Das schlimmste...




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Beitragvon der narr » 03.03.2008, 13:00

Nur wenn der Gegenüber ein völliger "Strudel" ist, der nicht nur nichts herausbringt, sondern auch noch alles in sich hineinsaugt, dann muß man sich in Sicherheit bringen.

gibt's, ja.
hatte die letzten drei monate das "vergnügen". ich hab's probiert, aber zu große nähe und gegebene liebe machen einen wirklich fertig. so fertig, dass ich am ende krank wurde wie seit jahrzehnten nicht mehr. nicht mal die kraft, mich gegen eine läppischen virus zu verteidigen war noch übrig...
und da hilft tatsächlich nur noch etwas distanz - seelische distanz.
zumachen und sich in sicherheit bringen ist glaube ich nicht nötig, aber die energiezufuhr unterbrechen schon und seit ich das gemacht habe, bin ich sogar körperlich in der form meines lebens - ohne training, einfach so. war ein echter augenöffner für mich.

interessant dabei ist allerdings auch die andere seite, denn ich glaube, dass sie kein einzelfall ist. meine "unterbrechung der energiezufuhr" hatte nämlich nichts als wut, zorn, also aggression und den totalen abbruch jeglichen kontakts zur folge.

interessante menschen sind das, aber ich bin sehr froh, dass ich nicht so sein muss bzw. kann...

alles liebe,

der narr
es lebe des narren freiheit!
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von Anzeige » 03.03.2008, 13:00

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Beitragvon Starlight » 03.03.2008, 16:44

Hallo Narr,

es ist schön wieder von Dir zu hören.


interessante menschen sind das, aber ich bin sehr froh, dass ich nicht so sein muss bzw. kann...


Keine Sorge, Du bist sowieso ein besonderer Mensch. Und das mein ich jetzt nicht negativ, auch wenn ich nicht alle Ansichten teile, die Du als so hast. Lach. Aber es freut mich, wenn es Deiner Seele wieder besser geht.

Lieben Gruß
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Der Horror geht weiter

Beitragvon Klaus » 04.03.2008, 19:21

Donnerstag kommt mein Vater ins Krankenhaus für eine Woche. Eigentlich sollte er schon heute Abend ins Krankenhaus. Er leidet ja an Herzinsuffizienz und das hat sich verschlechtert (Atemnnot). D.h. er wird nicht meine Mutter zum Kurort fahren und er wird nicht wie geplant 3 Wochen mit ihr in der Rehaklinik wohnen. Ich habe eine Fahrerin organisiert und werde mit meiner Mutter am Freitag zum Kurort fahren. Ich fürchte, dass mein Vater noch vor meiner Mutter sterben wird. Jetzt ist die Anspannung wieder da, warum muss so etwas immer geballt auftreten!!! Ich komme an meine Grenzen!

Viele Grüße
Klaus
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Beitragvon Starlight » 04.03.2008, 20:04

Au Mann Klaus,

da hast Du recht. Im Moment scheinst Du wirklich nicht gerade auf der Glückseite zu stehen. Erst die Mutter, jetzt Dein Vater. Hoffen wir mal nicht das schlimmste. Ich drück Dich und halte durch. Kann Dich denn noch jemand unterstützen? Du bist ja auch nur ein Mensch.

LG Starlight :t291:
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Beitragvon Meer » 04.03.2008, 20:16

Lieber Klaus,

ich möchte dich gerne trösten und dir sagen "Es soll so sein" und dafür gibt es einen Grund, nämlich den "Deines Wachstums, des Wachstums deiner Seele".
Auch wenn du noch nicht daran glauben kannst, dass dies alles schon weit im Voraus von der Seele so entschieden wurde was sie erfahren will, irgendwann erfährt sie es.
Für dich ist das alles noch zum fürchten, denn du fürchtest dich vor dem Tod, vor dem Alleinsein, vor Grenzüberschreitungen, so wie du es schon öfter gesagt hast, aber die Dinge gehen doch ihren Lauf, die dir hilfreicher sind, wenn du genau hinschaust.
Auch die letzten Dinge haben ihre Würde, die es zu achten gibt und darauf solltest du dein Augenmerk richten.

Wie viel leichter dir alles fällen tät, wenn du das Leben in seinem Gesamtzusammenhang und in seinem unendlichen Kreislauf erkennen könntest, brauch ich glaub ich nicht extra zu betonen, denn du kennst meine Einstellung dazu.

Ich weiß aber auch, wieeee schwer es ist, wenn man direkt mit solchen Aufgaben gerade konfrontiert ist und deswegen schick ich dir gedanklich noch mehr Kraft, Geduld, Einsicht
und viel Liebe für alles,

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Re: Der Horror geht weiter

Beitragvon La Donna mobile » 04.03.2008, 20:37

Klaus hat geschrieben:[...]Ich fürchte, dass mein Vater noch vor meiner Mutter sterben wird. Jetzt ist die Anspannung wieder da, warum muss so etwas immer geballt auftreten!!! Ich komme an meine Grenzen![...]


