Das schlimmste...




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Abschiednehmen

Beitragvon Johanna » 24.03.2008, 12:17

Hallo, liebe Rosa, hallo Ihr anderen Lieben,
Du hast nette Worte gefunden, Rosa, die auch bei mir angekommen sind, obwohl sie für Klaus bestimmt waren.
Natürlich betrifft das Thema uns alle, es liegt bei uns selbst, damit umzugehen. Dein Posting kommt gerade in einer Zeit, in der der Vater meines Mannes eine sehr schwierige Darmoperation über sich ergehen lassen musste und niemand weiß, wie und ob es mit seinem Leben weitergehen wird.
Mein Mann und seine Schwester sind jetzt zum Krankenhaus, weil ihr Vater wohl noch einmal operiert werden muss.
Es ist bestimmt hilfreich, wenn man dem Tod näher kommt.
Liebe Grüße,
Coco
:t226:
Johanna
 

von Anzeige » 24.03.2008, 12:17

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Beitragvon La Donna mobile » 24.03.2008, 12:38

Rosa hat geschrieben:...
Jeder geht damit anders um.

Ein Freund von mir wird nur noch wenige Wochen leben, Gründonnerstag sprach der Arzt mit ihm, das es sich nicht mehr um Monate, sondern nur noch um wenige Wochen handelt. Morgen kommt er auf die Pallativstation. Er nimmt stündlich Morphium und wir reden und lachen und sprechen manchmal über seine Beerdigung und wie alles sein soll. Er ist noch nicht einmal 60 Jahre alt. Dienstag werde ich ihm mein Diktiergerät bringen, wenn er möchte kann er seinen Kindern noch etwas darauf sprechen. Sie bekommen es dann nach seinem Tod. Das ist eine wirklich gute Idee, dass man noch aussprechen und der Nachwelt erhalten kann, was vielleicht nie gesagt wurde. Warum nicht? Dafür hat ein Jeder mit Sicherheit seine ganz privaten Gründe. Und wenn man nicht mehr schreiben kann, so ist das die ideale Möglichkeit.

...

Ich sammele schon seit vielen Jahren Sprüche die Leute in Todesanzeigen einstellen. (Schüttelt da jemand den Kopf?) Du weißt schon: " z.B. Wenn die Kraft zu Ende geht ist Erlösung Gnade"(schrecklich langweilig) Die Beerdigungsinstitute haben davon eine große Auswahl.
Aber manchmal sind richtige Kostbarkeiten dabei. Und die picke ich mir raus. Da haben ein paar Leute scheinbar nachgedacht.
Meine Tochter weiß auch schon welche Musik auf meiner Beerdigung gespielt werden soll und letztens war ich mit meiner Mutter ihre Urne aussuchen. Wir müssen den Tod nicht verteufeln, er gehört zu unserem Leben. Ja, ich sammle auch solche Sprüche. Wobei ich sie nur im Zusammenhang mit eigenen, persönlichen Worten anwende. Ich werde auch öfter im Bekannten- oder Kollegenkreis nach passenden Worten gefragt. Das ehrt mich einerseits, andererseits finde ich es schade, dass viele Menschen dann so sprachlos werden, wenn es darum geht etwas Trost zu spenden.
mobile

...
Rosa
La Donna mobile
 

Danke

Beitragvon Klaus » 27.03.2008, 18:33

Hallo Rosa,
vielen Dank für Deinen trostreichen Text.
Herzliche Grüße
Klaus
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Bericht in Kürze

Beitragvon Klaus » 06.04.2008, 17:10

Am Donnerstag waren wir beim Onkologen.
Im Durchschnitt 6-8 Monate (ohne Chemo) Lebenserwartungen, sagte die Ärztin auf meine Frage hin, als meine Mutter gerade nicht dabei war, mit Hilfe einer "milden" Chemo (Tabletten) einige Monate-halbes Jahr länger, wenn es anschlägt. Die Nebenwirkungen sind voraussichtlich nicht ganz so schlimm, kein Haarausfall, aber er reicht.
Meine Mutter hat sich entschieden, es zu versuchen, ich habe ihr zugeraten...
HERZliche Grüße
Klaus
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Re: Bericht in Kürze

Beitragvon toggle bis 12. Jan. 2012 » 06.04.2008, 22:12

Klaus hat geschrieben:Am Donnerstag waren wir beim Onkologen.
Im Durchschnitt 6-8 Monate (ohne Chemo) Lebenserwartungen, sagte die Ärztin auf meine Frage hin, als meine Mutter gerade nicht dabei war, mit Hilfe einer "milden" Chemo (Tabletten) einige Monate-halbes Jahr länger, wenn es anschlägt. Die Nebenwirkungen sind voraussichtlich nicht ganz so schlimm, kein Haarausfall, aber er reicht.
Meine Mutter hat sich entschieden, es zu versuchen, ich habe ihr zugeraten...
HERZliche Grüße
Klaus

Hallo Klaus,

danke zunächst für Deine guten Mail-Wünsche! Ein lieber Bekannter von uns hatte die Darmkrebs-Diagnose vor inzwischen vier Jahren - wir hatten nicht erwartet, daß er länger als ein Jahr überleben würde - mit der Chemo, die er bekommt, sind es immer wieder geschenkte Monate, obwohl der Krebs vor einem Jahr auf das Bauchfell übergegriffen hat. Er selbst weiß genau, wie es um ihn steht, er ist nur wenig älter als wir. Seine Chemo hat fast keine Nebenwirkungen, wie er sagt, auch kein Haarausfall, keine Übelkeit... Ich finde es eine gute Entscheidung, die Deine Mutter getroffen hat! Alles Gute für sie und für Deinen Vater auch!

Herzlichst
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Beitragvon Meer » 07.04.2008, 06:55

Meine Mutter hat sich entschieden, es zu versuchen, ich habe ihr zugeraten..


Lieber Klaus,

da hast du gut zugeraten, denn die Entscheidung deiner Mutter ist zu respektieren.

Und nun habt noch eine sehr gute gemeinsame Zeit miteinander in Dankbarkeit, liebevoller Zuneigung und freudigen Momenten, so viel wie geht.

herzlich Meer
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Beitragvon Klaus » 07.04.2008, 10:08

Danke toggle, danke Meer.
HERZliche Grüße
Klaus
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