Das schlimmste...




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Beitragvon Harlekin » 05.03.2008, 12:33

Hallo Klaus,
ich möchte dir an dieser Stelle kurz sagen, dass ich hier täglich reinschaue und mitlese wie sich alles entwickelt und wie es dir geht und teilhabe an dem was du gerade erlebst und durchmachst.

Gedanklich befinde ich mich öfter bei dir und könnte dich auch tröstend in den Arm nehmen. Für mich selbst kann ich einigermaßen mit diesen Situationen umgehen, allerdings gehöre ich zu den Menschen die in solchen, schweren Situationen KEINE Worte finden (oft nicht mal für mich selbst), also der große Schweiger
(- ich weiß, nicht gerade praktisch in einem Forum, ich bräuchte da eher den direkten Kontakt, aber DAS bin ich halt)

Sei gegrüßt und schweigend aber tröstend &von Herzen umarmt - DU SCHAFFST DAS
Harlekin
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von Anzeige » 05.03.2008, 12:33

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Danke

Beitragvon Klaus » 05.03.2008, 13:11

Harlekin, vielen Dank!
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Beitragvon Meer » 05.03.2008, 16:48

Lieber Klaus, liebe Starlight, liebe Leser,

es ist keine Stufe im Sinne eines Verständnisses von Höher, eher eine erweiterte Bewusstheit aus eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Erkenntnissen, die mich zu solchen Aussagen führen.
Natürlich weiß ich wie du dich jetzt fühlst, was dich alles belastet, was dir so durch den Kopf und Bauch geht und welche Vorstellungen du dir evtl. machst.
Es sind solche Situationen immer große Herausforderungen mit denen man konfrontiert ist und die irgendwie zu schaffen sind und jede einzelne ist unterschiedlich.
Auch scheint es so, dass jetzt alles von dir gefordert wird, was dazu führt, dass du dich auch überfordert fühlst.
Und du gibst ja auch was du kannst, aber mehr als mehr geht einfach jetzt nicht, dessen solltest du dir bewusst sein, damit du dir nicht auch noch Selbstvorwürfe machst, denn du tust exakt und genau das, was gerade in deiner Möglichkeit zur Verfügung steht.

Ich denke, dass ich ganz einfach etwas mehr Vertrauen in die größeren Abläufe und Zusammenhänge habe, was nicht heißt, dass mir nicht auch in bestimmten Situationen der A.... auf Grundeis geht. Denn davor, wovor du keine Angst hast, davor hab ich Angst und ich bin genauso wie ihr alle am weiter studieren.

Ich versuche halt auch immer mein Bestes zu geben, auch wenn es aussichtslos erscheint und soweit ich kann. Und ich bin davon überzeugt, dass wir sehr wohl etwas im Leben verändern können, liebe Starlight, die Frage ist ja nur das "Wie".
Es sind auch nicht immer die offensichtlichen Dinge, um die es sich im Leben dreht und auch ich kann keine Mutter vor dem Töten ihres Kindes aufhalten, wenn sie diesen Plan für sich geschmiedet hat.
Ich weiß nur eines, dass wir alle die volle Verantwortung für unser Leben selbst tragen, dass wir unsere eigenen Frager und Beantworter sind und dass wir alle miteinander verbunden sind und bleiben, aus einem Grund heraus und der heißt GESAMTSEELE.
Deswegen und trotz allem was noch nicht die LIEBE wenigstens erahnt, sollten wir weiter in diesem Sinne tätig sein.

Wenn ein Mensch, den wir lieben und mit dem uns eine gewisse Lebensspanne verbunden hat gehen muss oder wenn er selbst geht, dann ist es das natürlichste auf der Welt, wenn wir dann traurig sind und dies auch ausleben. Aber auch das ist "ein Teil" vom Gesamtleben, welches wir gerade durchleben.
Und Gesamtleben ist mit Tod, mit Mord oder mit Selbstmord nicht tot zu kriegen, denn jedes einzelne Leben kehrt dahin zurück wo es her kam und es ist lediglich einer Wandlung unterzogen.

