherheit" mit
Kassettenrecorder da gewesen sei.)
Er hat dann sogar nachgedacht, ob er weiter durch
die Kirchen tingeln sollte.

Also, so etwas ist nicht zu fassen!
Wer sich einigermaßen in der DDR
auskannte, der wußte, daß dieser Staat von Anfang
an Schwierigkeiten mit den Kirchen hatte.
B.mann hat es selbst beschrieben, wie er 1953
nach seiner Übersiedlung erlebte, wie Gleichaltrige
gezwungen wurden, sich von der jungen Gemeinde
loszusagen.
Im August 1976 hatte sich ein Pfarrer Brüsewitz
selbst verbrannt - also: höchste Alarmstufe!

Die Angelegenheit der Ausweisung B.manns ist
für mich jetzt klar. Das hat er durch seine Fahrlässigkeit
selbst verschuldet. Er wußte, wie sie in der
Machtzentrale ticken, und hat dennoch weiter
gegen den Stachel gelöckt.

Ich habe damals nichts unterschrieben.
Weder für, noch gegen. Zum Glück ist
auch niemand an mich herangetreten.
Hätte ich damals diese Spiegelartikel
lesen können, dann wäre es völlig klar
gewesen, daß es sein Bier war.

Ich denke, diese Schriftsteller und Künstler
hatten teilweise Zugang zum Spiegel (Heym
zum Beispiel). Sie konnten teilweise auch frei in
den Westen reisen, sozusagen dem Spiegel
entgegen. Warum sie dann diese Petition
aufsetzten... Vermutlich, teilweise aus
persönlicher Solidarität, weil sie mit B.mann direkten
Kontakt hatten, teilweise aus prinzipiellen
Gründen, weil sie nicht wollten, wie jemand
sagte, daß sich "das Ausbürgern einbürgert".

Was soll's?
Vermutlich war die DDR-Entwicklung von Anfang an
die Geburt eines Wesens mit geringer Lebenserwartung.
Zum einen, weil Westdeutschand größer und wirtschaftlich
erfolgreicher sein würde. Und zum anderen, weil die
Sowjetunion auch wirtschaftlich erheblich schwächer
war als die USA. Wäre die Sowjetunion ein wirtschaftlich
aufsteigender Staat gewesen, wie gegenwärtig China,
dann hätte es vielleicht anders kommen können.
Als Gorbatschow antrat, hoffte ich auf Bewegung
beim russischen Bären. Aber das kam mindestens
20 - 30 Jahre zu spät. Die DDR-Deutschen waren
schon längst abgedreht.

Nachtrag
Im Rückblick wird mir auch klar, warum
dieses Konzert für B.mann so erfolgreich wurde und
welche Folgen das hatte. Ursprünglich sollte das
Konzert irgendwo in einem kleineren Saal stattfinden.
Die Einladung kam von einem Herrn Moneta, der bei
der IG Metall für Jugendarbeit zuständig war. Als die
IG Metall Chefs mitbekamen, daß B.mann tatsächlich
kommen wird, hat man die größte Halle von Köln
angemietet. Köln, Ruhrgebiet - das Einzugsgebiet
hat mindestens 6 Mio. Einwohner.
Die Karten wurden für jeweils 5 DM
verkauft (B.mann behauptet, daß Karten kurz vor
Beginn des Konzerts vor der Halle von Schwarzmärktlern
für mehrere hundert DM verkauft wurden). Warum
war das Interesse so groß? Die BRD befand sich damals
gerade mitten in einem linken Gärprozeß. Die RAF
war aktiv. Es war wenige Jahre bis zur Gründung der
Grünen. B.mann war bekannt durch seine Veröffentlichungen.
Nun wollte man sich diesen bunten Vogel, der
11 Jahre nicht öffentlich aufgetreten war,
einmal leibhaftig anschauen und -hören.
Und so hat es funktioniert.

Daß aber nun das Konzert so groß und erfolgreich
war und vom WDR aufgezeichnet wurde, war das Pech
der DDR-Führung. Denn so ging der Plan mit der Ausbürgerung,
mit dem Ziel, es ohne allzu viel Aufsehen und kurz und schnell
über die Bühne zu bringen, völlig nach hinten los.

