Hinzu kommt, dass vermutlich viele Leute einfach hilflos sind, wenn sie davon hören
lieber klaus,
ich denke nicht, dass
die Unsicherheit und Reserviertheit vieler Menschen, wenn es um das Thema Krebs geht, sicher daher rührt, dass sie noch nie persönlich mit dieser Krankheit konfrontiert worden sind.
, sondern dass sie das auf konkrete und unangenehme weise damit konfrontiert, dass der tod allgegenwärtig ist und sie sich nicht wirklich damit angefreundet haben.
aber um diese auseinandersetzung wird niemand herum kommen - früher oder später.
ich persönlich habe mich lieber frühzeitig damit befasst und - wie du bereits wissen dürftest - meinen frieden damit gemacht.
konkrete erfahrungen mit dieser lebenssituation habe ich - mit ausnahme meiner großeltern und meines schwiegervaters letzten sommer - noch nicht gemacht, aber ich denke, dass mein glaube oder besser meine überzeugung, die ich fast als "irgendwie wissen" bezeichnen möchte, einer solchen situation die schönheit und bedeutung geben wird, die sie verdient.
ich rede nicht vom glauben an gott, auferstehung, fegefeuer, paradies o.ä., mein gefühl ist wohl noch am ehesten zu vergleichen mit der buddhistischen auffassung, dass der tod unsere größte chance ist, das zu erfahren, was die christen "liebe" oder "gott" nennen.
ich weiß nicht, ob dich das tröstet, aber ich bin mir sicher, dass man auch als angehöriger, als nahestehender mensch dabei erfahrungen machen kann, die einem die angst, die verzweiflung nehmen und frieden für den eigenen weg (den wir alle irgendwann gehen werden) geben.
ich brauche dir wohl nicht zu sagen, dass du mein ganzes mitgefühl hast und wünsche dir viel kraft und frieden für die kommende zeit.
alles liebe,
der narr