Dass dies für eine Situation hier jetzt ein schwacher Trost sein mag, ist mir auch klar, er sollte es aber vom Allgemeinverständnis her nicht sein und natürlich könnte ich jetzt aus meinem bisherigen Leben Einzelsituationen darlegen, wie es bei mir war ectr. ectr., aber genau das will ich vermeiden, weil eben jedes Leben individuell ist und es auch so bleiben soll.

herzlich Meer
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Re: Danke

Beitragvon La Donna mobile » 05.03.2008, 17:49

Klaus hat geschrieben:[...]Mobile, danke für Deinen Trost, ja es ging auch anderen ähnlich wie mir und sie haben es überstanden. Ich schaffe es, das weiß ich immerhin...[...]


Das freut mich, lieber Klaus! Es ist immer ein schwerer Weg, der letzte, den wir gemeinsam mit lieben Menschen gehen müssen und ganz schnell möchte ich noch loswerden, dass ich deinen Worten nur beipflichten kann, mit denen du sagst, dass du eine gewisse Stufe der Abgeklärtheit und Weisheit noch nicht erreicht hast. Ich habe das nämlich auch (noch) nicht und bin älter als du, und es ist mir noch fraglich, ob ich sie je erreichen werde, diese Stufe. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob alle, die sich so sehr über diesen irdischen Dingen wähnen, damit nicht nur wirkliche Unsicherheit und auch Angst übertünchen wollen.

Ich bin Pessimist genug um zu glauben, dass sich Menschen, die sich mit sich selbst und der Welt im Reinen wähnen, nicht mehr ganz so von der Welt losgelöst fühlen, dann, wenn ihr letztes Stündlein naht. Schätzungsweise muss der Lebenswille und die Freude am Leben nicht wirklich groß sein, wenn man Tod und Ende so gelassen entgegen sehen kann. Nein, ich selbst lebe viel zu gerne, um mir nicht einzugestehen, dass ich meinen eigenen Tod in meinem Denken mit Dunkelheit, Nichts, Ende und Kälte gleichsetze. Da bin ich ganz ehrlich, auch wenn ich schon an sehr vielen Gräbern stand und viele Tränen der echten Trauer vergossen habe und auch heute noch oft von tiefer Traurigkeit umgeben bin. Und da können mir andere noch so viel erzählen: Ich glaube ihnen einfach nicht!
Lediglich im hohen Alter oder wenn man ein Leben in jahrelanger Krankheit, mit Schmerzen und Entbehrungen ertragen muss, dann könnte ich mir vorstellen, dass man eher das Ende herbeisehnt als sich quälen zu müssen und anderen eine Last zu sein.

Und noch eines, Klaus, und das klingt jetzt möglicherweise schulmeisterhaft, - soll es aber nicht sein:
Es ist, wie wir alle wissen, der normale Verlauf, dass Kinder die Eltern beerdigen und nicht, dass Eltern die Kinder beerdigen. Meine Mutter stand oft an Gräbern ihrer Kinder. Sie hat elf geboren und musste sechs davon hergeben. Innerhalb von siebzehn Monaten nach ihrem eigenen Tod starben noch zwei Brüder von mir. Dass sie in ihrem hohen Alter nicht auch noch von dieser Trauer niedergedrückt wurde, ist ihr erspart geblieben. Das alles, lieber Klaus, und noch mehr, erträgt ein Mensch und lebt doch immer weiter.

mobile
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Beitragvon Meer » 05.03.2008, 19:38

Hi mobile,

du kannst mich ruhig auch direkt ansprechen, das wäre mutiger als so indirekte Aussagen.

Meer
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Beitragvon Reinhardt » 05.03.2008, 22:26

Guten Abend,

ich wäre ja irgendwann mal gern aus meinem Gastdasein herausgetreten, doch bislang wird es mir leicht gemacht, davon Abstand zu nehmen.

Sage auch ganz offen, warum.

Klaus kommt mit seinen ganz persönlichen Kümmernissen her. Ich wollte ihm längst schreiben, habe meinen Beitrag aber wieder gelöscht, weil er mich einfach fertig machte. Ich habe selbst so viel Schlimmes erlebt, dass ich nicht darüber sprechen bzw. schreiben mag. Aber heute, lieber Klaus, sollst Du wissen, dass ich Dich verstehe, dass ich auch in Gedanken bei Dir war und bin.