Lieber Klaus,

ich persönlich kann mir vorstellen, dass alle klugen Worte und Reden dir jetzt in deiner jetzigen Situation kein großer Trost sind. Aber glaube mir, so schlimm das Schicksal dich im Moment auch beutelt, es wird immer Menschen geben, die in diesen Tagen dasselbe durchstehen müssen wie du. Und es gibt immer einen Weg das zu schaffen. Ich hatte ja schon einmal erwähnt, dass der Mensch in Zeiten der Not enorme Kräfte mobilisiert.

Ich war nach dem Tod meiner Mutter gemeinsam mit meiner Schwester tagein, tagaus voll mit dem Räumen der Wohnung beschäftigt, als ich meinen Mann mit völlig diffusen Symptomen ins Krankenhaus einliefern musste. Ich befürchtete einen Herzinfarkt und war in den darauf folgenden vierzehn Tagen völlig kopflos. Die Ärzte konnten sich zu keiner Diagnose aufraffen und außer einem ungewöhnlich hohen Blutdruck, der dann behandelt wurde, auch wirklich nichts finden, was diesen Zusammenbruch ausgelöst haben konnte. Im ersten Moment wusste ich damals wirklich auch nicht, wie ich die kommende Zeit meistern würde, aber es ging alles seinen Gang. Versuche etwas Ruhe zu bewahren, Klaus, denn was geschehen soll, das änderst du auch mit allen Panikzuständen und mit aller Hoffnungslosigkeit nicht. Gut geredet, nicht wahr, doch ich denke, ein Quentchen Wahrheit steckt in diesen Worten. Und du hilfst dir und den Deinen am besten, wenn du bei allem Schmerz immer wieder versuchst sachlich zu bleiben. Das soll aber nicht heißen, dass Tränen, Trauern, ja selbst Zorn verboten sind und nicht auch ihre Berechtigung haben.

Meine Kollegin, von der ich erzählte, hat in solchen Zeiten, als ihre krebskranke Mutter Chemotherapie über sich ergehen lassen musste, ihren Vater beerdigt. Klaus, ich will dir nicht noch mehr Angst machen, aber selbst wenn das Schlimmste geschieht, musst du es durchstehen. Eine andere Kollegin hat ihren Mann durch einen tödlichen Schlaganfall verloren und eine Woche später starb ihre Mutter. Wir müssen unseren Weg gehen, wenn wir selbst überleben wollen.

Du schaffst es.

Liebe Grüße,
mobile
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Beitragvon Starlight » 04.03.2008, 22:44

Hallo Meer,

warum kann eigentlich die Seele nur reifen, wenn Sie leidet? Sie kann doch bei schönen Sachen reifen. Und warum muss sie eigentlich reifen, warum kann sie nicht einfach so sein wie sie ist und glücklich sein?

Wie viel leichter dir alles fällen tät, wenn du das Leben in seinem Gesamtzusammenhang und in seinem unendlichen Kreislauf erkennen könntest,


Wer kann das schon. Ich glaube das ist so ziemlich das schwerste, was es gibt. Und manche können es nie.

LG Starlight :t291:
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Beitragvon Meer » 05.03.2008, 08:16

liebe Starlight, liebe Leser,

ich will versuchen deine Fragen so gut wie möglich und nach meinem Wissen und nach meiner Weisheit heraus zu beantworten.

Seele reift nicht nur und nicht ausschließlich wenn sie leidet, ebenso reift sie wenn sie Schönes erfährt.
Denn Seele ist etwas Ganzes, etwas Um- und Erfassendes, etwas, was sich vom Zentrum unserer Urwesenheit aus in alle Richtungen ausdehnt.
Seele ist das Wesen einer/unserer Göttlichkeit, die wir in den Manifestationen der ganzheitlichen Natur um uns herum und in uns erkennen und wahrnehmen können.

Leid können wir lindern und besser ertragen, indem wir den Zusammenhang erkennen, der alles miteinander verbindet und so einen unendlichen Kreislauf von Werden und Vergehen darstellt.
Sehen wir uns darin mit eingebunden, bewegen wir uns in dieser Dynamik mit, die allem Leben inne ist.
Tod ist dann lediglich der Endpunkt vom Anfang des menschlichen Lebens, den wir uns entweder selbstbestimmt selbst setzen oder der uns gesetzt wird und welchen wir als einen Teil des Gesamtlebens akzeptieren, vor allem um so freiwilliger, je mehr Leid zuvor uns quälte.
Tod wird dann als eine Erlösung empfunden und als eine Befreiung von etwas zuvor Bestehenden.

