Hallo Caniko,
vor ungefähr 10 Jahren hing im Siemens-Hauptgebäude in Berlin eine Anzeige mit
der aktuellen Weltbevölkerungszahl. Damals ging es auf die 6 Mrd. zu.
Jetzt werde ich einmal etwas scheinbar Zynisches sagen:
Trotz anhaltender Kriege (Irak, Afganistan), Armut und Hunger wächst die Weltbevölkerung!
Ich kann jetzt nicht wissenschaftlich exakt sagen, wo genau das Wachstum wie hoch ist oder gar besonders hoch ist (allgemein natürlich in China, Indien - das sind Milliardenländer - in Afrika, Südamerika und in weiteren asiatischen Staaten). Schwierig ist es mit Ballungsgebieten, Megapolis (Mexico-City, Bangkog, Lagos u.a). Dabei gibt es Unterschiede zwischen denjenigen in reichen Industriestaaten (wie Japan) und denjenigen in unterentwickelten Ländern. Die Industriestaatenbeispiele zeigen, daß es technisch möglich ist, auch in diesen Großstädten und Ballungsgebieten akzeptable Lebensbedingungen zu schaffen (wobei es natürlich punktuell auch dort Diskussionswürdiges gibt - zum Beispiel der Lärm von Großflughäfen, wie gerade wieder in Diskussion in Frankfurt und Berlin oder die Erweiterung von Flughäfen, wie in München).
China mit seinen Großstädten hat immense Probleme durch die Industrialisierung. In Peking ist meist Smog. Dennoch versucht China in letzter Zeit moderne umweltverträgliche Entwicklungen aufzugreifen und sich darin zu entwickeln (ich glaube, China ist mittlerweile bei der Produktion von Windkraftanlagen mit an der Weltspitze; China will auch die Elektromobilität stark entwickeln - in einer Großstadt fahren bereits alle Taxis elektrisch).
Ich bin der Meinung, daß die Welt insgesamt nicht so rückschrittlich bleiben wird, wie es an vielen Stellen noch der Fall ist. Es dauert vielleicht 10 Jahre, vielleicht 20, vielleicht 50 (und auch noch einige mehr), aber die moderne Kommunikation, die moderne Produktion mit modernen Produkten wird überall an Einfluß gewinnen und den Wohlstand befördern. Und am Ende wird sich das Bevölkerungswachstum normalisieren, d.h. es wird verschwinden und möglicherweise wird es dann sogar einen weltweiten Bevölkerungsrückgang geben.
Mit den Bossen ist es schwierig. Wann ist ein Unternehmen, einschließlich seiner Führung, ein gutes (kapitalistisches) Unternehmen? In meinen Augen ist es inbesondere dann ein solches, wenn es dem technischen Fortschritt dient, so daß die Produktivität immens steigt. Und zwar ohne den Ausbeutungsgrad von Mensch und Natur zu steigern, sondern bei gleichzeitiger Reduktion dieser. Und das funktioniert nur, wenn
ein Anreiz dafür da ist. Ob dieser Anreiz nun vom Markt kommt, was natürlich der beste Anreiz wäre, weil es der natürlichste wäre, oder ob der Anreiz von der Politik und Gesellschaft ausgeht - das ist letztlich nicht so wesentlich. Wie auch immer man aber das alles organisiert - das kapitalistische Prinzip als Grundprinzip wird solange funktionieren und erhalten bleiben, bis es tatsächlich etwas Besseres geben wird. Und das kann nur jenseits der Produktivität liegen, die der Kapitalismus schaffen kann (ich weiß nicht welche Wirtschaftswerte man da ansetzen soll; in der Landwirtschaft spricht man von einer Entwicklung, daß immer weniger Menschen - in % der Gesamtbevölkerung - das gesamte Land ernähren; vielleicht könnte man das auch für die Gesamtwirtschaft irgendwann dann einmal so formulieren; und wenn eines Tages vielleicht 0,5 % der Bevölkerung produzieren werden - das werden dann andere Zustände werden!). Und insofern hat das Bevölkerungswachstum damit (also mit zeitweisen Problemen des Kapitalismus) relativ wenig zu tun, denn Produktivitätszuwachs benötigt nicht mehr Bevölkerung und mehr Bevölkerung wird Produktivitätszuwachs nicht verhindern (zeitweilig vielleicht - siehe Produktion in Billiglohnländern, wo nicht nur allgemein, sondern oft auch noch in billiger
Handarbeit produziert wird.)
Die Links habe ich angeklickt.
Der Pelzig-Auftritt, den ich bereits kannte, war herausragend gut.
Den anderen Beitrag habe ich noch nicht vollständig angeschaut. Es war aber nett, den Papa
von Frau Dittfurt kennenzulernen. Die Annäherung an die Erde aus kosmischer Sicht und die Verdeutlichung, daß unser Lebensraum nicht die gesamte Erde ist (unter uns bedindet sich eine riesige Magmablase), sondern
nur die Biosphäre - das ist schon recht beeindruckend.
Brauchen wir einen... Master-Plan?
Wenn ja, dann bräuchten wir aber auch einen "Master".
Bezüglich der Bemerkung von toggle zu den Links muß ich mir natürlich an die eigene
Nase fassen (und ich hatte auch schon darüber nachgedacht und wollte es jetzt ändern). Wenn es nur
ein Link ist... aber gerade bei mehreren Links ist es schon besser, den Leser vorzuinformieren, wohin die Reise geht.
Das sehe ich ein und dieser Meinung bin ich prinzipiell auch.
Auf Ratten muß ich zum Glück kein Interesse verwenden - es gibt hier keine in meiner unmittelbaren Umgebung. Gezüchtete Ratten sind nicht schmutzig, im Gegensatz zu denen, die in der Kanalisation leben. Unser Kater war schon recht ideal für meine Bedürfnisse nach Humor. Wenn der zum Beispiel am noch ungeschmückten und noch nicht "entkleideten" Weihnachtsbaum (d.h. über dem Baum befand sich noch das Transportnetz) hochkletterte (also direkt innerhalb des Netzes) und dann oben angelangt etwas dumm aus der Wäsche schaute...

oder wenn er mir bei der Apfelernte am Baum in 4 m Höhe auf dem von mir gerade bearbeiteten, sprich: beernteten, Ast entgegenkam, um zu sehen, was ich dort treibe...

(Glück gehabt, daß ich nicht vor Lachen von der Leiter gefallen bin) - da habe ich auch nie an alternative Ratten gedacht.
Und "Vieh"... Was ist Vieh? Synonym für "Tier" (im engeren Sinne für Haustiere = Rinder, Schafe, etc.). Vielleicht auch mit negativer Aussagerichtung - ein (sehr) "unangenehmes Tier". Subjektives Erleben oder Ergebnis von Beeinflussung oder beides.
Gegen Spinnen habe ich nichts. Wenn mir ein Bär mit seiner Tatze den Rücken kratzen würden - dagegen hätte ich etwas. Ob der Bär dann zum "Vieh" würde, weiß ich nicht. Wahrscheinlich eher ich. Ob mir das dann aber hilft, weiß ich auch nicht...
Viele Grüße - miljas
:t252: :t252:
Zuletzt geändert von miljas am 08.11.2011, 16:27, insgesamt 4-mal geändert.