-----------------------------------

Nun wird B.mann gelegentlich doch einmal
auf seine Krug-Bemerkungen angesprochen:

https://www.welt.de/kultur/literarische ... elber.html

Ist leider bis zum Ende des Interviews kostenpflichtig.
Aber ein paar Aussagen sind lesbar.

B.mann unterstellt glaubend, daß der Sohn Daniel Krug
ein Problem mit seinem Vater hätte.

B.mann und Krug seien Freunde gewesen.
Jurek Becker (bereits verstorben, und Freund von Krug)
hätte er öfter gesehen.
B.manns Äußerungen zu Krug seien so humorvoll wie Krug
es war. Und wertschätzend.
Krugs Information auf seiner Party 1974, daß er
jetzt Millionär sei, fand B.mann zunächst "degoutant".
[Bemerkung von mir dazu: Mit wem/für wen redet B.mann? - Ich
habe dieses Wort noch nie gehört.]

Aber Jurek sagte, das ist doch prima, damit attackiert
er doch auf wunderbare Weise die verlogene Gleichheitsideologie
im real existierenden Sozialismus, wo alle Tiere gleich sind
- außer die Schweine. Die Bonzen konnten, solange sie zum
Machtapparat gehörten, kaum persönliche Reichtümer
anhäufen, aber sie besaßen alles, alle Produktionsmittel.
Dagegen ist die Anhäufung von Geld, eine Million, ein
Gegenmodell des Grundmodells im real existierenden
Sozialismus. Und in diesem Sinne wirklich erfrischend.
Deshalb nenne ich in meiner Novelle Krugs Haltung
eine "fast subversive Tugend". Das hat der Becker mir damals erklärt, weil er witziger
und gelassener war als ich.



Soso - DAS hat Jurek Becker ihm erklärt?
Mit diesem Tiervergleich?

Kann ich mir nicht vorstellen.
Das scheint mir eher aus dem B.mannschen
Vokabular zu stammen.

Ich bin gespannt, wie lustig der Text sein
wird. Wo ist Krug beerdigt? Vielleicht
fahre ich einmal hin und lese ihm das
vor. Mal sehen, wie er darauf humorvoll
reagieren wird. Vielleicht so: "Schönen
Gruß an B.mann. Ich habe es immer gewußt,
daß er beruflich fehlorientiert war - an ihm
ist ein guter Bierkutscher verloren gegangen."








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So long, Villon

Beitragvon miljas » 07.05.2019, 11:06

Guten,

ich bin kein Kenner der vielen Dichtung,
aber bei den Artikeln über B.mann war oft
die Rede davon, daß er einem Villon nacheifert
(oder geifert?).

Wer war dieser Villon?
https://de.wikipedia.org/wiki/Francois_Villon

Ein dichtender Krimineller oder ein krimineller Dichter
in Paris vor 550 Jahren.

Bild

Nun habe ich rein zufällig eine Ballade eines
deutschen Zeitgenossen gefunden. In dieser
stellt er das Verhältnis von Villon und B.mann
ausführlich dar:

http://spitting-bull.info/villon.html

Alter Spruch:
"Mächtig gewaltig, Egon!" :-)

Den B.mann so in Bedrängnis zu bringen...

Er hat doch nun wahrlich genug gelitten.
Keinen Vater richtig gehabt.
Knapp dem Hamburger Feuersturm entkommen.
In Bayern bis Kriegsende gelitten.
In Hamburg auf dem Gymnasium fast gescheitert.
DDR-Bildungsweg-Endspurt.
Brecht-Theater (warum keine Superregie-Karriere? )
Und dann Dichter und Sänger, immer nah bei den Akten.

Bild
(so nah erst nach der Wunderwende)

Naja, Austeilen und Einteilen.
Dir 'nen Teil und mir 'nen Teil, von der deutschen Teilung.
Und irgendwann wieder Umverteilung.

Voll der Laden - Dichter, Schlichter und andere Wichte.

Am besten immer ausreisen, in andere Zeiten,
an andere Orte, in Gedanken, in andere Worte
(oder wenigstens Vor-Orte).



https://www.stern.de/kultur/tv/putin-ta ... 38800.html

Vielleicht sollte B.mann eine Stiftung
aufmachen. Diktatorenschule.
Ausbildung, was ein Diktator minimal
zustande bringen müßte.

Und das ist auch interessant::

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 71260.html

https://www.welt.de/print-welt/article1 ... luegt.html

Ein Häusschen im grünen Grünheide...

