hallo ihr lieben,
wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich mich etwas zurückgezogen.
hat was mit der lehre zu tun, die ich - wieder mal - einstecken musste und die mir wieder mal gezeigt hat, dass es mehr als problematisch ist, auch nur die simpelste, einfachste, logischte erkenntnis als tatsache, als wahr und richtig zu proklamieren und deshalb halte ich momentan lieber meine klappe.
natürlich gefallen mir meer's ausführungen mehr als gut, sprechen mir sozusagen aus der seele. die einzige, die ich nicht so fühle, ist folgende:
Tod wird dann als eine Erlösung empfunden und als eine Befreiung von etwas zuvor Bestehenden.
ich denke, oder besser spüre, dass es so nicht ist. ist mir zu "positiv gefärbt", denn das ende der materiellen existenz, in der wir uns alle momentan befinden, dürfte erst eintreten, wenn wir absolut, endgültig und allumfassend losgelassen haben, also uns selbst bereits erlöst und befreit haben, um anschließend ohne jegliche emotion (positiver oder negativer art) wieder in den zustand überzugehen, aus dem wir alle "gekommen" sind.
fragt mich nicht, woher ich das "weiß", bzw. zu wissen glaube, ich kann euch nur versichern, dass "glauben" nicht mehr nötig ist, wenn man "es" mal gespürt hat...
@mobile
Ich bin Pessimist genug um zu glauben, dass sich Menschen, die sich mit sich selbst und der Welt im Reinen wähnen, nicht mehr ganz so von der Welt losgelöst fühlen, dann, wenn ihr letztes Stündlein naht.
du bist noch nie "gestorben", stimmt's?
Schätzungsweise muss der Lebenswille und die Freude am Leben nicht wirklich groß sein, wenn man Tod und Ende so gelassen entgegen sehen kann. Nein, ich selbst lebe viel zu gerne, um mir nicht einzugestehen, dass ich meinen eigenen Tod in meinem Denken mit Dunkelheit, Nichts, Ende und Kälte gleichsetze.
ich bin schon mal "gestorben"- und zwar nicht nur einmal in den letzten paar jahren.
und ich sehe meinem "abgang" nicht nur gelassen entgegen, ich freue mich sogar darauf!
das hat nichts, aber auch schon gar nichts mit todessehnsucht zu tun. in sachen lebensfreude und im vollen auskosten derselben gehe ich nicht mehr unter 100%. meine freuden sind gewaltig - meine schmerzen dafür auch!
und ich lerne - jeden tag - dass die freuden größer, aber auch die schmerzen erträglicher werden, wenn ich mich nur auf das besinne, was ich bin:
gefühleder, der mal angst vor dem tod hatte, das war nur mein kopf, mein verstand, der nicht kapieren kann, was nicht zu kapieren ist.
dass ich meinen eigenen Tod in meinem Denken mit Dunkelheit, Nichts, Ende und Kälte gleichsetze
aber
fühlen kann ich "es" und in diesem gefühl gibt es verstandesmäßige vorstellungen wie "Dunkelheit, Nichts, Ende und Kälte " nicht. die existieren, wie du ganz richtig schreibst, nur im denken...
@meer
bitte verrat mich nicht, indem du ihnen erzählst, wie ich die letzten paar monate wieder mal am rad gedreht und wie dämlich ich mich dabei angestellt habe... :t047: :t020:
alles liebe,
der narr