Und ein Wort an Dich, liebe Meer: Es mag sein, nein es ist so, dass mobile Dich nicht persönlich angesprochen hat. Doch ich kann sie verstehen. Du wirfst mit einer Weisheit um Dich, die in meinen lesenden Augen fast weh tut. Wirkliche Weisheit nimmt sich zurück. Wenn ich Deine Beiträge aus zwei Threads - mehr kenne ich ja nicht als Gast - so studiere, stehst Du fast über Jesus. Du siehst in allem Leid Gutes, Du kennst alles und weißt anscheinend alles (auch wenn Du es geschickt verbrämst bzw. ins Gegenteil der Demut steckst). Es bleibt ein schaler Geschmack zurück. ei mir jedenfalls.

Warum dürfen wir nicht schwach sein und Angst haben, schreien, weinen und KEINEN Sinn sehen? Überlasse es doch jedem selbst, auf welche Stufe er gelangt. Was Du über die Seele schreibt, klingt wie abgeschrieben. Die Wandlung...Du glaubst es und niemand wird Dir diesen Glauben nehmen. Aber er ist für Dich allein. Du kannst diese Erfahrung nicht weitergeben, allenfalls vorleben und das finde ich großartig.

Aber lass den anderen Menschen die Schmerzen und Angst, sie sind real und ich weiß, wovon ich spreche. Ich kenne beide Seiten. Die des Schwerkranken und die der menschlichen Verluste.

Gerade in ihrer schonungslos offenen Menschlichkeit hat mich der Beitrag von mobile tief angesprochen.

Ich habe einen Freund, der ähnlich redet wie Du, liebe Meer, und wir haben uns fast zerstritten. Ich mag ihn aber seit vielen Jahren sehr und wir sind überein gekommen, über gewisse Dinge nicht mehr zu sprechen. Denn jeder Mensch verarbeitet und erarbeitet anders, fühlt anders, besinnt sich anders. Würde er mir in jeder mail oder bei jedem Telefonat (unsere Familien leben einige 100 km auseinander) mit seiner penetranten Weisheit über mich herfallen (was er nicht mehr tut), gäbe es garantiert wieder Zoff.

Auch Dir will ich mit diesem posting um Himmels Willen keine Vorschriften machen. Ich möchte nur sagen, dass Du etwas vorsichtiger sein könntest mit Deinen Äußerungen, weil es schwächere Menschen gibt, die sogar einen Makel darin sehen, wenn sie nicht durch diesen (gläubigen) Geist durchdrungen oder beflügelt werden. Und daraus - und auch hier spreche ich aus Erfahrung - kann große Angst entstehen.

Und noch etwas, was alle, auch mich, angeht: Schnell sprechen wir davon, dass wir wissen, wie wir reagieren würden, wenn dies oder das passiert. Nein, wir wissen es nicht. Denn die Tatsachen, die oft über Nacht nackt und erbarmungslos auf uns niederprasseln sind nicht vergleichbar mit dem weisen Geist der Vorstellungskraft.

Ich kann nur hoffen, dass ich die Kraft und Stärke und den Glauben haben werde, zu überstehen, was jedem von uns bevorstehen wird.

In diesem Sinne eine gute Nacht in Frieden!

Grüße von Gast Reinhardt

P.S. Ich darf mich als Gast jetzt verabschieden und bitte um Verständnis, wenn ich nicht mehr schreibe.
Reinhardt
 

Beitragvon Meer » 06.03.2008, 05:15

OKAY,
das ist kein Problem für mich, dann schweige ich jetzt, denn ich muss nicht schreiben und du Reinhard kannst es ruhig weiter tun.

Macht es gut!

Meer
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Beitragvon Starlight » 06.03.2008, 09:04

Hallo Reinhardt,

na na, immer langsam. Meer will uns nur helfen und ich glaube Sie und Klaus kennen sich inzwischen lange genug, so dass jeder weiß wie es der andere meint und damit umgehen kann. Und Jesus ist sie nun bestimmt nicht (Lach- hatten wir das nicht schon mal????)