In den Zeiten nach der Wunderwende
wird sicher - kein Wunder - nicht wenig
entwendet worden sein.

B.mann war beim jährlichen CSU-Meeting
in Wildbad Kreuth. Und dort soll er ein
böses Wort für den letzten DDR-Innenminister
verwendet haben.

http://www.taz.de/!1364742/

Wie im Beitrag erwähnt, soll es eine Mitteilung
in der B-Zeitung gegeben haben.
Aber: Was ist B.... ? Und wie soll man da hineintreten
können?
Es soll ja mehrere Buchstaben geben und anstelle
des "B", das natürlich bei dieser Zeitung bevorzugt
wird, soll ein anderer Buchstabe gesprochen
worden sein. (Ich nehme ein "H", wir nehmen ein "H" :-))
Und wenn dem so war, wäre auch der nachfolgende
Satz zur Gesamtaussage passend.

----------------------------

Vergessen wir den ganzen Sch...

https://www.youtube.com/watch?v=3v-7L6dPaeg

Hab ich Krug, hab ich genug.
Und kommt die Hahnemann, und noch was ran - naja, von mir aus...




Südwestkirchhof Stahnsdorf






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Und die 3. Variante?

Beitragvon miljas » 08.05.2019, 01:49

Guten,

wie war es denn nun wirklich?
Was hat die Stasi ausgekundschaftet?

Variante 1:
„Biermann macht Geschlechtsverkehr mit einer Dame.
Es ist Eva-Maria Hagen.
Danach fragt er sie, ob sie etwas trinken möchte.
Aber die Dame hat Hunger.
Danach ist Ruhe im Objekt.“

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland ... rmann.html

Variante 2:
Wolfgang Biermann führte mit einer Dame Geschlechtsverkehr durch.
Später erkundigt sich er, ob sie Hunger hat.
Die Dame erklärt, daß sie gern einen Konjak trinken würde.
Es ist Eva Hagen.
Danach ist Ruhe im Objekt

Quelle: http://www.eva-maria-hagen.de/Wolf/Tief ... egel.shtml

Vielleicht stammen die Berichte von zwei unterschiedlichen
Terminen?

Hauptsache, es war immer etwas zu Essen und zu Trinken
im Hause ... :-)

Und die Stasi hätte in ihre Protokolle auch mehr
Pep reinbringen können...



-----------------------------

Oh, hier hat der Herr B.mann durchblicken lassen,
wie es bei ihm läuft:

Wir haben niemals darüber gesprochen, weil keiner Lust hatte, das zu erzählen – aus Gründen, die Ihnen doch einleuchten. Der Krug wollte es nicht erzählen, weil er sich schämte, dass er ausgerechnet dem Havemann die Fresse poliert hat. Denn die waren ja eigentlich eher Verbündete im Streit der DDR-Welt. Havemann wiederum hat darüber kein Wörtchen verloren, nicht mal seinen engsten Freunden gegenüber, weil es eine Demütigung gewesen ist, dass der von Krug eins in die Fresse gekriegt hat. Und ich habe nicht darüber gesprochen, weil ich genau wusste, dass die nicht darüber sprechen wollen. Das war eine Peinlichkeit, die wir für uns behalten haben. Nun sind die beiden lange schon nicht mehr im Spiel. Havemann ist gestorben, der Krug leider auch viel zu früh. Und jetzt reite ich nicht, wenn ich diese Geschichte nun erzähle, mit dem Arsch eines anderen Mannes durchs Feuer – das heißt: nicht auf seine Kosten – sondern ich zeige ja in meiner Erzählung, dass die beiden schon prima Kerle waren. Denen fällt dadurch kein Zacken aus der Krone – umso mehr, als sie gar keine Krone trugen.


Quelle: https://www.br.de/nachrichten/kultur/wo ... ew,RK70Vat
(ganz am Schluß, aus der Antwort zur letzten Frage, bereits am 10.03.2019)

Es geht um den Vorfall, daß Krug in seinem
Mercedes hinter einen Trabant fuhr, der ihn
nicht überholen lassen wollte. Als der Trabantfahrer
endlich anhielt, hielt auch Krug, stieg aus, riß
die Fahrertür des Trabant auf und versetzte dem
Fahrer mit der Rückhand einen Schlag ins Gesicht.
Das kostete dem Trabbifahrer - Havemann - 3 Schneidezähne.