Natürlich könnte Seele einfach so sein wie sie ist und sie ist es auch in den glücklichsten menschlichen Momenten von Vereinigungen.
Da erinnern wir uns plötzlich für kurze Momente an eine immerwährende Glückse(e)ligkeit, welche die Seele anstrebt.

Wir bräuchten uns also lediglich daran erinnern, "wo" wir einst waren und "was" wir einst waren und was wir immer noch sind und wieder sein werden.
Da wir aber mit einer Materialisierung einverstanden waren, um auch diese in vollem Maße zu erfahren, haben wir das "Wesentliche", nämlich unseren Gesamtseelenzustand vergessen, den es wieder zu finden und herzustellen gilt.
Deswegen sind wir alle auf der Suche und noch nicht ganz da, wo unsere Seele die unendliche Glückse(e)ligkeit wirksam erfährt und auf dem Weg dahin, ist Tod die letzte Stufe die wir überschreiten müssen.

Die seelische Befreiung aus unserem materiellen Körper, stellt somit einerseits das Ende dieses Aufenthalts der Seele in diesem Körper dar, das Ende dieses einen selbst gewählten Lebensweges, der in die große Straße einmündet. Gleichzeitig bewegt sich Seele aber auch auf einen anderen Körper zu, der nicht die gleiche Materienzusammensetzung wie unser jetziger Körper vorweist.
Hier wird dann von einer "Feinstofflichkeit", von einer Ätherwelt oder Ätherisierung gesprochen, in die die Seele eintritt.

Hier beginnt dann unsere Wahrnehmung von nicht mehr direkt sichtbaren Zuständen, aber doch Existierenden und oft spüren und sagen wir, "da liegt was in der Luft".
Wir sind also durchaus fähig, Dinge wahrzunehmen, ähnlich wie das Prickeln wenn man neu verliebt ist, was so eine Vibrierung von Schwingungen darstellt.

"Wer kann das schon", fragst du?
Natürlich DU und ICH und JEDER und dazu ist auch lediglich ein ÖFFNEN dazu notwendig, denn dann fließt ES dir zu, nicht schwer, sondern ganz leicht :-).

herzlich Meer
~~~ LIEBE ~~~
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Beitragvon Starlight » 05.03.2008, 10:00

Hallo Meer,

wow Danke, wenn Du anfängst zu schreiben, dann brauch ich immer wieder ne Weile bis ich das alles sortiert habe. Es ist für mich als etwas schwierig, das zu verstehen. Ich bin wohl einfach nicht auf der Ebene, auf der Du das siehst. Und manchmal habe ich auch nicht das Gefühl, dass ich in dem Leben eingebunden bin, weil sich für mich auch nicht alles richtig anfühlt, ich aber trotzdem nichts ändern kann.

Was den Tod betrifft, da kann ich, denke ich schon damit umgehen. Zumindest wenn es um das Sterben von alten Menschen geht. Mein Vater z. B. ist auch sehr alt und krank und für ihn wäre es eine Erlösung, wenn er sterben dürfte. Und ich denke wenn der Tag X dann mal kommt, werde ich natürlich auch sehr traurig sein, aber auch "verstehen" dass es eben so sein soll.

Womit ich nicht umgehen kann ist, wenn Kinder sterben müssen oder Menschen durch Unglücke aus dem Leben gerissen werden. Soviele Kinder die von Ihren Eltern bis zum Tod mißhandelt werden. Das ist was, womit ich überhaupt nicht mit umgehen kann. Da kann ich im besten Willen, keine Eingebundenheit in das Leben erkennen oder den Sinn darin. Das ist einfach nur furchtbar.

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Danke

Beitragvon Klaus » 05.03.2008, 11:23

Hallo,
danke für Eure Beiträge.

Meer, leider habe ich Deine Stufe der Weisheit und damit der Gelassenheit, Abgeklärtheit und des "Wissens um den Lauf der Welt" (noch?) nicht (erreicht), ich erlebe die Situation wie geschildert. Es kommen die Katastrophenmeldungen, ich muss reagieren, handeln, vernünftig sein, stark sein, Verantwortung übernehmen, kontrolliert sein, positiv wirken (gegenüber den Betroffenen) und das immer wieder und immer wieder anders. So nehme ich es wahr. Im Moment ist "Ruhe", aber das kann jede Minute wieder anders werden, ist anders, wenn ich heute Abend meine Mutter zu Hause besuche. Ich bin - das ist mir klar - auf einer anderen Ebene als Du Meer, aber ich habe zumindest eine Ahnung von dem, was Du meinst.

Mobile, danke für Deinen Trost, ja es ging auch anderen ähnlich wie mir und sie haben es überstanden. Ich schaffe es, das weiß ich immerhin...

Starlight, ja es gibt zum Glück Menschen die mir zuhören und auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen. Die wahren Freunde...
Es gibt auch Enttäuschungen, z.B. meine "Ex" Gabi...

HERZliche Grüße
Klaus
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