Sie hat einfach eine andere Sichtweise der Dinge auch wenn manche das nicht umsetzen können. Auch ich nicht und trotzdem höre/lese ich es gern, vielleicht bleibt mal was hängen bei mir.

Also deshalb kannst Du ruhig weiterschreiben, es muss doch nicht immer jeder der gleichen Meinung sein, oder??

LG Starlight :t291:
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Beitragvon Starlight » 06.03.2008, 09:37

Hallo Meer,

ich denke Klaus wird es schon sagen, wenn ihm was zuviel wird. Wir tun alle unser Bestes um ihm zur Seite zu stehen. Donna auf Ihre Art und Du auf Deine. Ich glaub nicht, dass Sie Dich indirekt irgendwie angreifen wollte, auch wenn wir als so unsere Schwierigkeiten haben, Deine Bewußtseinsebene zu verstehen, da nehm ich mich nicht aus. Aber zurückziehen sollst Du Dich deshalb nicht. Du bist halt eine oder me(h)r, lach, Stufen weiter, manche erreichen das nie.

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Beitragvon La Donna mobile » 06.03.2008, 17:30

Meer hat geschrieben:Hi mobile,

du kannst mich ruhig auch direkt ansprechen, das wäre mutiger als so indirekte Aussagen.

Meer


Hei Meer,

nur keine Aufregung, bitte! Ich habe Klaus zitiert, das sei einmal festgehalten, und nicht dich. Dennoch bist du nicht die / der Einzige, die / der hier bereits zu verstehen gegeben hat, - indirekt versteht sich wiederum - dass, wenn man sich bei der Zeit mit dem Gedanken an den Tod bzw. mit dem Tod selbst anfreundet, diese letzte Tatsache an Schrecken verliert. Nehme mich nicht wörtlich, denn jetzt gebe ich sinnbildlich wieder, was ich empfunden und heraus gehört habe. Für mich hat das alles schon fast einen Touch Großspurig- bzw. Überheblichkeit, - sorry.

Meine kleine Enkelin hat bereits vor zwei Jahren in der Schule - da war sie gerade mal 8 Jahre alt - an einem Projekt "arbeiten" müssen, dessen Inhalt Tod und Sterben war. Die Kinder mussten auf den Friedhof gehen, sich dort umsehen, Berichte verfassen usw. Man glaubt doch nicht allen Ernstes, dass diese Kinder jetzt weniger Angst vor Tod und dunklen Gräbern haben, oder? Ich denke, dass alles im Leben bei jedem Einzelnen seine eigene Zeit hat. Auch das mutige Zugehen auf dieses Thema.

Dann bin ich halt ein ärmlicher, elender Wicht, der sich an dieses armselige Leben klammert, von dem ich annehme, dass ich nur dieses eine habe, aber ich weiß es halt nicht besser, will es auch gar nicht wissen und ich sagte ja schon, dass ich gerne lebe, noch sehr gerne, und wenn mich Krankheit und andere widrige Umstände nicht niederdrücken, dann wird sich das sicher nicht ändern. Und ich habe auch schon wirklich alte, will sagen betagte Menschen kennen gelernt, - und dazu zähle ich mich selbst ja eigentlich noch nicht - die nicht gerne von dieser Erde gegangen sind.

Ich habe Verständnis für Angst und Schrecken, wenn es um dieses Thema geht. Trauer, Zorn, Rat- und Hilflosigkeit habe ich selbst schon empfunden, wenn ich den Tod lieber Menschen akzeptieren sollte. Ich verstehe auch, dass manch einer sagt, er fürchte sich nicht vor dem Tod - aber ich glaube es eben nicht allen. Gast Reinhard hat es ungefähr so ausgedrückt, dass sich in letzter Konsequenz die eigenen Vorsätze und Gedanken als hinfällig erweisen können. Ich persönlich werde noch lange brauchen, um gelassen und ruhig dieser Stunde entgegenzusehen, da bin ich mir ganz sicher.
Und das war's auch schon. Und ich denke, das war nicht allzu frevelhaft.

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