Havemann und Krug würden ďurch B.manns Info
"kein Zacken aus der Krone" fallen.

Nö, den beiden eher weniger.
Offenbar war Havemann ein ideologisch vorgespannter Sturkopf,
was hier bestätigt wird, indem er einen Westwagen nicht
überholen lassen wollte.
Und Krug war ein Choleriker mit Bärenkräften.

Aber B.mann - wenn er nun etwas öffentlich auftafelt,
was die Protagonisten nie wollten - was ist das für ein
Stil? Krug ist erst vor knapp 3 Jahren gestorben. Mit der
Familie Krugs hat er vor der Veröffentlichung nicht
gesprochen.

Wer weiß, wenn er die Veröffentlichung so unabgesprochen
zu Krugs Lebzeiten... dann würden vielleicht noch mehr Zähne...,
die sich dann B.mann als Zacken in seine Krone hätte
stecken können.


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Barbarossa

Beitragvon miljas » 08.05.2019, 16:45

Guten,

was sich im Internet so alles anfindet...
Über das Cover hatte ich mir noch keine Gedanken
gemacht.

Bild

Das Auto soll natürlich für B.manns Karre
stehen, die er damals hatte. Ein Käfer-VW.
Geschenk seiner Mutter, die es von einer
5000 DM-Entschädigung für seinen ermordeten
Vater kaufte (um ihm das Auto zu bringen hat
sie extra die Fahrerlaubnis gemacht).

Aber wer ist die Frau? Barbara? Nein, es ist
seine Schwiegermutter als Zwanzigjährige.

https://www.presseportal.de/pm/58964/4238449

Aha, "Barbara" ist eine Figur,
die "aus Erlebnissen mit ungefähr vier Frauen montiert ist".

Ungefähr... vielleicht waren es auch 20?

B.mann - der Verdacht liegt nahe:
Wer bin ich, und wenn ja, wieviele
und mit wievielen?

Ich frage mich auch, warum er seine
Regieassistenz am Berliner Ensemble
beendete und dann auf Studium Philosophie
und Mathematik ging.

PhiloSophie geht vielleicht noch, auch wenn
man an die vielen BegleitErscheinungen - Studentinnen
in diversen Semestern - denkt. Aber Mathematik?
Kann vielleicht nützlich sein... wenn man berechnend ist.
Vielleicht steht ja etwas dazu in dem SuperLebens-Krimi
(Autobiographie genannt) ...

Eine Dame, Gisela Steineckert, mit der B.mann vermutlich kein Verhältnis
hatte, beschreibt die B.mannsche Berechnungsgrundlage

Bild

so:

http://www.rotfuchs.net/rotfuchs-lesen/ ... gende.html

Wenn man die persönliche Subjektivität
abzieht (ich kenne sie nicht aus der Nähe,
aber sie ist nicht dogmatisch und destruktiv),
wird der Verstoßene deutlich zum Verstoßer.
Das war keine Dichtung, sondern nur Drehung
an Dichtungen. Der kleine und kleingebliebene
BlaseBalg wollte wilde Sau spielen (lassen).
Wie gut, daß er Klavier und Gitarre konnte
und sich manches im kulturellen Vakuum
"als ob" anhörte.

Und er hat viel geübt.
Mein Gott, hat er geübt!

Hier durfte er auch bei einer Schwarzkopf-
(Nein, nicht Schwatzkopf!, sondern SCHWARZKopf! )
Stiftung reden (2013):

https://www.freitag.de/autoren/robert-z ... f-biermann

Das sind so viele neue Er-Kenntnisse - da muß
ich mich erst mal durchbeatmen. :-)


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Es gibt keinen B.mann auf Hawaii

Beitragvon miljas » 09.05.2019, 06:27

Guten,

großer Bahnhof in New York (April 1995)



1. Touched By The Sun [0:00]
2. Haven't Got Time For The Pain [5:37]
3. Letters Never Sent [9:10]
4. I've Got To Have You [13:16]
5. Anticipation [18:01]
6. Halfway 'Round The World [21:30]
7. Legend In Your Own Time [26:56]
8. Jesse [30:56]
9. De Bat (Fly In Me Face) [35:15]
10. Coming Around Again [38:28]
11. Davy [43:18]
12. That's The Way I've Always Heard It Should Be [46:56]
13. Let The River Run [51:24]
14. We Have No Secrets [54:45]

Besser ist besser.
Was sollte der ganze B.mann-Quatsch eigentlich?
Selbst mit den Comedian Harmonists
waren wir schon viel weiter.







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Global-Demenz

Beitragvon miljas » 09.05.2019, 23:37

Guten,

angenommen, wir würden alle
schlagartig hochgradig dement
(komische Strahlung, plötzliche Seuche),
wie würde es weitergehen?
Alles vergessen, aber die Spuren bleiben.


(Frisco, 1906)



"You" ist alles außerhalb von "Ich".
Wir sind Ich.
Und alles andre ist vom Tisch.
Denkt man...

Ein Brand ängstigt und fasziniert.

https://projekte.sueddeutsche.de/artike ... login=true

Eine Kunstexpertin sagte die Wahrheit.
Die Kirche ist jetzt eine Ruine.
(Eine von vielen!)
Und damit muß man erst einmal leben lernen.

Moderner Mensch ist zu blöd, einen
Flughafen brandschutztechnisch sicher
zu bauen. Falsches Trägergestein für Kabel, das
bei Brandhitze explodiert (Sandstein), falsche Dübel, die bei
Hitze die Mücke machen. Aber das ist nur das
Spitzchen vom Eisberg.

-------------------------------

B.manns Polit-Wortgehächsel ist nicht kostenlos:

https://www.newsroom.de/news/aktuelle-m ... ne-einwil/

Also, Warnung an alle Papierfabriken:
Vor Abdruck auf Klopapier die
Kostenfrage klären!

Er kann es nicht lassen.
Frisch gerührter Senf mit B.mann-Geschmack
für die Schmuddelküche:

https://www.hasepost.de/liedermacher-bi ... an-126159/

Auch so'n Spruch vom Pack:
"Wenn man XYZ totschlagen würde, müßte man seine
(Kotter-)Schnauze extra totschlagen."

----------------------------

Wenige Tage nach der Ausbürgerung B.manns
erschien ein Beitrag in "Die Zeit".

https://www.zeit.de/1976/49/ausgestossen-in-deutschland

Es ist interessant, die damalige Sichtweise auf
Vergangenheit und Zukunft mit den heutigen
Ergebnissen zu vergleichen.

Der Journalist ist ziemlich ratlos, was aus B.mann
werden soll und werden wird.

Und Tatsache - nichts Konstruktiv-Sympathisches
ist passiert.

Das Einzige, womit er sich in Szene setzte,
war seine DDR-Diktatur-Apathie. Damit ist er
bis 1976 groß geworden. 1989 gab es ein
Revival. Dann, nach der DDR-Abschaffung,
noch ein sehr ergiebiges Betätigungsfeld -
Stasi-Akten. Und nachdem auch dies
mehr oder weniger stark abgehandelt war,
blieb nur noch die Autobiogiraffe mit dem langen
Hals zurück in die Ost-Action-Jahre. Denn da
war was nix los!

Zwischendurch immer einmal wieder
Linken-Bashing, zum eigenen einfühlsamen
Zeitvertreib und um allen Gönnern und Fans
zu gefallen.

Eine Bilderbuch-Karriere!

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Wunsch

Beitragvon miljas » 10.05.2019, 21:04

Guten,

welchen Wunsch?
Die Einfälle sollten nicht ausfallen!

Denn das ist die einzige Möglichkeit
große Ausfälle zu verhindern.



01. No Ordinary Love - 00:00
02. Smooth Operator - 07:22
03. By Your Side - 11:41
04. Kiss Of Life - 16:08
05. Cherish The Day - 20:18
06. Your Love ls King - 26:36
07. Soldier Of Love - 30:17
08. Paradise - 36:15
09. ls It A Crime - 39:47
10. Nothing Can Come Between Us - 46:10
11. Jezebel - 50:02
12. King Of Sarrow - 55:14
13. Never As Good As The First Time - 1:00:09
14. Hang On To Your Love - 1:04:05
15. Love ls Stronger Than Pride - 1:08:02
16. The Moon and The Sky - 1:12:21
17. Feel No Pain - 1:16:55
18. Babyfather - 1:20:42
19. Haunt Me - 1:25:24
20. You're Not The Man - 1:31:14

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